Puno, Peru

Puno gilt als Ausflugsbasis und Touristenzentrum für den höchstgelegenen See der Welt, den Titicaca-See in Peru - © Elzbieta Sekowska / Shutterstock
© Elzbieta Sekowska / Shutterstock

Wer in Peru den weltberühmten Titicaca-See besucht, kommt an der Stadt Puno nicht vorbei. Die Hauptstadt der gleichnamigen Region gilt als Ausflugsbasis und Touristenzentrum für den höchstgelegenen See der Welt.

Perus wohl zweitwichtigste Sehenswürdigkeit nach Machu Picchu ist der Titicaca-See, der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge um und auf dem See ist die Stadt Puno direkt am Seeufer, die aufgrund ihrer lebendigen Kultur auch als Folklore-Hauptstadt von Peru gilt.

Anreise nach Puno

Die Anreise ins 3.800 Meter hoch gelegene Puno kann mit dem Auto oder auch mit der Bahn erfolgen, denn Puno ist die südliche Endstation der Peruanischen Südbahn von Cusco. Fernbusse bringen Besucher aus ganz Peru nach Puno. Der nächste Flughafen, Juliaca, ist ebenfalls nur 50 Kilometer entfernt. Von Bolivien aus kann Puno auch über den Titicaca-See mit dem Schiff erreicht werden.

Sehenswürdigkeiten von Puno

Hauptattraktion von Puno ist natürlich der Titicaca-See mit seinen zahlreichen Inseln, Puno selbst hat an Sehenswürdigkeiten eher wenig zu bieten.

Ein Spaziergang durch die Altstadt führt zur stolzen Kathedrale von Puno, die auf dem reich dekorierten Plaza Mayor thront. Das römisch-katholische Gotteshaus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sowohl die Fassade als auch das Interieur zeigen mit schmückenden Tier- und Pflanzenelementen einen faszinierenden Mix aus spanischem Barock und Anden-Kunst.

Ein Spaziergang durch die Altstadt führt zur stolzen Kathedrale von Puno, die auf dem reich dekorierten Plaza Mayor thront, Chile - © Christian Vinces / Shutterstock
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Auch das Haus namens „Balcón del Conde de Lemus“ („Balkon des Herzogs“) ist sehenswert. Es wurde 1668 kurz nach der Gründung von Puno als eines der ersten Gebäude der Stadt errichtet. Der Legende nach beherbergte es einst den Vizekönig von Peru höchstpersönlich. Heute befindet sich hier eine Außenstelle des Nationalen Kulturinstituts.

Ebenfalls erwähnenswert sind das ungewöhnliche “Museo Flotante Yavari“, welches sich im Bauch des Eisenschiffs Yavari befindet, und der Steinbogen Arco Deusta, ein Denkmal zur Erinnerung an alle, die im Freiheitskampf um Peru ihr Leben ließen.

Zahlreiche Aussichtspunkte, wie zum Beispiel „Kuntur Huasi“ mit seiner gigantischen Kondor-Statue, „Puma Uta“ oder die Anhöhe Huajsapata offenbaren einen herrlichen Panoramablick über den Titicaca-See. Aber Achtung! An die abgeschiedenen Aussichtspunkte sollte man sich lieber nicht alleine wagen und Wertsachen und Kamera erst bei Bedarf aus dem Rucksack holen. Dies gilt übrigens auch für das Stadtgebiet von Puno, vor allem nachts.

Puno gilt außerdem als Folklore-Hauptstadt Perus. Die lebendige Tradition, die sowohl in Puno als auch auf den Inseln des Titicaca-Sees gepflegt wird, manifestiert sich durch Musik, Tanz und die farbenprächtigen Strickwaren, die übrigens hauptsächlich von Männern hergestellt werden. In dieser typischen Tracht werden Tänze für die Touristen aufgeführt, die jedoch oft etwas aufgesetzt wirken.

Ausflüge von Puno

In Puno starten jeden Tag zahlreiche Ausflugsboote, die Touristen zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Titicaca-See bringen, Peru - © Steffen Foerster / Shutterstock
© Steffen Foerster / Shutterstock

In Puno starten jeden Tag zahlreiche Ausflugsboote, die Touristen zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Titicaca-See bringen – seine Inseln. Landschaftlich attraktiv und gespickt mit volkstümlichen Dörfern und Inka-Ruinen zählen die Isla Taquile, die schwimmenden Islas de los Uros und die Isla del Sol als mythologische Geburtsstätte der Inka zu den meistbesuchten Touristenzielen.

Ihre Bewohner leben zum Teil heute noch wie vor hundert Jahren ohne Strom oder Autos und halten ihre traditionelle Kultur am Leben. Die berühmte Handwerkskunst der Taquileños zählt sogar zum mündlichen und immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Bei Gastfamilien auf den Inseln lässt es sich übrigens sowohl völlig urtümlich, als auch spottbillig essen und übernachten.

BILDER: Titicaca-See

Auch durch das Reserva Nacional del Titicaca können Bootstouren gebucht werden. Das weitläufige Schilfgebiet steht unter Naturschutz und umfasst etwa ein Viertel des Sees. Zahlreiche Wasservögel leben zwischen den Binsen, darunter Andenflamingos, Silberreiher und Inkataucher.

Etwas weiter bis nach Bolivien geht die Reise auf die Halbinsel Copacabana, Namensgeber des berühmtesten Strandes von Rio, und zur faszinierenden Tempelstadt Tiwanaku. Über Land befinden sich etwa 30km entfernt die mystischen Kolla-Grabtürme von Sillustani.