Samoa – Sehenswertes und Reisetipps

Pures Paradies: Üppige Regenwälder, atemberaubende Sandstrände und die unvergleichliche Lebensart Polynesiens – Reisende tauchen auf Samoa in eine völlig neue Welt ein!

Das polynesische Archipel Samoa nordöstlich von Fidschi bietet Urlaubern einen einmaligen Einblick in die exotische Kultur der Südsee-Inseln. Über 2000 Jahre Menschheits-Geschichte hat sich auf den 9 Inseln Samoas bereits abgespielt, deren Vermächtnis bis heute Einblicke in eine völlig konträre Welt bietet.

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Die bunte Lebensfreude in den traditionellen Dörfern, die rauschenden Wasserfälle im bergigen Regenwald und die stille Abgeschiedenheit auf weißsandigen Palmenstränden wusste schon der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson zu schätzen. Sein ehemaliges Anwesen in der Hauptstadt Apia fungiert heute als Museum und auf dem nahegelegenen Gipfel des Mount Vaea ist seine Grabstätte zu besichtigen.

Apia liegt auf Upolu, der größten Insel von Samoa, und ist für die meisten Reisenden das Eingangstor zu diesem tropischen Paradies.

Wie kommt man am besten nach Samoa?

Die schnellste Möglichkeit, um von Mitteleuropa nach Samoa zu gelangen, ist das Flugzeug. Der internationale Flughafen Faleolo International liegt auf der Insel Upolu rund 35km von der Hauptstadt Apia entfernt. Dieser wird von Neuseeland und Australien aus, sowie mehreren anderen Südsee-Inseln angeflogen.

Ebenfalls in Neuseeland und Australien, aber auch in Japan und den USA starten Kreuzfahrtschiffe in die Südsee, die auch auf Samoa einen Zwischenstopp einlegen. Cruiser aus Europa legen in Hamburg (Deutschland) oder Southampton (Großbritannien) ab. Der Kreuzfahrt-Hafen auf Samoa liegt ebenfalls in Apia.

Zusätzlich sind die einzelnen Inseln von Samoa sowie Pago Pago, die Hauptstadt von Amerikanisch-Samoa, mit Fähren verbunden.

Beste Reisezeit für Samoa

Die spektakuläre Lava-Küste von Samoa - © Valery Shanin / Shutterstock
© Valery Shanin / Shutterstock

Typisch für die südpazifischen Inseln herrscht auch auf Samoa klassisch tropisches Klima: Es ist das ganze Jahr über bis zu 30°C warm mit viel Sonnenschein, aber auch die Niederschläge sind nahezu gleichmäßig über alle Monate verteilt. Auch Bade-Urlaub ist auf Samoa das ganze Jahr über möglich, denn die Wassertemperatur schwankt immer zwischen 26°C und 28°.

Als beste Reisezeit für Samoa gilt der Zeitraum von Mai bis Oktober. Dann ist es etwas milder, die Luftfeuchtigkeit ist niedriger und der stetige Südwestwind macht die Temperaturen ebenfalls angenehmer. Juni, Juli und August sind die Monate mit den geringsten Niederschlägen und den meisten Sonnenstunden.

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Zwischen November und April ist auf Samoa am heißesten und auch am feuchtesten – in dieser Regenzeit ist jeden Tag mit kurzen, heftigen Schauern oder abendlichen Gewittern zu rechnen und zwischen Jänner und März sind auch Tropenstürme nicht auszuschließen.

Falealupo Rainforest Reserve auf Savaii

Der 40m über dem Waldboden angebrachte Canopy Aerial Walkway ist das Highlight im Falealupo-Rainforest-Reserve auf Samoa - © Atosan / Shutterstock
© Atosan / Shutterstock

Auf der Insel Savaii auf Samoa im Südpazifik befindet sich mit dem Falealupo Rainforest Reserve ein spezielles Kleinod des tropischen Regenwaldes. Das Falelalupo Rainforest Reserve liegt im Nordwesten von Savaii und wird von vielen Besuchern als das Paradies von Adam und Eva beschrieben. Wer die Trauminseln von Samoa besucht, sollte Falealupo unbedingt einen Besuch abstatten. Wir haben den faszinierenden Dschungel auf unsere Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten der Südsee aufgenommen.

Zufällige Entstehung des Falelalupo Rainforest Reserve

Die abgeschiedenen Dörfer von Falealupo haben ein Abkommen mit der Regierung Samoas, was die Schulbildung ihrer Kinder betrifft. Die Dorfbewohner stellen Grund und Schulgebäude zur Verfügung, während sich die Regierung um die Lehrer und den Stundenplan kümmert.

Um ihr Schulgebäude zu finanzieren entschlossen sich die Dörfler in Falealupo, das Tropenholz des Regenwaldes in der Umgebung zu verkaufen. Dies erfuhr der amerikanische Ethnobotaniker und Vorsitzende von Seacology Paul Cox, der bereits seit vielen Jahren auf Falealupo lebte. Er versprach den Dorfbewohnern, die Finanzmittel für die Schule aufzutreiben und rettet somit 120.000 Hektar des wertvollen Regenwaldes.

In enger Zusammenarbeit mit Chief Fuiono Senio wurde 1989 das Falealupo Rainforest Reserve ins Leben gerufen. Dieses Projekt brachte dem Chief Peter Cox im Jahr 1997 den Goldman Environmental Prize ein, dessen Preisgeld der Erhaltung und dem touristischen Ausbau des Falealupo Rainforest Reserve zu Gute kam. Die Schule wurde natürlich ebenfalls errichtet.

Hängebrücke durch die Wipfel des Regenwaldes

Absolutes Highlight des Falealupo Rainforest Reserve ist der so genannte Canopy Aerial Walkway. 40 Meter über dem Waldboden wurde hier eine mit Netzen gesicherte Hängebrücke durch die Wipfel des Dschungels gebaut. Zugegeben, es erfordert etwas Mut, so hoch über festem Boden zu wandeln, doch die fantastischen Eindrücke aus der Vogelperspektive entschädigen für etwaiges Unwohlsein allemal. Der Canopy Aerial Walkway zahlt sich in jedem Fall aus, seine Höhenangst zu überwinden!

Der 30 Meter lange Steg in luftiger Höhe wurde zwischen zwei mächtigen Baumstämmen errichtet und führt durch das saftig grüne Blätterdach des samoanischen Regenwaldes. Plötzlich findet man Tiere auf Augenhöhe, die man sonst nur von unten beobachten kann.

Der schmale Pfad mündet in der Krone eines über 200 Jahre alten Banyan Baums. In seinen Ästen befindet sich eine Aussichtsplattform 70 Meter über dem Erdboden, auf der man sogar übernachten und die unvergesslichen Geräusche des nächtlichen Regenwaldes erleben kann – Frühstück und Moskitonetz inklusive.

Mittlerweile sind einige Bäume durch Stützen aus Aluminium ersetzt, damit der Canopy Aerial Walkway seine Gäste nach wie vor sicher durch die hohe Welt des samoanischen Dschungels führen kann.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Falealupo Rainforest Reserve

Mit dem gar nicht so günstigen Ticket für den Canopy Aerial Walk im Falealupo Rainforest Reserve kann man auch andere Attraktionen besuchen. Zum Beispiel Moso’s Footprint, eine ungewöhnliche Form im Lavafluss an der Nordwestküste Savaiis, die einer Sage zufolge der Riese Moso hinterlassen haben soll, oder das House of Rock, eine riesige steinerne Höhle, die der Legende nach in einem Wettbewerb zwischen Männern und Frauen errichtet wurde.

Das Haus der Männer wurde nie fertiggestellt. Seitdem gilt auf Samoa der Spruch: Was eine Frau anfängt, beendet sie auch. Das Geld, welches durch den Canopy Aerial Walkway eingenommen wird, wird außerdem für einen Pensionsfond für Falealupos Senioren verwendet.

Historische Stätte Tia Seu Ancient Mound auf Savaii

Zwischen den zahlreichen Palmen am Tia Seu Ancient Mound auf der Insel Samoa verstecken sich die ältesten von Menschen geschaffenen Strukturen ganz Polynesiens - © holbox / Shutterstock
© holbox / Shutterstock

Der Tia Seu Ancient Mound im Osten der Insel Savaii, auch Pulemelei Mound genannt, sind die größten und ältesten von Menschen geschaffenen Steinbauten in ganz Polynesien und zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Inselstaates Samoa.

Wie kommt man zum Tia Seu Ancient Mound?

Der Tia Seu Ancient Mound befindet sich in der Letolo Plantage in der Provinz Palauli gleich in der Nähe des berühmten Afu Aau-Wasserfalls. Von der Hauptstraße aus ist die historische Stätte in etwa 40 Minuten zu Fuß zu erreichen. Wer nicht laufen möchte, kann den Hügel des Tie Seu Ancient Mound auch mit dem Auto besuchen, benötigt aber in jedem Fall einen Geländewagen.

Rätsel des Tia Seu Ancient Mound

Aus Basaltsteinen wurde eine riesige Steinpyramide errichtet, die eine Höhe von 12 Metern erreicht. Die Basis der Pyramide am Tia Seu Anicient Mound umfasst eine Fläche von 65 mal 60 Metern.

Im Jahr 2002 wurden die Steinbauten mit den modernen Technologien der Wissenschaft erforscht. Diesen zufolge wurde sie zwischen 1100 und 1400 nach Christus erbaut und etwa im 18. Jahrhundert verlassen. Die Steinpyramide ist dabei nur eine von vielen Bauten, die früher an dieser Stätte errichtet wurden. Ausgrabungen förderten auch die Überreste von Steinplattformen, Mauern, Straßen und Wegen und irdenen Öfen zutage. Insgesamt bestand die historische Stätte des Tia Seu Ancient Mound aus über 3.000 Bauten.

Bis heute sind sich die Archäologen über die Funktion der mysteriösen Stätte nicht einig. Dienten die Bauten des Tia Seu Ancient Mound als Versammlungsplatz? War es eine heilige Stätte, an der die Götter um sichere Heimkehr der frühen polynesischen Seefahrer gebeten wurden? Warum wurde sie scheinbar ohne Grund verlassen? Und noch viel wichtiger: Wer hat sie eigentlich erbaut? War es eine Siedlung der ersten Polynesier, die Samoa besiedelten? Oder gar eine Stadt? Fragen über Fragen, auf die bis heute trotz modernster Forschungsmethoden noch keine Antwort gefunden werden konnte. Wissenschaftler arbeiten immer noch an der Erforschung der Herkunft und der Gründe für die Errichtung dieser Strukturen.

Fale der Universität Samoa auf Upolu

Eine Fale, das traditionelle Versammlungshaus auf Samoa - © Valery Shanin / Shutterstock
© Valery Shanin / Shutterstock

Die einzige Nationaluniversität von Samoa befindet sich im Zentrum der Nordküste der Insel Upolu nahe der Hauptstadt Apia. Sie beherbergt auf ihrem Campus die größte Fale der Welt. Mit einem Fassungsvermögen von etwa 200 Personen dient das traditionelle Versammlungshaus vor allem der Abhaltung von Ansprachen, Konferenzen und große Veranstaltungen.

Auf der 1984 gegründeten Universität von Samoa werden Kurse in den Bereichen Kunst, Wirtschaft, Unternehmertum, Bildung, Krankenpflege, samoanische Kultur, Meerestraining, Wissenschaft und Ingenieurswesen angeboten.

Was sind Fale?

Als „Fale“ werden auf Samoa generell Hütten und Häuser bezeichnet, in denen Menschen zusammenkommen. Fale sind traditionellerweise einfache Plattformen auf Stelzen mit einem Dach aus Schilf bzw. Stroh oder Holz und weisen nur einen Raum auf. Das Dach ist pilz- oder kuppelförmig und wird von Säulen oder Pfeilern gestützt, denn eine Fale hat in den meisten Fällen keine Wände. Bei Bedarf, als Schutz vor Sonne, Wind oder Regen können Bambusmatten heruntergelassen werden.

Diese freizügige Architektur prägt das Erscheinungsbild auf ganz Samoa. Kulturelle Veranstaltungen, religiöse Messen, öffentliche Feierlichkeiten, Meetings und Konferenzen und sogar das private Wohnen – so gut wie nichts findet auf Samoa hinter verschlossenen Türen statt. Sogar Lagerhallen und Bushaltestellen sind nach dem Konzept der Fale errichtet. Ein eigenartiges Gefühl, wenn man in Samoa durch die Dörfer wandert und sowohl die Menschen als auch all ihr Hab und Gut stets im Blickfeld hat. So etwas wie Privatsphäre oder Angst vor Diebstahl gibt es hier scheinbar nicht.

Die Fale sind dabei nur in ihrer Grundstruktur gleich. Ihre persönliche Note erhalten sie durch individuelle farbliche Gestaltung und die liebevoll gepflegten Gärten um sie herum.

Moderne Fale auf Samoa

Mittlerweile sind zu den älteren traditionellen Fale auch moderne Ausprägungen hinzugekommen, die sich nicht mehr ganz so strikt an die runde Bauweise und vor allem das Fehlen von Wänden halten. Moderne Fale sind bereits rechteckig, mit Veranden und Geländern geschmückt und einige von ihnen weisen auch Wände mit Fenstern und Türen auf. Auch die pilzförmigen Dächer wurden abgeflacht, vor allem auch deshalb, weil sie widerstandsfähiger gegen Zyklone sind.

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