Palácio da Alvorado in Brasilia, Brasilien

Der Alvorada Palace ist die Residenz des brasilianischen Präsidenten und liegt direkt am Ufer des Lake Paraná in Brasilia, Brasilien - © gary yim / Shutterstock
© gary yim / Shutterstock

Der imposante Palácio da Alvorado in Brasilia ist der Wohnsitz des amtierenden Präsidenten von Brasilien. Über seine prachtvolle Innenausstattung kann man nur lesen, der Palast ist für Besucher gesperrt.

Der Palácio da Alvorada in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ist der offizielle Wohnsitz des Präsidenten von Brasilien. Er befindet sich auf einer Halbinsel im Paranoá-See und zählt zum historischen Nationalerbe Brasiliens.

Wie so viele Gebäude in Brasilien wurde auch der Palácio da Alvorada von Oscar Niemeyer entworfen. Im Stil der Moderne schuf der berühmte brasilianische Architekt eine prachtvolle Komposition aus schneeweißem Marmor, Glas und Wasser. 1958 war der Bau des Palastes abgeschlossen, zwei Jahre vor der offiziellen „Eröffnung” von Brasilia. Seit Juscelino Kubitschek, dem Begründer Brasilias, wird der Palácio da Alvorada als präsidialer Palast genutzt.

Ursprünglich hieß das futuristisch anmutende Gebäude einfach nur „Präsidentenpalast”. Nach einem Zitat seines ersten Bewohners, Juscelino Kubitschek, der die Errichtung von Brasilia als neue Hauptstadt als den Sonnenaufgang Brasiliens bezeichnete, erhielt der Palast seinen heutigen Namen: „Palácio da Alvorada”, „Palast des Sonnenaufgangs”.

Der Palácio da Alvorada wurde rasch zum Symbol einer neuen architektonischen Bewegung in Brasilien und einem Sinnbild für Bewegung und Fortschritt – sowohl kulturell als auch technisch. Die markanten Säulen des Palácio da Alvorada sind im Wappen von Brasilia wieder zu finden.

Ausstattung des Palácio da Alvorada

Der Palácio da Alvorada umfasst eine Fläche von 7.000m2 und beherbergt auf drei Stöcken neben den Privaträumlichkeiten des Präsidenten ein Kino, eine Bibliothek mit über 3.400 Büchern verschiedenster literarischer Bereiche, Verwaltungsräumlichkeiten und eine eigene medizinische Versorgung. Die öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten liegen im Erdgeschoß.

Die Eingangshalle, das Wartezimmer, der Musikraum und das Staatszimmer sind mit prachtvollen Gemälden und Skulpturen namhafter Künstler, wie Alfredo Ceschiatti und Victor Brecheret, geschmückt und mit sowohl zeitgenössischem als auch antikem Mobiliar versehen. In der Bibliothek hängen drei wunderschöne gerahmte historische Landkarten. Die Dekoration des Bankett-Zimmers übernahm übrigens Niemeyers Gattin Anna Maria.

72 Bedienstete sorgen rund um die Uhr für das Wohl und die Sicherheit des brasilianischen Präsidenten.

Im Jahr 2004 ordnete Marisa Leticia Lula da Silva, die Frau des damaligen Präsidenten Luiz Inácio “Lula” da Silva, eine umfassende Renovierung an von den Böden über das Mobiliar bis hin zu den elektrischen Leitungen und der Klimaanlage. Diese dauerte zwei Jahre und kostete über 18 Millionen Dollar.

Sperrzone für Touristen

Der Palácio da Alvorada kann leider nicht besichtigt werden. Näher als zum 300m entfernten Parkplatz kommt man als „normaler Besucher” auch nicht an das Gebäude heran. Von dort kann man allerdings Fotos von der imposanten Außenfassade schießen.

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