Nationalpark Morrocoy, Venezuela

Der Nationalpark Morrocoy stellt für den Urlaub in Venezuela die perfekte Mischung aus Abenteuer und Erholung bereit - © Michel Piccaya / Shutterstock
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Der fantastische Nationalpark Morrocoy stellt für den Urlaub in Venezuela mit dichtem Dschungel, Bilderbuch-Stränden und prächtigen Korallenriffen die perfekte Mischung aus Abenteuer und Erholung bereit.

An der Westküste von Venezuela erstreckt sich mit dem Nationalpark Morrocoy eines der schönsten Naturschutzgebiete des Landes, das sich vor allem durch seine große Artenvielfalt auszeichnet. Ebenso wie im Mochima Nationalpark gehören auch im Morrocoy Park Meeresgebiete zur geschützten Region, die insgesamt 320 Quadratkilometer umfasst. In vielen Teilen des Parks sind Fischen oder das Befahren mit Booten daher untersagt, Tauchen und Schnorcheln ist aber sehr wohl möglich.

Anreise und beste Reisezeit

Der 1974 gegründete Nationalpark ist das ganze Jahr über als Reiseziel beliebt, beste Reisezeit für den Nationalpark Morrocoy gibt es in diesem Sinn keine. Die Tagesdurchschnittstemperatur liegt ständig um 27 °C, gemeinsam mit 80% Luftfeuchtigkeit ist jeder Sprung ins kühle Nass willkommen. Sowohl Sonnen- als auch Insektenschutz gehören für den Morrocoy Nationalpark unbedingt ins Gepäck!

Als „Regenzeit“ kann man noch am ehesten die Monate November und Dezember bezeichnen, doch auch im europäischen Winter ist die Niederschlagsmenge vernachlässigbar. Die etwas getrübte Sicht unter Wasser zu dieser Zeit macht die erhöhte Zahl an Wasservögeln an der Oberfläche wieder wett.

Touristische Infrastruktur mit Hotels und Restaurants ist in den kleinen Städten des Nationalparks vorhanden. Diese sind Caño Leon, Morrocoy, Lizardo und Aguasalobre.

Dank feinsandiger Strände und des kristallklarem Wasser dreht sich im Morrocoy Nationalpark alles um Baden, Tauchen und Wassersport, Venezuela - © Michel Piccaya / Shutterstock
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Aktivitäten im Morrocoy Nationalpark

Im Angesicht der feinsandigen Strände und des kristallklaren Wassers in Verbindung mit den hohen Temperaturen dreht sich im Morrocoy Nationalpark natürlich alles um Baden, Tauchen und Wassersport. Zum Relaxen und Entspannen ist der Nationalpark absolut perfekt. Die wichtigste Feriensiedlung ist Chichiriviche. Hier können Boote gemietet und Tauchtouren gebucht werden. Außerdem ist hier auch der 30km lange Traumstrand Playa Norte zu finden.

Entdeckung der Cayos

Beinahe noch schönere Strände als am Festland gibt es auf den Cayos, den unzähligen vorgelagerten Inseln, die oft nur 1 bis 2 Meter aus dem Meer ragen. Diese sind zum Großteil nur mit dem Boot zu erreichen und können auf eigene Faust erkundet werden. Neben traumhaften Buchten, in denen sich Kokospalmen über türkisblauem Wasser wiegen, gibt es auch zahlreiche exotische Pflanzen und einige kleine Höhlen zu entdecken. Geführte Touren mit Ausflugsbooten oder romantisch im Kajak zu zweit führen Urlauber zu den schönsten Plätzen im Morrocoy Nationalpark.

Tipp: Besonders zu empfehlen ist ein Besuch von „Los Juanes“, auch „der Pool“ („La Priscina“) genannt. Die traumhafte Bucht ist nur mit dem Boot zu erreichen und kann mit warmem, türkisblauem Wasser und einer hervorragenden hiesigen Küche aufwarten. Mangrovenwälder und Korallenriffe begeistern Entdecker und Schnorchler.

Mangrovenwälder und Korallenriffe begeistern im Morrocoy Nationalpark an der Westküste Venezuelas Entdecker und Schnorchler - © Michel Piccaya / Shutterstock
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Tauchen vor der Küste Venezuelas

Da an der Küste des Morrocoy Nationalparks keine Flüsse ins Meer münden, ist das Wasser hier glasklar, was auch das Wachstum von Korallen begünstigt. Aus diesem Grund zählt der Morrocoy Nationalpark zu den besten Tauch-Spots Venezuelas!

Die besten Ziele für eine Unterwasser-Entdeckungsreise durch den Morrocoy Nationalpark sind die beiden Inseln Cayo Sombrero und Cayo Muerto. Farbenprächtige Korallen und ihre vielfältigen Bewohner reichen hier bis ans Ufer heran. Weiter draußen, an Plätzen, wo nur vom Boot aus getaucht und geschnorchelt werden kann, ist die Unterwasserlandschaft noch spektakulärer. Zwischen farbenprächtigen Rifffischen gibt es auch Schildkröten, Barrakudas und sogar Rochen, kleine Haie und Delfine zu entdecken.

Tauchschulen und Ausrüstungs-Verleiher sind am Festland und auf den Inseln des Morrocoy-Nationalparks zu Hauf vorhanden. Jeder Taucher mit gültigem Tauchschein kann sich auf eigene Faust in die Fluten stürzen. Auch Tauchschulen, die Tauchkurse und geführte Tauchgänge anbieten, sind an allen Ecken und Enden zu finden.

Entdeckungstouren in den Dschungel

Nach einigen Tagen im Morrocoy Nationalpark kommt vielleicht der Zeitpunkt, wo man von Strand und Meer erst mal genug hat. Dann wird es Zeit für eine Erkundung des Park-Hinterlandes. In den dichten Regenwäldern der rund 250m hohen Hügel, die hinter den Stränden des Nationalparks aufragen, sind über 200 Vogelarten heimisch. Besonders spektakulär präsentiert sich die 285m hohe Steilküste des Cerro de Chichiriviche.

Zu den größten und daher auch am ehesten sichtbaren Exemplaren zählen Pelikane, Flamingos, Fregattvögel, Tölpel, Reiher, Störche und der berühmte Rote Ibis, der Nationalvogel Venezuelas. Wer genauer hinschaut, entdeckt auf Baumstämmen und Ästen auch die Glanzvögel mit ihrem prächtig schillernden Gefieder. Im Unterholz und in den Baumkronen tummeln sich außerdem Brüllaffen, Faultiere, Opossums, Hirsche, Ameisenbären, Waschbären, Leguane und der Rotschwanzguan, gut zu erkennen an seinen charakteristischen heiseren Schreien. Die Insektenwelt des Morrocoy Nationalparks ist übrigens bis heute noch nicht restlos erforscht.