Ofu-Olosega, Amerikanisch-Samoa

Die Doppel-Insel Ofu-Olusega liegt im Manu’a-Archipel im pazifischen Ozean etwa 100km östlich von Tutuila, der Hauptinsel von Amerikanisch-Samoa - © Marshman CC BY-SA3.0/Wiki
© Marshman CC BY-SA3.0/Wiki

Ofu-Olosega ist eine winzige Doppelinsel im Südpazifik, zu Amerikanisch-Samoa gehörig. Atemberaubende Sandstrände vor spektakulären Steilklippen, absolute Ruhe im unberührten tropischen Regenwald und einige der schönsten Korallenriffe der Südsee machen einen Besuch absolut unvergesslich.

Die Doppel-Insel Ofu-Olusega liegt im Manu’a-Archipel im pazifischen Ozean etwa 100km östlich von Tutuila, der Hauptinsel von Amerikanisch-Samoa. Nur mit einer dünnen Landbrücke, der 70 Meter breiten Asaga-Straße, verbunden sind die beiden Inseln Ofu und Olusega als Tauch- und Schnorchelparadies von Amerikanisch-Samoa bekannt. Mit nur etwa 500 Einwohnern gilt das absolut unberührte Ofu-Olosega als verlorener Garten Eden der Vereinigten Staaten.

Gemeinsam erreichen die Zwillingsinseln eine Länge von gerade mal 6 Kilometern, die Verbindung zwischen den beiden kann seit 1970 trockenen Fußes überwunden werden und ist mittlerweile auch asphaltiert.

Luftaufnahme von Ofu-Olosega; die beiden Inseln sind nur mit einer dünnen Landbrücke verbunden, Südsee - © Peter Craig PD/Wiki
© Peter Craig PD/Wiki

Anreise auf Ofu-Olosega

Der Flughafen von Ofu-Olosega liegt in Nu’utele, dem Hauptort von Ofu, und ist von Pago Pago aus in etwa einer halben Stunde mit dem Kleinflugzeug zu erreichen. Dort gibt es winzige Geschäfte, das Postamt, eine Bank, einige niedliche Häuser und eine nette Kirche. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es ebenfalls nur auf Ofu, in der Va’oto-Lodge. Sie liegt einen guten Kilometer westlich von Nu’utele und bietet für gut 10 Gäste Platz.

Ofu-Olosega ist auch deshalb so ursprünglich geblieben, weil die touristische Infrastruktur hier kaum Einzug gehalten hat. Es gibt keine Hotels oder Restaurants, keine Buslinien und nur wenige Autos.

Vulkane auf Ofu-Olosega

Sowohl Ofu als auch Olusega sind aus Schildvulkanen entstanden, die jedoch mittlerweile als erloschen gelten. Die beiden Erhebungen Mount Tumutumu auf Ofu und Mount Piumafua auf Olosega sind mit knapp 500 bzw. gut 600 Meter wunderbar zu erwandernde Berggipfel, die einen atemberaubenden Rundblick über die gesamte Insel bieten.

Im Landesinneren von Ofu zeugen versteinerte Lavaflüsse und eingebrochene Krater von der feuerspeienden Vergangenheit der Insel. Mit dem Vulkan auf Tuchfühlung gehen kann man von Nu’utele aus auf dem Wanderweg zum Gipfel des Tumutumu.

Das kleiner Olosega im Osten gelegen erfuhr auf dem Meeresgrund seine letzte vulkanische Aktivität im Jahr 1866. Der Hauptort auf Olosega ist Olosega Village im Südwesten, nachdem die zweite Ortschaft Sili nahezu vollständig durch einen Zyklon zerstört wurde.

Sandstrände und Korallenriffe

Die westlich gelegene größere Insel Ofu besticht durch ihre atemberaubende Küste, die sie seiner ehemaligen vulkanischen Aktivität zu verdanken hat. Türkisblaue Wellen lecken an weißen Sandstreifen, die mit spektakulären Steilklippen und markanten Berggipfeln begrenzt werden. Der bekannteste von ihnen ist sicherlich der schroffe Sunu’itao, der direkt an einem 4km langen Sandstrand liegt. Nicht umsonst ist der Süden von Ofu Teil des Nationalparks von Amerikanisch-Samoa. Seine wildromantische Schönheit sowie seine fantastischen Korallenriffe sind somit streng geschützt.

Im Süden von Ofu-Olosega wird die fantastische Unterwasserwelt des Pazifiks  durch den Nationalpark von Amerikanisch-Samoa geschützt - © J'nel / Shutterstock
© J’nel / Shutterstock

Ausgrabungsstätte To’aga

Neben der atemberaubenden Natur und den spektakulären Tauchgründen gibt es auf Ofu auch ein historisches Highlight zu entdecken. Auf einem 2km langen Küstenstreifen im Süden von Ofu befindet sich die Ausgrabungsstätte To’aga. Hier wurden in den 1980er Jahren vom amerikanischen Spezialisten für Pazifik-Archäologie Patrick Vinton Kirch und seinem Team Keramiken, Beile, Knochen- und Muschelreste freigelegt, bewiesen, dass Ofu-Olosega bereits 1.000 vor Christus besiedelt war. Einige Lücken in der historischen Vergangenheit der samoanischen Inseln konnten mit diesen bedeutenden Funden geschlossen werden.

In der To’aga Lagune werden die unglaubliche Artenvielfalt des Meeres sowie die Auswirkungen des Klimawandels seit Jahren wissenschaftlich erforscht.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite der Va’oto Lodge (englisch)