Tokelau

Die paradiesische Inselgruppe Tokelau mitten im Südpazifik ist eine der am schwierigsten zu erreichende Destinationen der Welt  - © Cecilia Lim H M / Shutterstock
© Cecilia Lim H M / Shutterstock

Tokelau, polynesisch für „Nordwind“, ist eine der am schwierigsten zu erreichenden Destination dieser Welt. Dafür gibt es hier keine Autos, keine Sterne-Hotels und kaum Touristen – nur absolute Stille, Abgeschiedenheit und atemberaubende Natur.

Tokelau ist eine winzige Inselgruppe im Südpazifik mit einer Fläche von insgesamt nur 12km². Sie besteht aus den drei größeren Atollen Atafu, Nukunonu und Fakaofo und einer Vielzahl an kleinen, unbewohnten Eilanden. Tokelau ist politisch von Neuseeland abhängig.

Tokelau, polynesisch für „Nordwind”, ist eine der am schwierigsten zu erreichenden Destination dieser Welt – noch schwieriger sogar als die Antarktis. Die Anreise erfolgt ab Apia in Samoa an Bord von Frachtschiffen, die Tokelau zweimal pro Monat anfahren. Den Platz auf dem Frachter teilen sich die Passagiere mit Post, Lebensmitteln, Möbeln, technischen Geräten und was man sonst noch so braucht, auf einer abgeschiedenen Insel im Südpazifik jedoch nicht herstellen kann.

Tipp: Einheimische werden bei der Platzvergabe übrigens Touristen vorgezogen, es empfiehlt sich, den Frachter möglichst im Voraus zu buchen. Ein Platz unter freiem Himmel ist dabei wesentlich kostengünstiger als eine Kabine. Auf der 26 Stunden dauernden Fahrt gibt es außerdem außer Mineralwasser und Weißbrot kaum Verpflegung.

Tokelau hat keinen Hafen, große Schiffe können an den Küsten der Atolle nicht ankern, Passagiere werden in kleinen Booten durch die raue See und tückische Riffe an Land manövriert. Lässt der Seegang ein an Land gehen gerade nicht zu, wird geduldig gewartet. Demnach ist Tokelau trotz seiner absolut paradiesischen Lage kein Urlaubsland, auf Tokelau gibt es so gut wie keine Touristen.

Null Infrastruktur auf Tokelau

Tokelau bietet außerdem auch keine Attraktionen oder Sehenswürdigkeiten wie Museen, sehenswerte Gebäude oder historische Denkmäler, ja nicht einmal Hotels mit Pool oder Sterne-Restaurants gibt es hier. Ebenso wenig findet man auf Tokelau ein Touristeninformationszentrum mit 24h-Service. Es gibt keine Autos auf Tokelau, kein Gefängnis und keinen Fernseher. Seit den 1990er-Jahren gibt es Telefone.

Kurz zusammengefasst: Tokelau besitzt außer einem kleinen Hotel auf Nukunonu keinerlei touristische Infrastruktur und ist so ziemlich das abgeschiedenste und ungewöhnlichste Fleckchen Erde der Welt. Besucher, die die beschwerliche und kostspielige Anreise erst einmal auf sich genommen haben, erhalten dafür eine Eintrittskarte in eine völlig andere Welt. Die drei Atolle bieten absolut unberührte, atemberaubende Natur, eine Stille, wie sie die meisten Urlauber kaum noch aushalten und eine Einsamkeit, die man in dieser Vollkommenheit wohl nur noch selten auf unserem Planeten findet. Wer eine Robinson-Crusoe-Erfahrung machen möchte, ist auf den unbewohnten Inselchen Tokelaus richtig. Die Touristenattraktionen auf Tokelau sind Hängematten unter Palmen, Sonnenbaden auf weißen Sandstränden, Schnorcheln im kristallklaren Wasser und einsame Nächte unter einem atemberaubenden Sternenhimmel.

In den Dörfern Tokelaus könnte das Leben nicht ursprünglicher sein. Die polynesische Kultur wird hier groß geschrieben, sie war auch der Grund, warum sich die Tokelauer gegen einen internationalen Flughafen und damit die Anbindung an den Rest der Welt entschieden haben. Sie wollten ihre ursprüngliche Kultur und Tradition bewahren, was ihnen auch bestens gelungen ist.

Die Tokelauer leben seit einigen Jahren in der Gewissheit, dass durch den Treibhauseffekt ihr abgeschiedenes Paradies irgendwann im Meer versinken wird. Dies ist einer der Gründe, warum die meisten Tokelauer bereits außerhalb ihrer Heimatinsel leben, viele davon in Neuseeland und Australien.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Regierung von Tokelau