Palacio de La Moneda in Santiago de Chile, Chile

Der La Moneda Palast in Santiago de Chile - © gary yim / Shutterstock
© gary yim / Shutterstock

Der prachtvolle Palacio de La Moneda in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile war früher eine Münzprägeanstalt und ist jetzt Sitz der chilenischen Regierung.

Der Palacio de La Moneda liegt im Verwaltungsviertel der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. 1784 wurde mit seinem Bau begonnen, doch ursprünglich war er nicht als Palast gedacht, sondern als Prägeanstalt für Münzen („la moneda” = dt. „die Münze”), die im Jahr 1805 eröffnet wurde. Entworfen wurde das Gebäude vom italienischen Architekten Joaquin Toesca, der auch an mehreren anderen Bauwerken in Chile arbeitete.

Bis 1929 wurden in La Moneda Münzen produziert, allerdings wurde das Gebäude schon im Jahr 1845 der Sitz des chilenischen Präsidenten und dessen Regierung, die zuvor im Palacio de la Real Audiencia am Plaza de Armas tagte. Seit 1858 residiert der Präsident nicht mehr dort, der Palast ist aber nach wie vor der Sitz der Regierung und beherbergt auch die Büros von drei Kabinettsministern.

Wachablöse vor dem Palacio de La Moneda

Vor dem Palast befindet sich die Plaza de la Constitución, die 1930 errichtet wurde. Um den Palast herum wurden einige wunderschöne Parks angelegt, in denen man sich allerdings auf keinen Fall ins Gras setzen sollte, denn das ist dort streng verboten.

An allen Tagen mit ungeradem Datum findet vor dem Palast eine aufwändige Wachablöse statt, die von der Militärmusikkapelle begleitet wird. Der Palast wird generell gut bewacht, allerdings nicht von Soldaten, sondern von Polizisten. An Wochentagen kann man die prachtvoll gestalteten Innenräume des Palastes besichtigen.

Der Palast wurde im Jahr 1973 weltberühmt

Der Palacio de La Moneda ist vor allem auch für seinen Militärputsch im Jahr 1973 weltberühmt. Damals wurde der amtierende Präsident, Salvador Allende, gestürzt und der Diktator Augustin Pinochet kam an die Macht. Der Palast wurde dabei durch einen Bombenangriff schwer beschädigt, deren Spuren noch jahrelang sichtbar waren.

Salvador Allande, der sich in seinem Büro verschanzt hatte, hielt über das Radio noch eine leidenschaftliche Rede an sein Volk, bevor er sich selbst das Leben nahm. Der Selbstmord erschien ihm verglichen mit einer Festnahme durch Pinochet wohl als die bessere Alternative. Heute erinnert eine Statue auf der Plaza de la Constitución an seine Zeit als Präsident und an sein tragisches Ende. Wer sich übrigens genauer über die furchtbare Zeit der Militärdiktatur informieren möchte, sollte das Museum für Erinnerung und Menschenrechte besuchen.