Marovo Lagune, Salomonen-Inseln

Die Marovo Lagune ist mit einer Länge von 150 Kilometern die größte Salzwasserlagune der Welt, Salomonen - © Ethan Daniels / Shutterstock
© Ethan Daniels / Shutterstock

Die atemberaubende Marovo Lagune auf den Salomon-Inseln im Pazifik ist die größte Salzwasserlagune der Welt. Gesäumt von Palmen- und Mangrovenwäldern bieten ihre Riffe spektakuläre Tauchreviere, versteckte Plätze und unbewohnte Inseln, die nur mit dem Boot zu erreichen sind.

Die Marovo Lagune ist mit einer Größe von 150 Kilometern die größte Salzwasserlagune der Welt. Sie befindet sich nordwestlich von Guadalcanal auf den Salomonen-Inseln im Pazifik. Sie umfasst die Inselgruppe des New-Georgia-Archipels, deren Eilande alle von einem Korallenriff umgeben sind.

Die idyllische Marovo Lagune wurde vom Autor James A. Michener als das achte Weltwunder bezeichnet und gilt als einzigartiges Taucherparadies. Die atemberaubende Unterwasserwelt wird von Schwärmen von Königsmakrelen, Barrakudas und Stachelmakrelen, auch Jackfische genannt, bevölkert. Hin und wieder lassen sich auch die majestätischen Adlerrochen oder Mantarochen blicken und auch die eleganten Riffhaie ziehen in der Marovo Lagune ihre Kreise.

Die Ufer der Marovo Lagune sind von smaragdgrünen Palmen und Mangrovenwäldern gesäumt, in dessen Schatten sich kleine Hütten ducken, einfache Unterkünfte für die Besucher der Marovo Lagune. Viele von ihnen haben eine Anlegestelle, von der aus die versteckten Plätze und unbewohnten Inseln der Lagune mit dem Motorboot erkundet werden können. Auch die spektakulärsten Tauchplätze der Marovo Lagune können so erreicht werden.

Tauchtourismus statt Kopfjäger

Die Marovo Lagune umfasst eine Vielzahl an Inseln, von denen einige bewohnt sind. Die Bevölkerung der Marovo Lagune lebt in erster Linie vom Fischfang und von der Forstwirtschaft, die von den üppigen Regenwäldern der größeren Inseln in der Marovo Lagune ermöglicht wird. Auch der Tauchtourismus stellt einen immer bedeutender werdenden Wirtschaftszweig dar.

Dies war jedoch nicht immer so. Noch vor etwa 100 bis 200 Jahren waren die Inseln der Marovo Lagune als äußerst gefährliches Pflaster verschrien – kein Besucher würde sich freiwillige in seine Nähe wagen. Einige lokale Stämme hatten den Ruf der Kopfjäger, die menschliche Köpfe sammelten, um sie in Beerdigungszeremonien und zur Einweihung neuer Kriegskanus zu verwenden. Die Bevölkerung der New-Georgia-Inseln, vor allem auf Roviana, sowie auch der benachbarten Inseln Guadalcanal und Santa Isabel lebte ständig in Angst und Schrecken bis 1850 der „Große Friede” ausgerufen wurde. Dieser hielt jedoch nur bis die ersten Europäer die Regenwälder der Insel schlägerten. 50 Jahre nach dem „Großen Frieden” wurde die Kopfjagd durch den britischen District Commissioner George Woodford offiziell verboten und dieses Verbot gewaltsam durchgesetzt. Geschichten, Sagen, Lieder, Tänze und auch einige Artefakte erinnern noch heute an die Kopfjagd auf den Salomonen-Inseln.

Berühmter Besuch: Im August 1943 strandete der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy inkl. Besatzung mit seinem Schnellboot in der Marovo Lagune auf der Insel Kasolo und verbrachte dort drei Tage bis zu seiner Rettung. Seitdem wird die Insel auch „Kennedy Island” genannt.

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