Valle de la Luna (Mondtal) bei La Paz, Bolivien

Die bizarren Felsformationen im Mondtal bei La Paz, Bolivien, wurden im Lauf der Jahrmillionen durch Regen und Wind geformt - © flog / franks-travelbox
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Im Valle de la Luna (Mondtal) bei La Paz im Westen Boliviens hat das Gestein der Berge im Lauf der Jahrmillionen Wind und Wetter unterschiedlichen Widerstand entgegengesetzt und eine wahre Mondlandschaft geformt.

Das spektakuläre Valle de la Luna liegt im Westen von Bolivien, nur 10km vom Regierungssitz La Paz entfernt. Das erstaunliche „Mondtal” ist am besten mit dem Taxi zu erreichen und macht seinem Namen tatsächlich alle Ehre.

BILDER: Mondtal bei La Paz

Bei den Einheimischen heißt das Tal schlicht und einfach Rio Abajp, „flussabwärts”, erst die Touristikmanager und Reiseführer haben der Region ihre außerirdische Bezeichnung gegeben.

Im Hintergrund des Mondtals bei La Paz ragt der Muela del Diablo (Backenzahn des Teufels) in den Himmel, Bolivien - © flog / franks-travelbox
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Im Lauf der Jahrmillionen haben Erosion, Wind und starke Regenfälle die Erde im Valle de la Luna abgetragen und bizarre Felsgebilde zum Vorschein gebracht. Und so besteht das Mondtal heute aus tausenden tönern anmutenden Türmen, Säulen, Felsspalten, Graten, Löchern und Steinpyramiden in grauer, brauner oder beiger Farbe. Die unterschiedlichen Farbschichten werden durch die verschiedenen Mineralien geschaffen, die sich in den Felsen der Berge enthalten sind. An manchen Stellen sind sogar Schattierungen in kräftigem Rot oder dunklem Violett zu erkennen.

Die spärliche Vegetation zwischen den unzähligen Kratern unterstreicht noch den Eindruck von Lebensfeindlichkeit im Valle de la Luna. Die Landschaft im Mondtal verändert sich immer noch weiter. Türme fallen um, Höhlen stürzen ein und neuer Schutt wird von den Bergen gespült – ein faszinierender Spielplatz für die Naturgewalten. Nach der Regenzeit von Jänner bis März erscheint das Valle de la Luna oft in einem neuen Gesicht.

Nach der Regenzeit von Jänner bis März erscheint das Valle de la Luna oft in einem neuen Gesicht, Bolivien - © flog / franks-travelbox
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Die eindrucksvollen Steingebilde im Mondtal bei La Paz können auf einem beschilderten Fußweg erkundet werden, der bei trockenem Wetter gut begehbar ist – festes Schuhwerk ist aufgrund des scharfkantigen Untergrundes zwischen den Felsnadeln sehr zu empfehlen.

Tipp: Wer das Mondtal noch in seiner ursprünglichen wilden Schönheit erleben möchte, sollte ihm bald einen Besuch abstatten. Die Siedlungen um die Region drängen immer dichter ins Valle de la Luna und wer weiß, wie lange die bizarren Felsformationen dem Besiedlungsdruck noch standhalten.

Cañón de Palca

Weniger besucht aber fast ebenso spektakulär wie das Mondtal ist der Cañón del Huaricunca, auch Cañón de Palca genannt. Richtung Ventilla erreicht man das Dorf Huni, von wo aus eine 8km lange Wanderung auf einer Inka-Straße bis nach Palca beginnt. Von dort aus fällt der Blick in die eindrucksvolle Schlucht. Die Ortschaften Huni und Palca sind auch mit Bussen zu erreichen.

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