Nationalpark, Amerikanisch-Samoa

Im Süden von Ofu-Olosega wird die fantastische Unterwasserwelt des Pazifiks durch den Nationalpark von Amerikanisch-Samoa geschützt - © J'nel / Shutterstock
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Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa im Pazifik ist über drei Vulkaninseln verteilt: das infrastrukturell gut erschlossene Tutuila, das Tauchparadies Ofu-Olosega und das zerklüftete, mit wildem Regenwald bewachsene Ta’u.

Der Nationalpark des pazifischen Inselstaates Amerikanisch-Samoa wurde im Jahr 1988 zum Schutz des einzigartigen Ökosystems zu Land und zu Wasser gegründet. Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa erstreckt sich über drei idyllische Insel und umfasst insgesamt eine Fläche von etwa 3.600 Hektar, von der 1.000 Hektar im Meer liegen. Die Betreuung erfolgt durch das amerikanische National Park Service, die beste Info gibt’s im Visitor Center in der Hauptstadt Pago Pago.

Die drei Inseln, die der Nationalpark von Amerikanisch Samoa umfasst, sind das infrastrukturell gut erschlossene Tutuila, das Tauchparadies Ofu-Olosega und das zerklüftete, mit wildem Regenwald bewachsene Ta’u. Die Inseln liegen auf einem Hotspot der pazifischen Platte, die Vulkane im Nationalpark weisen jedoch schon seit Jahrhunderten keine vulkanische Tätigkeit mehr auf.

Unterwegs im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa

Der Teil von Tutuila, am Nordende der Insel in der Nähe von Pago Pago ist der einzige Teil des Nationalparks, der mit dem Auto zugänglich ist. In dieser Region sind dementsprechend auch die meisten Besucher anzutreffen. Die Inseln Ofu, Olosega und Ta’u können nur mit dem Flugzeug von Tutuila aus erreicht werden, Unterkunftsmöglichkeiten sind gegeben, die meisten davon in samoanischen Privathäusern, in denen man die Kultur der einheimischen Bevölkerung am besten erfahren kann.

Tipp: Die Sonneneinstrahlung in den pazifischen Inseln ist enorm! Unbedingt erstens genug Sonnenschutz und zweitens genügend Wasservorrat mitnehmen. Auf den Wanderwegen gibt es nur selten Möglichkeiten, seine Trinkreserven wieder aufzufüllen. Auch Insektenschutz schadet nicht.

Irgendwo im Nirgendwo: Die Ursprünglichkeit des Nationalparks geht auch darauf zurück, dass die Natur hier so gut wie zur Gänze in Ruhe gelassen wurde. Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa ist zwar mit Pfaden erschlossen, es gibt jedoch keine Lokale, keine Shops, keinen öffentlichen Verkehr und keine Toiletten – nur unberührte Wildnis.

Sehenswürdigkeiten im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa

Insel Tutuila

Der gesamte Nationalpark ist mit einem Netz aus gut gepflegten Wanderwegen überzogen. Einer der beliebtesten liegt auf der leicht zugänglichen Insel Tutuila und führt auf den knapp 500 Meter hohen Mount Alava. Der Weg hinauf führt durch smaragdgrüne Regenwälder, begleitet vom vielstimmigen Gezwitscher von Unmengen an tropischen Vögeln und passiert fantastische Aussichtspunkte. Im Norden des Trails fällt das Land zur Küste steil bergab. Auf seinem Gipfel befinden sich ein Fernsehturm sowie die Ruinen einer Seilbahn, die 1965 als einzige Einweg-Seilbahn der Welt errichtet wurde. Sie transportierte Fernsehtechniker über knapp 2 Kilometer vom Pago Pago Hafen hinauf, bis sie im Jahr 1991 durch einen Zyklon so stark beschädigt wurde, dass sie nicht mehr repariert wurde.

Eine weitere fantastische Bergwanderung bietet der Rainmaker Mountain. Dieser etwa 500 Meter hohe ehemalige Vulkan ist mit üppiger Vegetation überwuchert und bewacht den Hafen von Pago Pago.

Die Vatia Bucht auf der Insel Tutuila, Nationalpark von Amerikanisch-Samoa - © Marci Paravia / Shutterstock
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Insel Ta’u

Auf Ta’u kann der Lata Mountain, die mit knapp 1.000 Metern höchste Erhebung im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa bestiegen werden. Seine Ausläufer münden an der zerklüfteten Küste in beeindruckenden Steilklippen, die zu den höchsten der Welt gehören. Die Insel wird von einem einzigen bleibenden Wasserlauf durchschnitten, dem Laufuti-Strom, der am Laufuti-Wasserfall auf spektakuläre Weise 300 Meter in die Tiefe stürzt.

Inseln Ofu und Olosega

Neben den Wanderwegen durch fantastische tropische Natur ist der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa auch für seine beeindruckenden Korallenriffe bekannt. Seine Tauch- und Schnorchelplätze auf zählen zu den schönsten im Südpazifik, seine atemberaubenden Strände ziehen nicht nur Badenixen und Sonnenanbeter in ihren Bann. In seinen Gewässern tummeln sich Meeresschildkröten und knapp 900 verschiedene Fischarten. Auf ihrer Reise von der Antarktis in die nördlichen wärmeren Gewässer ziehen Buckelwale an Amerikanisch-Samoa vorbei. Vor allem die Lava-Insel Ofu und ihre Nachbarin Olosega sind für ihre absoluten Traumstrände und fantastischen Korallen bekannt.

Die Doppel-Insel Ofu-Olusega liegt im Manu’a-Archipel im pazifischen Ozean etwa 100km östlich von Tutuila, der Hauptinsel von Amerikanisch-Samoa - © Marshman CC BY-SA3.0/Wiki
© Marshman CC BY-SA3.0/Wiki

Inseln der Vögel

Durch seine abgeschiedene Lage leben im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa hauptsächlich geflügelte Tiere. Die bemerkenswerteste Tierart im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa ist eine Fledermaus, bzw. zwei Arten von Fledermäusen. Die pe’a voa mit ihrem markanten hellfarbenen Gesicht und die in Schwarz und Dunkelbraun gehaltene pe’afaunua gelten unter der samoanischen Bevölkerung als Wächter von Wald und Siedlungen und stehen unter Naturschutz. Sie kommen in den dichten Regenwäldern des Nationalparks aber auch in der Nähe von Dörfern in großen Scharen von bis zu hundert Tieren vor. Erwachsene Fledermäuse erreichen eine Flügelspannweite von bis zu einem Meter und spielen eine wesentliche Rolle in der Bestäubung und Verbreitung von Pflanzen. Unter den Vögeln findet man die farbenprächtige Tongafruchttaube, den kleinen Schuppenkopf-Honigfresser, den samoanischen Star oder die Pazifische Königstaube. inmitten der dichten Vegetation kriechen verschiedene Arten von Geckos und die Pazifik-Boa.

Trotz des Status als Nationalpark sind die Korallenriffe vor der Küste durch den Anstieg von Temperatur und Kohlendioxid-Konzentration im Meerwasser stark bedroht. Geht die Entwicklung weiter wie bisher, könnten große Teile der über 200 Korallenarten in den nächsten 100 Jahren absterben.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Nationalparks von Samoa vom National Park Service (US) (englisch)