Aunu’u, Amerikanisch-Samoa

Purpurhühner tummeln sich in den Sümpfen der Insel Aunu'u in Amerikanisch-Samoa - © BOONCHUAY PROMJIAM/Shutterstock
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Aunu’u liegt in Amerikanisch-Samoa etwa einen Kilometer von der Hauptinsel Tutuila entfernt vor der Küste der Ortschaft Utumea. Ein perfekter Tagesausflug für jeden, der das verhältnismäßig laute Tutuila für ein paar Stunden hinter sich lassen und in absolute Ruhe und Erholung eintauchen möchte.

Aunu’u ist ein winziges Eiland des Inselstaates Amerikanisch-Samoa im Südpazifik. Es liegt etwa einen Kilometer von der Hauptinsel Tutuila entfernt vor der Küste der Ortschaft Utumea. Von Tutuila aus ist Aunu’u mit dem Boot in nur etwa 15 Minuten zu erreichen und eignet sich daher perfekt für einen idyllischen Tagesausflug fernab jeglicher Zivilisation. Denn im Gegensatz zum überfüllten und lauten Tutuila ist Aunu’u eine willkommene Oase der Ruhe und Entspannung.

Aunu’u – fernab jeglicher Zivilisation

Mit einer Fläche von etwa 1.5 km2 und einer Einwohnerzahl von nicht einmal 500 Einwohnern ist Aunu’u ein absolut unberührtes Naturparadies. Die einzige Siedlung auf Aunu’u, in der auch so gut wie die gesamte Bevölkerung wohnt, ist der gleichnamige Ort an der Westküste. Hier befindet sich auch der Hafen, wo kleine Fährboote auf den türkisblauen Wellen dümpeln. Die kleine schneeweiße Kirche zeugt noch von der früheren Besiedlung durch Europäer.

Flora und Fauna auf Aunu’u

Im Osten dominiert die Insel der Krater des erloschenen Vulkans, der in zwei Erhebungen gipfelt, die jedoch kaum eine Höhe von 100 Metern erreichen. Auf dem Pofala Hill befindet sich ein Leuchtturm, der südlich gelegene Fogatia Hill ist noch einmal um ein Stückchen höher. Innerhalb der Caldera konnte eine abgeschiedene und einzigartige Flora und Fauna entstehen, weswegen das „Faimulivai Marsh” genannte Region auch seit 1972 zum National Natural Landmark erklärt wurde und unter Naturschutz steht. In seinen Sümpfen findet man als einzigen Ort in Amerikanisch-Samoa die Chinesische Wasserkastanie, außerdem Purpurhühner und die Pazifische Schwarz-Ente, die im Faimulivai das größte Sumpfgebiet von Amerikanisch-Samoa für sich entdeckt haben.

Ebenfalls sumpfig, doch auf tödliche Art und Weise, ist der Pala Lake, ein spektakulärer feuerroter Teich, in dessen Mitte gefährlicher Treibsand wartet. Die Wanderung zum Pala Lake zahlt sich aus, der Teich selbst wird am besten in gebührendem Abstand bewundert. Von der Fähranlege-Stelle aus gesehen auf der anderen Seite von Aunu’u befindet sich die Ma’ama’a Cove, eine kleine Bucht mit sehenswerten Wellen, die sich an der zerklüfteten Küste brechen.

„Sa”: Spirituell innehalten

Auf vielen samoanischen Inseln wird das so genannte „Sa” praktiziert. Um etwa 17:45 jeden Tag werden Glocken geläutet, die eine meditative Stille von etwa 15 Minuten einleiten. Auf Aunu’u sind an manchen Bäumen alte Wassertanks zu sehen, die als Sa-Glocken verwendet werden.

In dieser Viertelstunde wird gebetet und meditiert. Autofahren ist erlaubt, doch wer gerade zu Fuß unterwegs ist, wird von den so genannten Amunga höflich aber bestimmt gebeten, diesen Brauch zu respektieren und sich hinzusetzen oder in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Die Intensität, mit denen Sa praktiziert wird, ist von Insel zu Insel verschieden. Manchmal wird es einfach nur ruhiger, manchmal herrscht wirklich absolute Stille.