Historisches Zentrum von Colonia del Sacramento, Uruguay

Historisches Zentrum von Colonia del Sacramento, Uruguay - © kastianz / Shutterstock
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Das historische Zentrum von Colonia del Sacramento im Südwesten Uruguays lockt durch seine entspannte Atmosphäre, die in den kopfsteingepflasterten Straßen mit den bunten blumengeschmückten Häusern aus den vergangenen Jahrhunderten herrscht. Ein willkommener Tagesausflug, wer dem hektischen Treiben von Argentiniens Haupstadt Buenos Aires entfliehen will – das hübsche Städtchen liegt nur 50 Fährminuten entfernt.

Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays und Hauptstadt der Provinz Colonia im Südwesten des Landes. Sie liegt direkt an Uruguays südlicher Atlantikküste am Ró de la Plata, dem „Silberfluss”, wie der Mündungstrichter des Río Uruguay bezeichnet wird. Direkt gegenüber Colonia del Sacramento auf der anderen Seite des Río de la Plata liegt Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires.

Genau auf eben dieser Landspitze der Küste Urugays befindet sich das Barrio Histórico, das historische Viertel von Colonia del Sacramento, welches 1995 auf die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Seither strömen die Besucher in Scharen in das Stadtviertel aus dem 17. Jahrhundert, die zu einem großen Teil mit Fähren vom nur 50 Minuten entfernten Buenos Aires aus ankommen. Zu Fuß kann die Altstadt leicht erreicht werden auch die weitere Erkundung erfolgt am besten bei einem gemütlichen Spaziergang durch die ruhigen Straßen, vorbei an wunderschönen farbenfrohen Häusern und ihren mit Blumen geschmückten Mauern aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert.

Tipp: Das historische Zentrum von Colonia del Sacramento kann an einem Tag erkundet werden, will man die entspannte Atmosphäre und die gemütlichen Cafés und Restaurants sowie die historischen Sehenswürdigkeiten jedoch so richtig genießen, sind 2-3 Tage Aufenthalt zu empfehlen.

Highlights von Colonia del Sacramento

Blick auf Barrio Histórico, das historische Viertel von Colonia del Sacramento, Uruguay - © gary yim / Shutterstock
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Das Barrio Histórico von Colonia del Sacramento ist eine wunderschöne Altstadt, deren kopfsteingepflasterte Straßen im Gegensatz zu den meisten anderen lateinamerikanischen Städten nicht im Schachbrettmuster angelegt sind. Eine der schönsten Straßen mit den farbenprächtigsten Häusern ist die Calle de los Suspiros, die „Seufzerstraße”.

Das Portón de Campo war 1745 zur Zeit der Machtkämpfe zwischen Spanien und Portugal der einzige Zugang zur Stadt und mit einer imposanten hölzernen Zugbrücke versehen, die restauriert wurde und immer noch funktionstüchtig ist. Ebenfalls sehenswert ist die von Portugiesen erbaute Basilika der Allerheiligsten Sakramente aus dem Jahr 1808. Ihr ursprünglicher Bau aus 1680 war noch aus Lehm und Stroh. Der grobe Ziegelbau des Casa del Virrey, das Haus des Vizekönigs, wurde aus den Original-Ruinen wieder hergestellt.

Das Plaza de toros Real de San Carlos ist eine 10.000 Zuschauer fassende Stierkampfarena aus dem Jahr 1910, in dem einige der größten spanischen Stierkämpfer, wie zum Beispiel Ricardo Torres, besser bekannt als Bombito Grande die Massen begeisterten. Heute ist sie halb verfallen und darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

Preisgünstige Museumstour

Die Vergangenheit von Colonia del Sacramento wird Geschichtsinteressierten in mehreren Kolonialmuseen anschaulich nähergebracht, die über das ganze Barrio Histórico verstreut und zu einem Spottpreis zu besichtigen sind. Die Tour durch die Museen dauert nie lange, sie sind meistens in Häusern aus den vergangenen Jahrhunderten untergebracht, die aus mehreren Ausstellungsräumen und Galerien bestehen. Den Beginn bildet am besten das Portuguese-Museum am Plaza Mayor, ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, in dem es portugiesische Möbel, Schmuck, Uniformen und historische Seekarten zu sehen gibt.

Im Stadtmuseum, das 1835 als das Casa del Almirante Brown („Haus von Admiral Brown”), errichtet wurde, sind Artefakte und Dokumente aus den verschiedenen Epochen der Stadt ausgestellt. Weiter geht es ins Indigene Museum, ins Spanische Museum, ins Nacarello-Haus aus dem 18. Jahrhundert, ins Regionalmuseum, das auch das Stadtarchiv enthält und schließlich noch ins Ziegelmuseum.