Kloster San Francisco in Potosí, Bolivien

Eine Führung durch das Kloster San Francisco führt auch auf das Dach, wo Potosí den Besuchern zu Füßen liegt, Bolivien - © Daria Zagraba Tam Wroce / Shutterstock
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Das San Francisco Kloster wurde im Jahr 1547 von Bruder Gaspar de Valverde als erstes Kloster Boliviens gegründet und ist heute eines der interessantesten Gotteshäuser der Minenstadt Potosí.

Die dreischiffige Kirche mit den neun Kuppeln wurde 1726 geweiht, nachdem die alte 1707 zerstört wurde. Die herrlichen Steinmetzarbeiten am Hauptportal stammen vom Künstler Sebastian de la Cruz aus Potosí.

Für Besucher zugänglich sind die reich dekorierte Klosterkirche und die Klosterräumlichkeiten mit den Zellen, Gebets- und Aufenthaltsräumen der Mönche. Das Interieur der von außen eher unscheinbaren San Francisco Kirche übertrifft mit seinem aufwändigen Dekor sogar fast noch die Kathedrale von Potosí.

Den Rundgang durch das Kloster begleitet eine Serie von 25 Gemälden, auf denen der Künstler Gregorio Gamarra Szenen aus dem Leben des Franz von Assisi verewigt hatte. Ebenfalls einen genauen Blick verdient die Capilla de la Dolorosa, die über und über mit feinsten Steinmetzarbeiten verkleidet ist.

Das Kloster San Francisco ist das älteste Kloster von Bolivien und bietet auch ein Museum und eine grandiose Aussicht über Potosí - © Adwo / Shutterstock
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Besuch des Klosters San Francisco

Eine Führung durch das Kloster San Francisco dauert eine knappe Stunde und wird auf Anfrage auch in englischer Sprache angeboten. Neben Kirche und Kloster werden auch die Katakomben, in denen menschliche Gebeine verwahrt sind, im Zuge der Führung besichtigt. Wer genau hinhört, hört hinter den unzähligen Knochen und Schädeln das Rauschen eines unterirdischen Flusses, der ganz in der Nähe vorbeifließt.

Das Ende der Tour bildet ein Besuch im Museum für religiöse Kunst, welches unter anderem auch mehrere Gemälde der Potosí-Schule enthält. Das war jedoch noch nicht der krönende Abschluss, denn die letzte Station im San Francisco Kloster führt auf das Dach des Gebäudes, wo Potosí den Besuchern zu Füßen liegt.