Punta del Diablo, Uruguay

Punta del Diablo, ein beliebtes Strandurlaubsziel an der Atlantikküste im Südosten Uruguays - © fotoember / Fotolia
© fotoember / Fotolia

Punta del Diablo ist ein beliebtes Strandurlaubsziel an der Atlantikküste im Südosten Uruguays. Nicht so überlaufen wie zum Beispiel Punta del Este bietet das ehemalige Fischerdorf weitläufige Traumstrände und entspanntes Meer-Feeling.

Punta del Diablo ist ein kleiner Ort an der Atlantikküste im Südosten Uruguays in der Provinz Rocha und liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Brasilien entfernt.

Das ursprüngliche Fischerdorf mit etwa 400 Einwohnern, deren Einwohner hauptsächlich von Fischerei und Kunsthandwerk lebten, hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Strandurlaubsziele an der Küste Uruguays entwickelt. In der Hochsaison von Dezember bis Ostern wird aus dem 400-Seelen-Dörfchen eine quirlige Stadt mit bis zu 25.000 „Einwohnern”, die zum Großteil aus Argentinien, Brasilien und Europa angereist kommen.

Kleine Hotels, Cabanas und Ferienhäuser

Wer nun eine überlaufene Touristenhochburg ähnlich dem etwa 200km entfernten Ferienort Punta del Este erwartet, irrt jedoch. Punta del Diablo ist trotz der wachsenden Besucherzahl angenehm ursprünglich geblieben. Anstatt klobiger Hotelkomplexe findet man kleine Hotels, Cabanas und Ferienhäuser, die meist außerhalb der Saison geschlossen haben. Das El Diablo Tranquilo hat sich jedoch auch die ganzjährig auftauchenden Rucksacktouristen eingestellt und schließt seine Türen nie.

Seine idyllische Lage auf einem sanften Hügel an der Atlantikküste und seine traumhaften weitläufigen Sandstrände, die von sanften Wellen liebkost werden, verleihen Punta del Diablo ein absolut paradiesisches Flair, welches durch die farbenfrohen Gebäude, in denen Wohnhäuser, Shops, Restaurants und Bars untergebracht sind, noch unterstrichen wird. Ein kleines Paradies, welches so ursprünglich man nach 15 Jahren touristische Entwicklung noch selten wo findet.

Strände um Punta del Diablo

Am Fishermen’s Beach können die Fischer bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Der angrenzende Playa del Rivero, für viele der schönste Strand Uruguays, und der Playa del Viuda („Strand der Witwe”) sind unter Surfern bekannt für ihre optimalen Wellen. Sie werden oft von Einheimischen frequentiert, die sich entweder in den nahen Bars niederlassen oder sich singend und Gitarre spielend um kleine Lagerfeuer im Sand scharen. Von diversen Ständen können kunstvolle Souvenirs aus Muschelschalen mit nach Hause genommen werden. Neben Surfen sind auch Reiten und Dune-Boarding beliebte sportliche Aktivitäten in Punta del Diablo. Letzteres ist ähnlich wie Snowboarden, anstatt auf Schneepisten ziehen die Surfer jedoch auf Sanddünen ihre Schwünge. La Viuda ist der beliebteste Ort für diese Attraktion.

Natur um Punta del Diablo

Die Seen- und Sumpflandschaft der Laguna Negra ist ein Paradies für Vogelbeobachter, Schildkrötenfreunde erhalten im Centro de Tortugas Marinas („Zentrum für Seeschildkröten”) Infos, Freiwillige unterstützen das Schildkröten-Schutzprogramm an den Stränden zwischen Barra del Chuy und Punta del Diablo.

Nur 5km von Punta Diablo entfernt am Ende des Playa del Rivero befindet sich der küstennahe Santa Teresa Nationalpark. Auf einer Fläche von 3.000 Hektar gedeihen etwa 2 Millionen Bäume und bieten Flora und Fauna aus der ganzen Welt eine Lebensgrundlage. Auf 6km Wanderwegen kann der Nationalpark erkundet werden. Neben der sagenhaften Natur gibt es auch spektakuläre Wanderwege und mit viel Glück einen Wal vor der Küste Uruguays zu sehen. Viele Schlachten um Uruguays Unabhängigkeit fanden auf diesem Gebiet statt, daran erinnert das portugiesische Fort Santa Teresa aus dem 18. Jahrhundert auf einem Hügel innerhalb des Parks. 1928 wurde die Festung renoviert und fungiert heute als Museum.