Patea und Patea Beach, Neuseeland

In Patea auf der Nordinsel Neuseelands halten Touristen vor allem wegen der spektakulären Küstenlandschaft, die nahezu senkrecht in den Pazifik abfällt - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

In Patea zwischen Hawera und Whanganui auf der Nordinsel Neuseelands halten Touristen vor allem wegen der spektakulären Küstenlandschaft, die nahezu senkrecht in den Pazifik abfällt.

Etwa ein Drittel des Weges von Hawera zum Whanganui-Nationalpark liegt die Stadt Patea. Kommt man vom Surf Highway, der den Taranaki im Mount Egmont Nationalpark umkreist, ist hier die erste Stelle an Neuseelands Küste, an der man wieder das Meer erreicht. Ähnlich wie um das gesamte Cape Egmont ist auch an der drittgrößte Stadt der Region Taranaki die Küstenlandschaft absolut spektakulär anzusehen.

BILDER: Patea und Patea Beach

Die Klippen von Patea Beach (Carlyle Beach)

Der Strand von Patea wird gemäß der Bezeichnung der Stadt durch die Europäer immer noch Carlyle Beach genannt und beeindruckt durch seine spektakulären Klippen, die für die Region South Taranaki typisch sind. Sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß kann dieser atemberaubende Küstenabschnitt erkundet werden.

Die prachtvolle Szenerie am Patea Beach von Neuseeland erinnert mit den senkrecht aufragenden Felswänden ein wenig an die Cliffs of Moher in Irland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die prachtvolle Szenerie erinnert mit den senkrecht aufragenden Felswänden ein wenig an die Cliffs of Moher in Irland, wären da nicht die weitläufigen Sandbänke dazwischen. Hinter den Klippen erstreckt sich die Landschaft in sanftem Grün. Bäume gibt es kaum, hauptsächlich widerstandsfähige Gräser, die auf schwarzem Sand gedeihen, halten den rauen Bedingungen an der schroffen Küste bei Patea stand. Dennoch ist der nackte Fels am Rande des Pazifiks von dichtem Grün überwuchert.

Der nackte Fels an den steilen Klippen von Patea Beach am Rande des Pazifiks ist von dichtem Grün überwuchert, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Viele Besucher machen nur einen kurzen Halt an diesem malerischen Ort, doch für jene, die sich mehr Zeit nehmen, lohnt sich ein Spaziergang zwischen diesen mächtigen Felsen. Picknickplätze inklusive Grillmöglichkeit laden vor der malerischen Kulisse zum Verweilen und Genießen ein.

Tipp: Camper sind am Patea Beach Motor Camp willkommen, das sich direkt an der Mündung des Patea-Flusses befindet und sowohl Stell- als auch Zeltplätze zur Verfügung stellt.

Am Patea Beach startet auch der Patea River Historic Walk. Immer am Fluss entlang bis zur York Street führt die kleine Wanderung an einigen historisch bedeutenden Plätzen vorbei und bietet ebenfalls sensationelle Eindrücke der neuseeländischen Landschaft.

Patea – vom Käsehafen zur modernen Stadt

In den 1880er-Jahren entstanden an der Südküste der Nordinsel die ersten Kühlhäuser für Milchprodukte, die Vorläufer des riesigen Unternehmens „Patea Freezing Works“. Bis in die 1920er-Jahre entwickelte sich Patea zum weltgrößten Exporthafen für Käse und andere Molkereiprodukte. Nachdem der Hafen 1959 geschlossen wurde, wurde 1982 auch das Kühlwerk eingestellt – ein schwerer Schlag für die Wirtschaft der Region.

Heute ist Patea vor allem als der Ort bekannt, an dem der erfolgreiche Profigolfer Michael Campbell Golf spielen lernte und der Maori-Hit „Poi-E“ entstand. Diese weit über die Landesgrenzen bekannte Single der Band „Patea Maori Club“ kam 1982 in die Hitparaden und kann in Patea wohl noch immer von jedem Einheimischen auswendig gesungen werden. Im Aotea Utanganui Museum an der Hauptstraße kann im ältesten Kolonialgebäude der Stadt die reiche Maori- und europäisch-geprägte Geschichte der South Taranaki Region nachvollzogen werden.