Naturwissenschaftliches Museum (MACN) in Buenos Aires, Argentinien

Als eines der größten Naturkundemuseen des Landes präsentiert das MACN in Buenos Aires Exponate aus Argentinien und der Antarktis - © Ilyshev Dmitry / Shutterstock
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Als eines der größten Naturkundemuseen Argentiniens präsentiert das MACN in Buenos Aires Exponate aus dem eigenen Land und der Antarktis, darunter eine umfangreiche Sammlung an Dinosauriern.

Das Naturwissenschaftliche Museum in Buenos Aires, mit vollem Namen „Museo Argentino de Ciencias Naturales Bernardino Rivadavia“, ist neben dem Museum in La Plata das größte und bedeutendste Naturkundemuseum von Argentinien.

Entstehung des Naturkundemuseums von Buenos Aires

Das Museo Argentino de Ciencias Naturales, kurz MACN, wurde 1826 auf Initiative des ersten argentinischen Präsidenten Bernardino Rivadavia in einem einstigen Dominikaner-Kloster eröffnet. An seinen Gründervater erinnert der vollständige Name des Museums bis heute. Bereits damals verfügte das Museum über eine umfangreiche Sammlung von 800 Tierarten und rund 1.500 verschiedene Mineralien.

1854 wurde das Museum nach einer mühsamen Übergangszeit in kleinen Räumen in der ehemaligen Jesuiten-Akademie untergebracht, nachdem das Kloster im Jahr 1835 wieder an die Dominikaner-Mönche ging. Direktor war damals der deutsche Zoologe Hermann Burmeister. Mit dem Besuch des berühmten Forschers Alexander von Humboldt und seiner ständig wachsenden Sammlung erlebte das Museum in Zusammenarbeit mit der Universität von Buenos Aires und der Akademie für Naturwissenschaften in Cordoba einen bedeutenden Aufschwung. In den 1920er- und 1940er-Jahren wurden neue Gebäude für Ausstellungen und Forschung errichtet.

Sammlungen im MACN

In 13 Ausstellungshallen werden naturwissenschaftliche Exponate verschiedenster Epochen aus dem ganzen Land, sowie aus der Antarktis ausgestellt, wo Argentinien an mehreren Forschungsprojekten mitwirkte. Erklärungen zu den einzelnen Objekten sind allerdings nur in spanischer Sprache verfügbar.

Dinosaurierknochen und Meteoriten zählen zu den größten Schätzen des Naturkundemuseums von Buenos Aires. 1864 kam die paläontologische Sammlung hinzu, die dank zahlreichen urzeitlichen Funden in Argentinien rasch wuchs. Vor allem für Säugetier-Fossilien aus dem Tertiär ist das Land in Fachkreisen weltweit bekannt.

Neben den zoologischen, mineralogischen und botanischen Sammlungen sind im MACN auch eine Wetterstation und ein Labor für physikalische Versuche eingerichtet. Auch das erste Observatorium Argentiniens, sowie ein Aquarium, eine Bibliothek und eine Kunstgalerie sind Teil des Naturwissenschaftlichen Museums.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des MACN in Buenos Aires (spanisch)