Iglesia La Merced in Sucre, Bolivien

Die Iglesia La Merced im Zentrum von Sucre, Bolivien, entstand im 16. Jahrhundert - © saiko3p / Shutterstock
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Die Iglesia La Merced im Zentrum von Sucre entstand im 16. Jahrhundert und beherbergt mit meisterhaften Gemälden und prunkvollem Barock-Schmuck einen der schönsten Altarräume von Sucre.

Nur zwei Blocks südwestlich vom Plaza 25 de Mayo, gleich neben dem Kloster San Felipe de Neri, liegt die schneeweiße Iglesia La Merced. Die dreischiffige Kathedrale wurde von 1581 bis 1630 errichtet und ist der Heiligen Jungfrau der Barmherzigkeit geweiht.

Der Mercedarier-Orden verließ Sucre im Jahr 1826, um sich in Cusco in Peru anzusiedeln, dennoch blieb die Kirche über die Jahrhunderte hinweg bestehen. Vom Glockenturm der Iglesia La Merced offenbart sich ein atemberaubender Blick über die „weiße Stadt“.

Der schönste Altarraum von Sucre?

Hinter den strahlend weißen Mauern der Iglesia La Merced verbirgt sich einer der schönsten Altarräume von Sucre, Bolivien - © Matyas Rehak / Shutterstock
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Hinter den strahlend weißen Mauern der Iglesia La Merced verbirgt sich einer der schönsten Altarräume aller Kirchen von Sucre. Ebenso wie auf ihrer Fassade dominieren auch in ihrem Inneren helle Farben, die dem Interieur eine majestätische Eleganz verleihen.

Bei genauerer Betrachtung fallen die meisterhaften Gemälde auf, die vom weithin bekannten Barockmaler Melchor Pérez Holguin aus Cochabamba geschaffen wurden. Besonders bemerkenswert unter den 16 Werken sind „Die Geburt Jesu“ und „Die Geburt der Maria“. Auch der Künstler selbst hat sich in der Kirche verewigt. In seinem Selbstporträt entsteigt er soeben dem Fegefeuer.

Der hoch aufragende Hauptaltar ist mit Zedernholz-Schnitzereien und Blattgold geschmückt. Die hölzerne Kanzel trägt ebenso den für barocke Kirchen typisch aufwändigen Goldschmuck. Ebenso wie der linke Seitenaltar soll auch sie vom indischen Künstler Luis Niño gefertigt worden sein.