Basilika La Merced in Cusco, Peru

Blick auf den wuchtigen Barock-Turm der Basilika La Merced in der einstigen Königsstadt Cusco, Peru - © flog / franks-travelbox
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Die Basilika La Merced ist nach der Kathedrale von Cusco und der Jesuiten-Kirche die bedeutendste Kirche in der peruanischen Stadt Cusco. Sehenswert sind vor allem ihre wundervollen Gemälde, das hübsche Kloster und der unbezahlbare Kirchenschatz.

Die Basilika La Merced in Cusco ist neben den beiden prachtvollen Kathedralen am Hauptplatz (Kathedrale Santo Domingo und die Jesuiten-Kirche) ein weiteres Parade-Beispiel für Cuscos sakrale Barock-Architektur. Sie thront einen Häuserblock südlich des berühmten Plaza de Armas am Plazoleta Espinar im historischen Stadtkern von Cusco.

BILDER: Basilika La Merced in Cusco

Geschichte von La Merced in Cusco

Der Ursprungsbau der Kathedrale des Mercedarier-Ordens wurde bereits 1539 begonnen, nur drei Jahre nachdem Cusco von den Spaniern erobert wurde, und zählt somit zu den ältesten kolonialen Kirchen der Stadt. Gründungsvater des Klosters war der spanische Mercedarier-Mönche Fra Sebastián de Castañeda, einer der ersten Ordensgeistlichen, der im Zuge der spanischen Eroberungszüge in den Andenraum kam.

Beim schweren Erdbeben von 1650 wurde auch La Merced schwer beschädigt, jedoch innerhalb von 15 Jahren vollständig wiederhergestellt. Im Jahr 1946 wurde die Mercedarier-Kirche von Papst Pius XII. in den Rang einer basilica minor erhoben.

Das Kloster La Merced in Cusco, Peru, ist heute teilweise ein Museum und für Besucher zugänglich - © flog / franks-travelbox
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Besuch von Kirche und Kloster La Merced

Hinter den eindrucksvollen Mauern und dem wuchtigen barocken Glockenturm der Basilika La Merced verbergen sich ein prachtvoll geschmückter Hauptaltar, Gemälde großer indianischer Künstler und ein meisterhaft geschnitztes Chorgestühl aus dunklem Zedernholz.

In der Krypta der Basilika ruhen die Gebeine der spanischen Eroberer Gonzalo Pizzarro und Diego de Almagro. Gerüchteweise soll auch Túpac Amaru, der letzte Inka-Führer, hier bestattet sein.

Links vom Hauptportal gelangt man durch eine Tür in das zugehörige Konvent La Merced. Das Mercedarier-Kloster ist heute teilweise ein Museum und für Besucher zugänglich. Besonders bemerkenswert ist der im Renaissance-Stil gestaltete Innenhof, dessen zentraler, begrünter Brunnen von hübschen Arkaden umrahmt wird.

Der Kreuzgang im Kloster La Merced in Cusco, Peru, ist mit prachtvollen Gemälden und einer kunstvollen Zedernholdecke geschmückt - © flog / franks-travelbox
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Die hohen Wände des Hauptkreuzgangs und den Kapitelsaal des Klosters La Merced schmücken prunkvolle Gemälde von Ignacio Chacón, die das Leben des Ordensgründers Pedro Nolacso darstellen. Hier lohnt sich auch ein Blick nach oben auf die fantastische gearbeitete Zedernholzdecke.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die ehemalige Zelle von Francisco Salamanca. In diesem winzigen Kellerraum lebte der strenggläubige Pater um den Beginn des 18. Jahrhunderts jahrelang und hat die nackten Steinwände mit prachtvollen Fresken geschmückt.

Custodia de la Merced – 22kg Kostbarkeiten

Das kostbarste Stück in der Klosterkirche La Merced ist die „Custodia de la Merced”, eine 130cm hohe Monstranz aus purem, 24karätigem Gold. Das 22kg schwere Prachtstück aus dem 17. Jahrhundert ist mit 1.518 Diamanten, 600 Perlen und unzähligen Rubinen, Smaragden und anderen Edelsteinen geschmückt.

Die wunderschöne glockenförmige Perle, die die Monstranz krönt, soll die zweitgrößte Perle der Welt sein. Sie wird in der Sakristei aufbewahrt, die als kleines Museum mit religiöser Kunst besichtigt werden kann.