Margaretenbrücke in Budapest, Ungarn

Die Margaretenbrücke wurde als zweite der neun Brücken errichtet, die in der ungarischen Hauptstadt die beiden Stadtteile Buda und Pest verbinden, Ungarn © James Camel / franks-travelbox

Die Margareten-Brücke zählt zu den ältesten Donaubrücken der ungarischen Hauptstadt und bietet einen traumhaften Ausblick über einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Budapest.


Die Margaretenbrücke in Budapest wurde nach der Kettenbrücke als zweite der neun Brücken errichtet, die in der Hauptstadt Ungarns die beiden Stadtteile Buda und Pest verbinden.

Von der Margaretenbrücke bietet sich ein herrlicher Blick auf Budapest und seine Sehenswürdigkeiten. Geradeaus führt die Kettenbrücke mit ihren Triumphbögen über die Donau, auf der Pester-Seite thront das imposante Parlamentsgebäude mit seinen unzähligen Türmchen und auf der Budaer Seite der Burgpalast und die Matthias-Kirche. Alle vier Baudenkmäler sind in der Nacht herrlich beleuchtet.

Blick unter der Margaretenbrücke hindurch auf das Parlament in Budapest, Ungarn © James Camel / franks-travelbox

Entstehung der Margaretenbrücke

Die Brücke hat ihren Namen von der Margareteninsel, über deren Südspitze sie führt. Die Insel wiederum wurde nach Margarete, der Tochter des ungarischen Königs Béla IV., benannt, die seit ihrem neunten Geburtstag in einem Dominikaner-Kloster auf der Insel lebte. Der König hielt somit sein Versprechen, nach dem Sieg über die einfallenden Mongolen ein Kloster zu gründen und seine Tochter zur Nonne zu machen.

Architekt und Bauleiter der Brücke war der französische Ingenieur Ernest Goüin. Die Margaretenbrücke wurde im Jahr 1876 nach vier Jahren Bauzeit fertiggestellt, die abzweigende Flügelbrücke zur Margareteninsel wurde allerdings erst im Jahr 1900 eingebaut. Zuvor war die Insel nur per Boot erreichbar gewesen.

Die Strompfeiler der Margaretenbrücke in Budapest sind mit kunstvollen Sandsteinfiguren geschmückt, Ungarn © James Camel / franks-travelbox

Die 600m lange Brücke ist sieben trutzigen Strompfeilern in der Donau verankert. Sie fällt vor allem durch ihre Sandsteinfiguren an den Brückenpfeilern auf, die am besten auf einer Schifffahrt auf der Donau betrachtet werden können. Ebenfalls einen prachtvollen Anblick bietet sie vom Budaer Burgberg, wenn sie gemeinsam mit den anderen Donaubrücken der Stadt wunderbar beleuchtet ist.

Sprengung im Zweiten Weltkrieg

Vom deutschen Sprengkommando, dem alle Budapester Donaubrücken zum Opfer fielen, wurde die Margaretenbrücke sogar zweimal gesprengt. Das erste Mal, im November 1944, wurde der Zündsatz zu Übungszwecken scharf gemacht und die Zündschnur durch Zufall von einem durchfahrenden Schiff entzündet, was zwei Bögen zum Einsturz brachte. Damals befanden sich noch etwa 800 Personen auf der Brücke, von denen schätzungsweise 600 ums Leben kamen. Die absichtliche und vollständige Sprengung der Margaretenbrücke erfolgte dann im Jänner 1945 beim Rückzug der Deutschen Wehrmacht aus Budapest.

Allerdings ließ der Wiederaufbau nicht lange auf sich warten. Bereits im August 1948 waren die zweijährigen Bauarbeiten abgeschlossen und die Margaretenbrücke konnte neuerlich eröffnet werden. Die letzte Renovierung wurde 2011 abgeschlossen.


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