Buada Lagune, Nauru

Der Nauru-Rohrsänger fühlt sich an der Buada-Lagune im Westen der kleinen Südsee-Insel Nauru pudelwohl - © Florian Andronache/Shutterstock
© Florian Andronache/Shutterstock

Die Buada Lagune ist ein idyllischer See im Westen der kleinen Südsee-Insel Nauru und stellt eine smaragdgrün schillernde Oase in der sonst vom Phosphatabbau zerstörten Landschaft Naurus dar.

Die Buada Lagune ist ein idyllischer See im Westen der kleinen Südsee-Insel Nauru gut einen Kilometer von der Pazifikküste entfernt. Neben der Anibare-Bucht ist die Buada-Lagune die zweite bedeutende Naturschönheit des abgeschiedenen Atolls mitten im Pazifik.

Die Wasseroberfläche der Buada Lagune liegt 5m über dem Meeresspiegel, ihre maximale Tiefe beträgt 78m. Da sie im Gegensatz zu Lagunen auf anderen Südsee-Inseln mit einer Fläche von nur 3-4 Hektar relativ klein ist, wird sie oft auch als See bezeichnet.

Die Buada-Lagune ist laut Definition eigentlich ein Brackwassersee. Der Salzgehalt der Buada-Lagune liegt jedoch bei verschwindend geringen 0,2%, da sie hauptsächlich von ablaufendem Oberflächenwasser gespeist wird. Zum Vergleich: Das Mittelmeer weist einen Salzgehalt von etwa 3,8% auf. Es gibt keinen Fluss, der das Wasser zu- oder abfließen lässt.

Versuchte Landwirtschaft an der Buada-Lagune

Neben dem Moqua Well und ein paar vereinzelten kleinen Teichen stellt die Buada-Lagune die einzige Süßwasserquelle auf der gesamten Insel Nauru dar. An ihren Ufern wird in geringem Ausmaß Landwirtschaft betrieben. Vor allem Brotfruchtbäume, Bananen und verschiedenes Gemüse wird hier angebaut, um die Nauruer von importierten Lebensmitteln ein klein wenig unabhängiger zu machen.

Einst wurde die Lagune auch für die Fischzucht genutzt. Vor allem Milchfische wurden in den Riffen vor der Küste gefangen und in die Brackwasserseen verfrachtet. Ziel war, die natürlichen Ressourcen an Nahrungsmittel für die steigende Bevölkerungszahl der Nauruer zu erweitern. Die Zucht brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg, die Fische entwickelten sich zu langsam und litten außerdem unter der steigenden Zahl der Buntbarsche. Milchfisch kam nur zu speziellen Anlässen auf den Tisch, alle Versuche, die Ausbeute der Fische zu erhöhen, scheiterten bisher. Auch andere Arten konnten bis dato in der Buada-Lagune nicht erfolgreich angesiedelt geschweige denn gewinnbringend gezüchtet werden.

Besuch der Buada-Lagune

Die Buada-Lagune ist aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ausflugsziel und eine bedeutende Sehenswürdigkeit Naurus. Ein Großteil des Eilands wurde durch den jahrzehntelangen Phosphatabbau in eine tote Mondlandschaft aus nackten Korallenfelsen verwandelt. Die grüne Oase der Buada-Lagune stellt zwischen den zerstörten Regionen eine wahre Augenweide dar. Die Ufer der smaragdgrünen Lagune werden von üppig grüner Vegetation und Sumpflandschaften gesäumt. Kokospalmen neigen ihre Wipfel der Wasseroberfläche zu, die je nach Sonneneinstrahlung in verschiedenen Grün- und Türkisschattierungen schillert.

An der Buada-Lagune ist die Naturvernichtung durch die Phosphatindustrie absolut spurlos vorüber gegangen. Dies nützen auch die Nauru-Rohrsänger. Der einzige Singvogel, der auf Nauru vorkommt, hat die friedliche Umgebung der Buada-Lagune für seine Nistplätze auserkoren.