Leuchtturm auf Amédée, Neu-Kaledonien

Der schneeweiße Leuchtturm auf der Insel Amédée ist mit einer Höhe von 56 Metern einer der höchsten Leuchttürme der Welt, Neu-Kaledonien - © Ethan Daniels / Shutterstock
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Der schneeweiße Leuchtturm auf der Insel Amédée direkt am Riff um Neu-Kaledonien liegt etwa 25km von der Insel Nouméa entfernt. Er fügt sich in absoluter Harmonie in das Bildnis aus türkisblauem Meer, üppig grüner Vegetation und azurblauem Himmel ein.

Der Leuchtturm Amédée, „Le Phare Amédée” in der Landesspräche Französisch, ist ein eiserner Leuchtturm auf dem kleinen Eiland Amédée in Neu-Kaledonien. Amédée liegt etwa 25km von der Insel Mouméa entfernt.

Die schlanke Form des Leuchtturms auf Amédée hat die schneeweiße Farbe des paradiesischen Sandstrandes und fügt sich in absoluter Harmonie in das Bildnis aus türkisblauem Meer, üppig grüner Vegetation und azurblauem Himmel ein. Mit einer Höhe von 56 Metern ist er einer der weltweit höchsten Leuchttürme.

Mit dem Schiff aus Paris

Der beinahe schon historische Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1862. Drei Jahre zuvor ersuchte der damalige Gouverneur Jean-Marie Saisset bei der französischen Regierung um eine Navigationshilfe durch das Riff, welches Neu-Kaledonien umgibt. Sein Wunsch wurde ihm gewährt. Entworfen wurde der damals völlig neumoderne Leuchtturm von Léonce Reynaud, zu dessen Werken auch der originale Bahnhof Gare du Nord in Paris zählt. Die Einzigartigkeit in der Bauweise des Leuchtturms bestand in der Trennung zwischen Außen- und Innenwand, um so einem Rosten im feuchten Klima der Südsee zu vermeiden. Die innovativen Pläne wurden 1862 sogar bei der International Exhibition in London präsentiert.

Die metallenen Einzelteile wurden im Nordosten von Paris gefertigt und auf der Seine zum Hafen von Le Havre transportiert. Er war übrigens der erste Leuchtturm aus Metall, der in Paris konstruiert wurde. Das knapp 390 Tonnen wiegenden Leuchtturm-Puzzle wurde im Juni 1964 mit dem Schiff auf seine 5monatige Reise bis in die Südsee nach Neu-Kaledonien, buchstäblich das andere Ende der Welt, geschickt.

Die Errichtung des Leuchtturms auf seiner schmucken Südsee-Insel war 1865 abgeschlossen, am 15. November wurde sein Leuchtfeuer das erste Mal entzündet. Dies war der Tag der Kaiserin Eugénie, Ehefrau von Napoleon III. Sein Licht führte die ankommenden Schiffe sicher durch das heimtückische Außenriff von Neu-Kaledonien, welches nur drei fahrbare Durchgänge aufweist. Die Passage von Boulari ist eine davon.

1952 wurde die originale Öllampe durch ein System mit Petroleum ersetzt, seit 1985 brennt das Licht des Leuchtturms durch elektrischen Strom.

Paradiesische Umgebung des Leuchtturms von Amédée

Die Insel, auf der der Leuchtturm steht, ist heute ein Naturschutzgebiet und ein kleines geheimes Paradies direkt am neu-kaledonischen Barriere Riff. Das kristallklare Wasser und der idyllische weiße Sandstrand bieten für den Leuchtturm die perfekte Kulisse. Um sein Bild voll und ganz zu erfassen, empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Glasbodenboot. Diese enthüllt erstens die atemberaubende Schönheit des farbenprächtigen Riffs, die sich unter Wasser befindet und schafft andererseits das perfekte Fotomotiv von Strand und Leuchtturm der Insel Adémée.

Zwilingstürme: Ziemlich genau auf der anderen Seite des Globus steht der Zwillingsbruder des Leuchtturms von Amedee. Der Roches-Douvres Leuchtturm in Côtes d’Armor, Frankreich, sieht der Form nach nahezu genauso aus und ist nur um 4 Meter höher.

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