El Escorial in San Lorenzo, Spanien

Die Königsresidenz El Escorial befindet sich in der Stadt San Lorenzo de El Escorial und beinhaltet eine prunkvolle Basilika, eine fantastische Kunstgalerie und eine umfassende Bibliothek, Spanien © Boris Toshev / Shutterstock

Die klösterliche Königsresidenz El Escorial im Großraum Madrid aus dem 16. Jahrhundert beinhaltet eine prunkvolle Basilika, eine fantastische Kunstgalerie und eine umfassende Bibliothek.


Die klösterliche Königsresidenz El Escorial befindet sich in der Stadt San Lorenzo de El Escorial etwa 50km nordwestlich der spanischen Hauptstadt Madrid. Seit 1984 zählt der imposante Palast zum Weltkulturerbe der UNESCO.

El Escorial in San Lorenzo

Die imposante Anlage des El Escorial in San Lorenzo umfasst nicht nur den Palast und die Basilika, sondern auch ein Kloster, Grabstätten, eine Schule, ein Museum und eine Bibliothek, Spanien
Der Palast El Escorial wurde im 16. Jahrhundert vom spanischen König Phillip II. errichtet und war bis 1861 Sitz der spanischen Könige, San Lorenzo, Spanien
König Phillip II. pries mit dem Bau des El Escorial in San Lorenzo den Sieg der Spanier gegen die Franzosen und erfüllte den Wunsch seines Vaters nach einem prachtvollen Begräbnispalast, Spanien
Seit 1984 zählt der imposante Palast El Escorial in San Lorenzo Spanien, zum Weltkulturerbe der UNESCO
Die Königsresidenz El Escorial befindet sich in der Stadt San Lorenzo de El Escorial und beinhaltet eine prunkvolle Basilika, eine fantastische Kunstgalerie und eine umfassende Bibliothek, Spanien
In der monumentalen Basilika in El Escorial in San Lorenzo, Spanien, ruhen die Gebeine des spanischen Königs Karl V.
Die Bibliotéca de Impresos im El Escorial in San Lorenzo, Spanien enthält mehrere Zehntausend Bücher und Handschriften
Fresken im Museum des königlichen Palastes El Escorial in San Lorenzo, Spanien
Der berühmte Innenhof "Patio de los Mascarones" im Palast El Escorial in San Lorenzo, Spanien
Der Palast El Escorial in San Lorenzo, Spanien, wird von einem prächtigen Renaissance-Garten umgeben
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Geschichte von El Escorial

El Escorial wurde im 16. Jahrhundert vom spanischen König Phillip II. erbaut. Einerseits wollte man mit dem Bauwerk den Sieg der Spanier gegen die Franzosen preisen, andererseits erfüllte Phillip damit den Wunsch seines Vaters, Kaiser Karls V. Dieser wünschte sich einen prachtvollen königlichen Begräbnispalast mit einer Kirche, die dem heiligen Märtyrer Laurentius geweiht ist. Die Gebeine Karls V. wurden später auch in dieser Kirche bestattet.

Bei der Auswahl des für den Palast passenden Ortes verließ sich der spanische König auf die Hilfe von Astrologen. Errichtet wurden jedoch nicht nur ein monumentaler Palast und eine eindrucksvolle Basilika. Die imposante Anlage umfasst noch dazu ein Kloster, Grabstätten, eine Schule, ein Museum und eine Bibliothek.

In der monumentalen Basilika in El Escorial in San Lorenzo, Spanien, ruhen die Gebeine des spanischen Königs Karl V. © canadastock / Shutterstock

Obwohl Teile des Palastes sowie auch die Kirche reich verziert und aufwendig gestaltet sind, verzichtete Phillip in seinen eigenen Privaträumen auf jeglichen Luxus. Aufgrund seiner strengen Religiosität ließ er seine Gemächer schlicht und ohne jeden Prunk gestalten.

Phillip und seine Nachfolger herrschten im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert über Spanien. Phillip nutzten de prächtigen Palast El Escorial 14 Jahre lang, bis zu seinem Tod, als Residenz. Seine Nachkommen nutzten die Anlage allerdings kaum mehr; ihnen waren die königlichen Privatgemächer wohl zu einfach gehalten. Karl III. ließ sich schließlich in der Nähe von El Escorial ein neues Schloss im maurischen Stil, die Casita del Principe, erbauen. Seit 1861 ist El Escorial keine königliche Residenz mehr.

El Escorial heute - eindrucksvolles Museum

Die enorme Größe der Anlage zeigt sich deutlich in der Gesamtlänge der Flure, die in Summe in etwa 16 Kilometer messen. Die rund 1.250 Türen führen die Besucher unter anderem in einen unterirdischen achteckigen Kuppelsaal, in dem die Gebeine von fast allen spanischen Königen und Königinnen in Marmorsärgen ruhen. Dahinter sind in einem Gang die Särge der Prinzen und Prinzessinnen aufgereiht. Im Untergeschoss befindet sich auch ein Architekturmuseum, in dem der Aufbau der Anlage erklärt und die dazu benötigten Werkzeuge ausgestellt sind.

Der berühmte Innenhof "Patio de los Mascarones" im Palast El Escorial in San Lorenzo, Spanien © canadastock / Shutterstock

El Escorial punktet vor allem auch bei kunstinteressierten Besuchern. Neben einer Pinakothek mit Gemälden weltbekannter Künstler, unter anderem von Dürer, Tizian und Tintoretto, können im Bourbonentrakt die Repräsentationsräume Karls IV mit kostbaren Möbeln, Wandteppichen und weiteren Gemälden bestaunt werden.

Im über 50 Meter langen „Schlachtensaal" ließ Phillip die wichtigsten Schlachten der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens durch die Christen und der Zurückdrängung der Mauren, auf Gemälden verewigen. Auch auf Leinwand gebannte Erinnerungen an Phillips eigene Siege fehlen hier nicht.

Die Bibliotéca de Impresos im El Escorial in San Lorenzo, Spanien enthält mehrere Zehntausend Bücher und Handschriften © Adriaan Thomas Snaaijer / Shutte

Wer sich ruhiges Lesevergnügen dem Anblick blutiger Schlachten vorzieht, ist in der Bibliotéca de Impresos im ersten Stock des Nordwestflügels bestens aufgehoben. Sie enthält mehrere Zehntausend Bücher und Handschriften, unter anderem von der katholischen Heiligen Theresa von Avila.

Als krönender Abschluss des Besuchs im El Escorial bietet sich ein entspannender Spaziergang durch die weitläufigen Alleen und Prinzengärten oder durch den idyllischen Mönchsgarten an.


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