Cerro San Cristóbal in Santiago de Chile, Chile

Mit seiner fantastischen Aussicht vom Gipfel und zahlreichen anderen Attraktionen zählt der Cerro San Cristóbal zu den Top 5 Attraktionen von Santiago de Chile - © Mizzick / Shutterstock
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Mit seiner fantastischen Aussicht vom Gipfel und zahlreichen anderen Attraktionen zählt der Cerro San Cristóbal zu den Top 5 Attraktionen von Santiago de Chile.

Neben dem Cerro Santa Lucia ist der 880m hohe Cerro San Cristóbal der zweite Hügel im Stadtgebiet von Santiago de Chile, dessen grüne Idylle Zuflucht von Hektik und Lärm der Hauptstadt Chiles verspricht. Er wird in vielen Tourismus-Broschüren als eine der Top 5 Sehenswürdigkeiten von Santiago de Chile genannt und das völlig zu Recht. Denn der „Berg der Attraktionen“, der auch Teil des vielfältigen Parque Metropolitano von Santiago ist, hat tatsächlich eine Menge zu bieten.

Anreise auf den Cerro San Cristóbal

Der Gipfel des Cerro San Cristóbal ist bei Touristen und Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel und kann entweder über einen rund 45minütigen Fußweg, über eine Mautstraße mit dem Auto bzw. Fahrrad oder über zwei Seilbahnen erreicht werden. Die Seilbahn startet in Pedro de Valdivia Norte und hält unter anderem beim öffentlichen Tupawe Pool. Die historische Standseilbahn, die als Nationales Denkmal von Chile gilt, startet im hippen Stadtviertel Barrio Bellavista und führt unter anderem zum Zoo von Santiago.

Cerro San Cristóbal – Berg der Attraktionen

Als Teil des Parque Metropolitano wird die „Grüne Lunge Santiagos“ vor allem als Naherholungsgebiet genutzt, um Lärm und Hektik des Stadtzentrums zu entfliehen. Im Labyrinth der schattigen Spazierwege kann ohne Probleme ein ganzer Tag verbracht werden, ohne dass Langeweile aufkommt. Die vielfältigen Freizeitangebote auf dem Cerro San Cristóbal reichen von Wanderwegen zu Sehenswürdigkeiten über den chilenischen Zoo und Botanische Gärten bis zu Swimming Pools und Aussichtsplattformen.

Das Aushängeschild des Cerro San Cristóbal in Santiago de Chile ist die 14m hohe Marienstatue der Unbefleckten Empfängnis - © Papa Bravo / Shutterstock
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Kapelle und Marienstatue auf dem Cerro San Cristóbal

Das Aushängeschild des Cerro San Cristóbal ist die 14m hohe Marienstatue der Unbefleckten Empfängnis, die sich an der Endstation der Seilbahn befindet. Auf der Terraza Bellavista lädt ein gemütliches Café zum Verweilen ein. Der Rundumblick bis auf die schneebedeckten Gipfel der Anden und der Cordillera de la Costa ist absolut fantastisch! In der Nacht strahlt die hell erleuchtete Statue über ganz Santiago.

Tipp: Den besten Weitblick bietet der Cerro San Cristóbal nach einem Regenschauer, doch sogar an nebligen Wintertagen zahlt sich ein Besuch der Marienstatue aus!

Der schneeweißen Marienstatue zu Füßen befindet sich eine kleine katholische Kapelle mit Bänken unter freiem Himmel, wo sich Menschen zum Beten oder Meditieren treffen. Im April 1987 hielt Papst Johannes Paul II hier eine Messe und segnete die Stadt. Die Einweihung von Kapelle und Statue erfolgte am 26. April 1908, zuvor stand hier nur ein großes Holzkreuz.

Die Einweihung von Kapelle und Statue auf dem Cerro San Cristóbal in Santiago de Chile erfolgte am 26. April 1908 - © byvalet / Shutterstock
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Zoo von Santiago de Chile

Am Fuß des Cerro San Cristóbal liegt der 1925 eröffnete Zoo von Chile. Auf einer Fläche von knapp 5 Hektar beherbergt er rund 160 verschiedene Spezies. Neben den klassischen Zootieren wie Elefanten, Eisbären, Löwen, Kängurus und Giraffen ist natürlich auch die chilenische Tierwelt vertreten, darunter auch einige gefährdete Arten, wie zum Beispiel der hasengroße Pudu, die kleinste Hirschart der Welt. Lamas, Guanacos, Nandus, Kondore, Humboldt-Pinguine und der Darwin-Frosch sind die berühmtesten Vertreter der heimischen Fauna.

Botanischer Garten Mapulemu

Der rund 4,5 Hektar große Mapulemu Garten legt seinen Fokus auf die Pflanzenwelt Chiles. Der Name des ursprünglichen Steinbruchs bedeutet “Wald der Erde”. Seine Hänge, Täler und Ebenen bieten hervorragende Voraussetzungen für die Kultivierung einer großen Artenvielfalt der chilenischen Flora, die auf Schildern und Lehrpfaden erklärt wird. Ein Heilkräutergarten und ein natürlicher Wasserfall, der sich in einen Ententeich ergießt, sind weitere Attraktionen im Mapulemu Garten.

Tipp: Mit Kindern sollte unbedingt der 2012 errichtete Plaza de Juegos Infantiles besucht werden. Der wunderschöne Spielplatz bietet mit Baumhäusern, Rutschen, Schaukeln, Klettergerüsten und einem interaktiven Springbrunnen alles, was das Kinderherz begehrt.

Transformation des Cerro San Cristóbal zur städtischen Parkanlage

Im Gegensatz zum Cerro Santa Lucia wurde der Christophorus Hügel im Stadtteil Bellavista nicht als Wachturm, sondern als Observatorium genutzt. Der Vorgängerbau des heutigen Manuel Foster Observatory wurde dort im Jahr 1903 errichtet. Von den Ureinwohnern wurde der Cerro San Cristóbal „Tupawe“ (Ort Gottes“) genannt. Seinen heutigen Namen nach dem Hl. Christophorus erhielt Santiagos Hausberg von den spanischen Eroberern.

Die Idee, den Hügel in eine Parkanlage zu verwandeln, entstand im Jahr 1916. Ein Jahr später folgte das Gesetz, welches den damaligen Präsidenten Juan Luis Sanfuentes zur Umsetzung des Projektes berechtigte. Finanziert wurde der Stadtpark durch Spenden und zwischen 1921 und 1927 wurde der Cerro San Cristóbal landschaftlich umgestaltet und für Besucher zugänglich gemacht. Im Zuge dessen entstand auch der gewaltige Parque Metropolitano, der heute zu den größten Stadtparks der Welt zählt.

Mit seiner fantastischen Aussicht vom Gipfel und dem öffentlichen Pool ist der Cerro San Cristóbal heute eines der beliebtesten Tagesausflugsziele von Santiago de Chile.

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