Mount Yasur auf Tanna, Vanuatu

Ausbruch des Vulkans Mount Yasur auf der Insel Tanna, Vanuatu - © PrzemyslawSkibinski/Shutterstock
© PrzemyslawSkibinski/Shutterstock

Der Mount Yasur ist ein aktiver Stratovulkan auf der Insel Tanna im Süden des Pazifikstaates Vanuatu. Der feuerspeiende Berg ist relativ leicht zu erklimmen und bietet vor allem in der Nacht ein unvergessliches Schauspiel.

Der Mount Yasur, ein aktiver Stratovulkan, befindet sich nahe der Sulphur Bay auf der Insel Tanna im Süden des Pazifikstaates Vanuatu. Sein Hauptkrater, der Vulki Mulki, weist einen Durchmesser von 400 Metern auf. Er besteht aus 5 verschiedenen Schloten, die seit mindestens 800 Jahren ununterbrochen feuerrote Glut, schwefelige Dämpfe und Aschewolken in die Atmosphäre schicken. Seit 1992 wird die Aktivität des Mount Yasur von einer seismischen Station ständig überwacht.

James Cook wurde im Jahr 1774 auf Tanna aufmerksam, nachdem er in der Nacht das glutrote Wetterleuchten des Mount Yasur in den Wolken bemerkte. Aufgrund des „Tabus” der Bevölkerung verzichtete er jedoch auf eine Besteigung. Die Einheimischen hielten den feuerspeienden Berg für den Ort, an dem sich die Seelen der Toten aufhielten.

Der am leichtesten zu erklimmende Vulkan der Erde

Heute gilt das Tabu nicht mehr und der Vulkan ist zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen Vanuatus geworden. Der Mount Yasur ist nur 361 Meter hoch und wohl der am leichtesten zu erklimmende Vulkan der Erde. Auf einer steilen Piste kann man bis auf 200 Meter mit dem Geländewagen an den Kraterrand heranfahren, an deren Ende wird eine kleine Besuchergebühr eingehoben, die der Pflege des Vulkangeländes zugute kommt. Das letzte Stück ist in nicht einmal einer Stunde Gehzeit zu Fuß zu bewältigen. Schon von weitem hört man das unheilvolle Grollen des Vulkans. Steht man am Abgrund, ist der Blick in den Höllenschlund absolut überwältigend. Nirgendwo sonst auf der Welt kann ein Vulkankrater aus solcher Nähe betrachtet werden.

Achtung: Auch wenn der Gipfel leicht zu erklimmen ist, die Nähe zum Kraterrand eines aktiven Vulkans ist keineswegs ungefährlich! So genannte Lavabomben können den Besucherbereich auch bei normaler Vulkanaktivität treffen, daher ist stets höchste Vorsicht geboten. Eine Besteigung des Mount Yasur ist nur in Begleitung eines qualifizierten Führers gestattet. 5 verschiedene Gefahrenstufen je nach Aktivität des Vulkans sorgen für die Sicherheit der Besucher.

Vor allem in der Nacht bietet der Mount Yasur ein absolut unvergessliches Schauspiel aus glutrotem Feuerwerk. Unter ohrenbetäubendem Donner spuckt der Vulkan finstere Aschewolken und glühende Lava-Fontänen in die schwarze Nacht. Mit Explosionen, die durchschnittlich alle paar Minuten stattfinden, ist ein fantastisches Foto des aktiven Vulkans garantiert.

Tipp: Vor allem von April bis November kann es in der Nacht am Gipfel trotz der gigantischen „Feuerstelle” empfindlich kalt werden – unbedingt auch warme Kleidung mitnehmen.