Elisabeth-Brücke in Budapest, Ungarn

Die Elisabeth-Brücke in Budapest erinnert heute noch an Sisi, beim Volk äußerst beliebte und hochverehrte Königin von Ungarn © James Camel / franks-travelbox

Die Elisabeth-Brücke war einst die vierte der neun Donaubrücken, die in Budapest errichtet wurden. Nach den Brückensprengungen im Zweiten Weltkrieg war sie die einzige, die nicht originalgetreu wieder aufgebaut wurde.


Die schneeweiße Elisabeth-Brücke überspannt gemeinsam mit neun anderen Brücken die Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie führt vom Platz des 15. März in den Stadtteil Buda, wo sie zwischen dem berühmten Burgberg mit dem Burgpalast, der Fischerbastei und der Matthiaskirche, und dem Gellértberg mündet.

Die Elisabeth Brücke ist nach der österreichischen Kaiserin Elisabeth I. benannt, besser bekannt als Sisi, die auch zur Königin Ungarns gekrönt wurde.

Die Elisabeth-Brücke fällt durch ihre filigran anmutende Eleganz und ihre moderne Architektur auf. Zwischen zwei hohen, schneeweißen Toren an beiden Ufern der Donau tragen 61 Stahlseile aus je 115 Drähten die leicht nach oben gebogene Fahrbahn, die mit einer Länge von 380m 290m über die Donau führt. Die Brücke ist insgesamt knapp 30m breit und umfasst 6 Fahrspuren und zwei gut 4m breite Gehwege.

Die schneeweiße Elisabethbrücke gilt heute als Symbol des gelungenen Wiederaufbaus von Budapest nach dem Zweiten Weltkrieg, Ungarn © James Camel / franks-travelbox

Geschichte der Elisabeth-Brücke

Ursprünglich sollte die Elisabeth-Brücke eine Hängebrücke werden, allerdings ließ sich in Ungarn kein geeignetes Material für die Drahtseile finden. So entschloss man sich für die Konstruktion einer Kettenbrücke, ähnlich der benachbarten Kettenbrücke, die 1849 fertiggestellt worden war. Nach einem Wettbewerb, in dem 53 Entwürfe eingereicht wurden, startete der Bau im Jahr 1897.

Am 10. Oktober 1903 konnte die Elisabeth-Brücke eingeweiht werden, 5 Jahre nach der Ermordung von Kaiserin Sisi. Damals war die Elisabeth-Brücke genauso lang wie heute, allerdings nur knapp 18 Meter breit und bot einer vierspurigen Fahrbahn und zwei je gut 3m breiten Gehwegen Platz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Elisabeth-Brücke, wie jede Donaubrücken in Budapest, beim Rückzug der Deutschen im Jahr 1945 gesprengt. Sie war jedoch die einzige, die nach dem Krieg nicht wieder originalgetreu aufgebaut wurde, da sie erstens nicht hundertprozentig rekonstruiert werden konnte, zweitens die Kosten jene der neuen Brücke um ein Vielfaches höher gewesen wären und sie drittens dem anfallenden Verkehrsaufkommen nicht mehr standgehalten hätte. Der Bau der zweiten Elisabeth-Brücke begann allerdings erst im Jahr 1959. 1964 wurde die schneeweiße Konstruktion für den Verkehr freigegeben. Seitdem gilt die Elisabethbrücke als Symbol des gelungenen Wiederaufbaus von Budapest nach dem Zweiten Weltkrieg.


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