Badshahi Moschee in Lahore, Pakistan

Die Badshahi Moschee beeindruckt durch ihre gewaltigen Ausmaße und durch ihre kunstvolle Fassade aus blutrotem Sandstein und schneeweißem Marmor, Lahore, Pakistan © Tanzeel Rehman / Fotolia

Die Badshahi Moschee in der pakistanischen Stadt Lahore ist die zweitgrößte Moschee Pakistans. Sie beeindruckt vor allem durch ihre gewaltigen Ausmaße und durch ihre kunstvolle Fassade aus blutrotem Sandstein und schneeweißem Marmor.


Die Badshahi Moschee („Kaiserliche Moschee") befindet sich in der pakistanischen Stadt Lahore und ist nach der Shah Faisal Moschee in Islamabad die zweitgrößte Moschee Pakistans. Bis zu ihrer Errichtung im Jahr 1986 war sie die größte Moschee der Welt. Die Badshahi Masjid erhebt sich auf einer erhöhten Plattform in der Altstadt von Lahore genau gegenüber der nicht weniger eindrucksvollen Festung von Lahore. Sie gilt als einer der architektonisch wichtigsten Sakralbauten der Mogulzeit. Seit 1993 steht die Badshashi Moschee auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Ein Besucher spaziert durch einen Torbogen mit wundervollen Verzierungen in der Badshahi Moschee in Pakistan © lichtmeister / Fotolia

Die Badshahi Moschee wurde im Jahr 1673 auf Geheiß des sechsten Mogulkaisers Aurangzeb nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Von ihrer Struktur her erinnert sie stark an die kleinere Jama Masjid in Delhi, die größte Moschee Indiens. Genau wie bei der Jama Masjid wird auch das Erscheinungsbild der Badshashi Moschee von einem mächtigen Eingangsportal, einem so genannten Iwan, drei hellen Zwiebeltürmen und vier achteckigen Minaretten dominiert. Die eindrucksvolle Fassade besteht aus blutrotem Sandstein und ist mit weißem Marmor verziert.

Seitenhieb: Aurangzeb war der Sohn des Großmoguls Shah Jahan, der Erbauer des Taj Mahals und der Jama Masjid in Delhi. Nachdem er ihn vom Thron gestürzt hat, ließ er die Minarette „seiner Moschee" um genau 4,2 Meter höher bauen als die des Taj Mahals. Das gesamte Taj Mahal selbst hat im Hof der Badshahi Moschee Platz, der übrigens der größte Moscheenhof der Welt ist.

Moschee Badshahi gegen das Fort Lahore

1799 wurde Lahore von den Sikh, einer monotheistischen Religionsgemeinschaft aus dem 15. Jahrhundert, erobert. Ihr Anführer, Ranjit Sinkh verwendete die Badshahi Moschee als militärisches Hauptquartier für Soldaten und Pferde und feuerte Kanonen von den Minaretten aus auf das gegenüberliegende Fort Lahore. Diese kriegerischen Auseinandersetzungen gingen weder am Fort noch an der Moschee spurlos vorüber. Die Schäden des Kampfes wurden unter den Briten zum Großteil renoviert, einige Räumlichkeiten haben jedoch ihren ursprünglichen Prunk eingebüßt. Die Briten waren es auch, die die Moschee 1852 an die Muslime zurückgaben, damit sie von der Militärbasis wieder ihrem ursprünglichen Zweck als Gotteshaus zugeführt werden konnte.

Der Vorplatz der Moschee ist auf allen Seiten von einer 150m langen Mauer geschützt, die die Minarette miteinander verbindet und bietet Platz für 50.000 Gläubige. In der Mitte befindet sich ein Wasserbecken, in dem sich die Gläubigen vor dem Gebet einer rituellen Reinigung unterziehen. Die Gebetshalle umfasst 5.000 Personen, 95.000 finden im Hof und in den Vorhallen Platz.

In einem kleinen Museum können islamische Reliquien besichtigt werden, darunter zum Beispiel der Turban des Propheten Mohammed.

Die Badshahi Moschee in Zahlen
Seitenlänge des quadratischen Hofs:161,4 Meter
Seitenlänge des quadratischen Wasserbeckens:15 Meter
Fläche der Gebetshalle:2.120,5 Quadratmeter
Höhe der Minarette:53,75 Meter
Durchmesser der Hauptkuppel:21,49 Meter
Höhe der Hauptkuppel:15 Meter
Höhe des zentralen Portals:20 Meter

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