Paramaribo, Surinam

Typische Häuser in Paramaribo, Suriname  - © bart acke / Shutterstock
© bart acke / Shutterstock

Paramaribo, die Hauptstadt des südamerikanischen Staates Suriname, liegt am Ufer des Suriname-River und besticht durch seine multikulturelle friedliche Gesellschaft und die historischen Bauten aus dem 18. Jahrhundert.

Paramaribo, die Hauptstadt des südamerikanischen Staates Suriname, ist eine lebhafte Stadt am Ufer des Suriname-River, etwa 23 km vom Atlantik entfernt. Sie stellt eine der wenigen Plätze auf der Welt dar, in der Europäer, Ureinwohner und Einwanderer aus China und anderen östlichen Ländern friedlich nebeneinander leben. Synagogen, katholische Kirchen, Moscheen und indische Tempel stehen hier dicht beieinander. Das historische Stadtviertel von Paramaribor wurde 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Paramaribo wurde 1613 von den beiden Holländern Dirck Cleaszoon von Sanen und Nicolaas Baliestel gegründet. Zu Anfang war die Stadt noch ein kleines Handelsdorf nahe der Indianersiedlung Parmirbo, von der Surinames Hauptstadt später ihren Namen übernahm.

Paramaribo hat noch heute eine wunderschöne Altstadt zu bieten, an deren historischen Bauten das holländische Erbe noch deutlich zu erkennen ist.

Unterwegs durch Paramaribo

Wie die meisten südamerikanischen Kolonialstädte ist sie um einen zentralen Platz, den Unabhängigkeitsplatz („Onafhankelijkheidsplein”) aufgebaut. Dies ist auch der perfekte Ausgangspunkt für eine Erkundung der Stadt. Der Unabhängigkeitsplatz zeugt gleich von der Pracht, die Paramaribor zu bieten hat. Dominiert wird der Platz vom schneeweißen Präsidentenpalast aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der Palast und der dahinterliegende private Garten können nur am Unabhängigkeitstag, dem 25. November, besichtigt werden.

Das weiße Parlamentsgebäude von Suriname mit seinem markanten geschwungenen Dach ist der Sitz der Nationalversammlung von Suriname. Nachdem das ursprüngliche historische Gebäude in der Gravenstraat 1996 durch einen Brand verwüstet wurde, zog die Regierung in das ehemalige Sozietätsgebäude am Unabhängigkeitsplatz.

Das Finanzministerium, erbaut aus roten Ziegeln, die früher der Schiffsbeschwerung dienten, und mit einem weißen Turm geschmückt stammt aus dem Jahr 1836. Davor thront eine Statue von Johan Adolf Pengel, ein Premierminister aus den 1960er Jahren und Surinames berühmtester Politiker.

Gleich hinter dem Präsidentenpalast zwischen der Straße „Grote Combeweb” und dem Suriname-Fluss liegt ein Palmengarten, der seit dem 20. Jahrhundert auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist und auch den einen oder anderen Anblick in die prachtvolle private Gartenanlage des Präsidentenpalastes gewährt. Weiter geht es auf die „Kleine Combeweb”, von vielen imposanten Gebäuden gesäumt, das mächtigste von ihnen eindeutig das über 350 Jahre alte Fort Zeelandia. Es wurde von den Franzosen erbaut, von den Engländern erweitert und anschließend von den Holländern übernommen. Im 20. Jahrhundert wurde es zum Museum umfunktioniert, bevor es in den 1980ern wieder als Militärbasis der surinamischen Armee fungierte. Nach ihrem Rückzug wird das Fort wohl wieder zum Museum werden.

Vom Fort Zeelandia aus führt die Uferstraße Waterkant am Suriname-Fluss entlang, die von malerischen weißen Herrschaftshäusern aus dem frühen 18. Jahrhundert gesäumt wird. Vom Waterkant legen die Fähren über den Suriname-Fluss ab und in einem der weißen Gebäude befindet sich der geschäftige Markt von Paramaribor, den man auf keinen Fall versäumen sollte. Auf zwei Stockwerken bietet sich die beste Gelegenheit, tropische Früchte und Gemüse aus aller Welt von Südamerika über Afrika bis Indien zu erstehen und die gesamte Atmosphäre des Stadtlebens aufzusaugen.

Apropos einkaufen: Die Shoppingmeilen von Paramaribor sind Domineestraat und Steenbakkerijstraat, in letzterer wurde auch das höchste Bürogebäude der Stadt errichtet, das Hakrinbank-Gebäude.

Am Kerkplein (Kirchenplatz) befindet sich die 1837 errichtet Reformationskirche, dies ist jedoch noch nichts gegen die gewaltige goldgelbe St. Peter und Paul Kathedrale aus dem späten 18. Jahrhundert. Sie ist mit einer Länge und Höhe von jeweils knapp 50 Metern das größte aus Holz errichtete Gebäude der westlichen Hemisphäre. Nach einer Renovierung kann sie seit 2010 auch wieder von innen besichtigt werden.

Doch nicht nur die Katholiken sind in dem quirligen Städtchen vertreten, in Maribor sind auch eine der ersten Moscheen, Hindu Tempel und Synagogen des amerikanischen Kontinents zu finden. Während die Suriname Moschee und die Neveh Shalom Synagoge eher schlichte Gebäude lässt der prachtvolle Hindu Tempel der Arya Dewaker jedem Besucher den Mund offen stehen.