Kathedrale San Luis in Potosí, Bolivien

Die gewaltige Kathedrale San Luis dominiert mit ihren wuchtigen Glockentürmen das Stadtbild und bietet einen herrlichen Ausblick über Potosí, Bolivien - © Daria Zagraba Tam Wroce / Shutterstock
© Daria Zagraba Tam Wroce / Shutterstock

Die gewaltige Kathedrale San Luis am Plaza 10 de Noviembre dominiert mit ihren wuchtigen Glockentürmen das Stadtbild und bietet einen herrlichen Ausblick über Potosí.

Umringt von den schönsten Kolonialbauten in Potosí dominiert die prächtige Kathedrale den Plaza 10 de Noviembre, den Hauptplatz der Stadt. Das gewaltige Gotteshaus wird als eine der bemerkenswertesten Kolonialbarock-Bauten von Lateinamerika betrachtet.

Die erste Kirche von Potosí wurde bereits um 1600 vollendet und überdauerte bis ins 19. Jahrhundert. 1807 stürzte sie nahezu völlig in sich zusammen. Nach Plänen des Architekten Manuel de Fray Sanahuja wurde die jetzige Kirche von 1809 bis 1839 gebaut. Sie ist heute ein eindrucksvolles Beispiel des kolonialen Barock, bei dem schon erste klassizistische Einflüsse sichtbar sind.

Die steinerne Fassade mit ihren blattumrankten Säulen und Skulpturen ist ein Meisterwerk für sich. Das kunstvoll geschmückte Eingangsportal wird von zwei wuchtigen Glockentürmen flankiert, die hoch über die Dächer von Potosí hinausragen.

Besichtigung der Kathedrale von Potosí

Die Innenausstattung der einschiffigen San Luis Kathedrale ist überraschend modern. Ein von hellen Säulen gesäumter Gang führt unter kunstvollen Deckenmalereien an einer prächtigen Kanzel vorbei zum Hauptaltar, dessen Blattgold-Verzierungen im Sonnenlicht glänzen. Bemerkenswert sind auch die Reliefs der Himmelfahrt und der Krönung der Jungfrau Maria in der Taufkapelle.

Vor allem sehenswert ist jedoch die Aussicht vom Glockenturm der Kathedrale. Die gesamte Stadt breitet sich hier zu Füßen des Besuchers aus, der Blick fällt über die ziegelroten Dächer bis zum Cerro del Potosí mit seinen berühmten Silberminen.