Lagune Chaxa, Chile

Laguna Chaxa im Naturreservat Reserva Nacional Los Flamencos im Norden von Chile - © Nataliya Hora / Fotolia
© Nataliya Hora / Fotolia

Die Lagune Chaxa ist ein Salzsee im Norden Chiles, der aufgrund des mineralhaltigen Wassers ein farbenfrohes Schauspiel darbietet. Ornithologen schätzen vor allem die Anziehungskraft der salzigen Lagune auf Flamingos.

Die Lagune Chaxa liegt im Norden Chiles etwa 50 Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt im Naturreservat Reserva Nacional Los Flamencos. Es handelt sich dabei um eine salzige Lagune, die aus vielen unterirdischen Quellen gespeist wird. Gäbe es diese unterirdischen Wasseradern nicht, würde die Lagune schlichtweg austrocknen, denn auf Regen wartet man in dieser Gegend Chiles vergeblich.

Dadurch, dass das unterirdische Wasser ständig Mineralien und Salze aus dem Vulkangestein löst, verdunstet das Wasser nicht, der Salz- und Mineraliengehalt steigen aber ständig an. Salz, Wasser und die Wüstentemperaturen formten die bizarre Landschaft der Laguna da Chaxa zu einem unwirklichen Meer aus blau schimmernden Pfützen und weiß glänzenden Salzkristallen. Die Straße, die zur Laguna de Chaxa führt, besteht auf den letzten Kilometern ausschließlich aus Salz.

Unzählige Flamingos an der Lagune Chaxa

Zum perfekten Fotomotiv tragen noch die farbenprächtigen Flamingos bei, die sich in diesen Umweltbedingungen wohlfühlen. Etwa 200 der lachsfarbenen Tiere tummeln sich um die salzigen Wasserlöcher. Sie ernähren sich hauptsächlich von Krill, kleinen garnelenartigen Wesen, die sie aus dem salzigen Wasser fischen. Flamingos sind allerdings sehr scheu, wer sie also beobachten oder fotografieren möchte, sollte sich frühmorgens auf den Weg zur Lagune machen, um ein paar ungestörte Minuten mit den eleganten Vögeln verbringen zu können, bevor die anderen Touristengruppen kommen und die Flamingos dadurch verscheucht werden.

Auf einem befestigten Rundweg, der die Lagune in zwei Hälften teilt, kann man gegen Aufpreis eine Vielzahl an verschiedenen, teils offenen, teils geschlossenen Salzblasen besichtigen. Dazwischen kann man hin und wieder einen Blick auf eine der Eidechsen erhaschen, die sich zwischen den Salzplatten verstecken. Vom Rundweg aus hat man auch einen idealen Blick auf die unter der Wasseroberfläche der Lagune liegenden Uferwände, die aufgrund der Ablagerungen von vielen verschiedenen Salzkristallen und Mineralien in allen Farben des Regenbogens schimmern.

In dieser Gegend gibt es auch einen Vulkan, den Lasarvulkan, dessen letzter Ausbruch im Jahr 1993 auf einem großen Panoramafoto festgehalten ist. Der Ausbruch dauerte damals 36 Stunden, wobei die Asche aufgrund des starken Westwindes sogar bis nach Brasilien gelangte.