Surf Highway SH 45, Neuseeland

Der Surf Highway an der Westküste von Neuseelands Nordinsel begeistert durch eine atemberaubende Landschaft rund um den Mount Taranaki - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Surf Highway an der Westküste von Neuseelands Nordinsel begeistert nicht nur durch perfekte Surf Spots, sondern auch eine atemberaubende Landschaft rund um den Mount Taranaki.

Der State Highway Nr. 45 in Neuseeland führt an der Westküste der Nordinsel entlang von New Plymouth bis nach Hawera und umrundet das landschaftlich äußerst attraktive Kap Egmont, so genannt vom Entdecker James Cook im Jahr 1769.

BILDER: Surf Highway SH 45

 

Von nahezu der gesamten Strecke fällt der Blick direkt auf den eindrucksvollen Mount Egmont, oder Mount Taranaki, um den sich der spektakuläre Mount Egmont Nationalpark erstreckt. Auf der anderen Seite breitet sich das Tasmanische Meer aus.

Der Hauptverkehr weicht auf die schnellere Strecke SH 3 zwischen New Plymouth und Hawera aus und so begegnet man auf den rund 105 Kilometern hauptsächlich Anrainern und Touristen, sowie landwirtschaftliche Maschinen und Vieh, denn die Umgebung ist zum Großteil Farmland. Trotz der traumhaften Surf-Spots hat hier der Tourismus noch kaum Einzug erhalten.

Die Gegend entlang des Surf Highways auf der Nordinsel Neuseelands ist nahezu unberührt und besteht zum Großteil aus Farmland - © FRASHO / franks-travelbox
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Tipp: Infos über den Surf Highway SH45 und seine Sehenswürdigkeiten gibt es in jedem Besucherzentrum der Umgebung.

Trotz der ländlichen Umgebung verfügen die kleinen Ortschaften entlang des Surf Highways – vor allem an den Stränden – über touristische Infrastruktur mit Bed & Breakfasts und Lokalen. Mehrere – teils abenteuerliche – Stichstraßen führen direkt an die Küste zu den schwarzen Sandstränden im Westen Neuseelands. Die perfekten Bedingungen an diesen Stränden gaben dem Surf Highway seinen Namen, denn durch die Bogenform der Küste weht hier nahezu immer ein optimaler Surf-Wind. Hier treffen sich Anfänger und Profis, um die Brandung des Pazifiks zu bezwingen. Die besten Surfspots sind die Strände von Oakura, Oaonui oder direkt am Cape Egmont. Zum Baden am schönsten (und daher im neuseeländischen Sommer ziemlich überlaufen) ist die Küste bei Opunake.

Am Strand von Okato sind weniger Surfer, dafür umso mehr Wasservögel zu beobachten. Bei Pungarehu am Kilometer 36 lohnt sich ein Abstecher zum Cape Egmont mit seinem majestätischen Leuchtturm.

Cape Egmont und Cape Egmont Lighthouse

Von einem Europäer wurde das windgepeitschte Kap zum ersten Mal am 27. Dezember 1642 gesichtet. Der niederländische Seefahrer Abel Tasman nannte es damals „Cabo Pieter Boreels“, nach jenem niederländischen Kaufmann, der unter anderem die Expedition in Auftrag gegeben hatte.

Die äußerste Spitze des Cape Egmont am Surf Highway im Westen Neuseelands markiert ein 20m hoher, schneeweißer Leuchtturm - © FRASHO / franks-travelbox
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Die äußerste Spitze des Cape Egmont markiert ein 20m hoher, schneeweißer Leuchtturm, der seit 1986 von Maritime New Zealand von Wellington aus ferngesteuert betrieben wird. Von seiner 33 Meter hohen Klippe ist sein im 8-Sekunden-Intervall erscheinender Lichtstrahl mit 50 Watt schon aus 35 Kilometern Entfernung auszumachen.

1864 wurde der Leuchtturm in London gefertigt und zuerst auf Mana Island im Nordwesten von Porirua aufgestellt. Dort wurde er allerdings oft mit dem Leuchtturm auf dem Pencarrow Head verwechselt, der die Einfahrt nach Wellington markierte. Nach mehreren dadurch verursachten Schiffsunglücken wurde der Leuchtturm 13 Jahre später wieder geschlossen, und vier Jahr danach zerlegt, um an seinem heutigen Platz am Cape Egmont aufgestellt zu werden. Am 1. August 1881 wurde sein Licht hier zum ersten Mal entzündet. Seit 2003 zählt das Cape Egmont Lighthouse zu den „New Zealand Historic Places“.

Vom Fuß des Leuchtturms tut sich ein atemberaubender Blick über das Tasmanische Meer und den Mount Taranaki auf.

Von Cape Egmont bis nach Hawera

Knapp 30 Kilometer nach dem Leuchtturm, bei der Siedlung Opunake, befindet sich die Abzweigung zum Mount Taranaki.

Kurz vor Hawera lädt der Künstler Nigel Ogle in sein Privatmuseum, in dem er die abwechslungsreiche Geschichte Neuseelands – von den Maori über die Kolonialisierung bis zur Industrialisierung – mit Hilfe von lebensgroßen Wachsfiguren nachgestellt hat.