Lake Manapouri, Neuseeland

Der Lake Manapouri auf der Südinsel wird oft als schönster See Neuseelands bezeichnet - © Lutz Maertens CC BY-SA3.0/Wiki
© Lutz Maertens CC BY-SA3.0/Wiki

Der Lake Manapouri auf der Südinsel wird mit seiner stillen Wasseroberfläche und seiner herrlichen, unberührten Landschaft oft als schönster See Neuseelands bezeichnet.

Im Westen der Südinsel liegt der nach dem Lake Hawea zweitkleinste von Neuseelands fünf großen Gletscherseen: der Lake Manapouri. Vor allem in den Sommermonaten von Oktober bis April ist hier einiges los, wenn zahlreiche Neuseeländer an den See strömen, um sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und das ruhige Wasser zu genießen.

BILDER: Lake Manapouri

 

Der friedliche See liegt zur Gänze im Fiordland-Nationalpark, dem größten Nationalpark des Landes und wird oft als schönster See Neuseelands bezeichnet. Mit 444 Metern Tiefe ist in Neuseeland nur der Hauroko-See noch um 18m tiefer als der Lake Manapouri. Die Oberfläche des maximal 28km langen Sees wird von über 30 kleineren und größeren Inseln unterbrochen und von den Gipfeln der Cathedral Mountains gesäumt.

Blick auf die Cathedral Mountains von Pomona Island, der größten der gut 30 Inseln auf dem Lake Manapouri, Neuseeland - © Motorau PD / Wikipedia
© Motorau PD / Wikipedia

Manapouri Kraftwerk

Am westlichen Ufer des Lake Manapouri liegt mit dem Manapouri-Kraftwerk das größte Kavernen-Kraftwerk von Neuseeland. 1959 wurde das umstrittene Projekt umgesetzt, um die unterirdische Wasserkraft von Neuseelands zweittiefstem See zu nutzen. 2 10 Kilometer lange Tunnel zwischen dem See und dem Meer dienen hier der Stromerzeugung. Um die Energieausbeute noch weiter zu steigern war eine Anhebung des Seespiegels um 30 Meter geplant. Dies konnte jedoch durch die gut 10 Jahre dauernde Protest-Kampagne „Save Manapouri“ verhindert werden.

Am westlichen Ufer des Lake Manapouri liegt mit dem Manapouri-Kraftwerk das größte Kavernen-Kraftwerk von Neuseeland - © Sendervictorius CC BY-SA3.0/Wiki
© Sendervictorius CC BY-SA3.0/Wiki

Der Bau des Kraftwerks hat allerdings auch seine Vorteile, denn dadurch wurde der Zugang zum landschaftlich äußerst reizvollen Doubtful Sound verbessert. Mit Voranmeldung kann das größte Unterwasser-Kraftwerk der Südhalbkugel besichtigt werden.

Manapouri als Basis für Ausflüge auf und um den See

In der friedlichen Ortschaft Manapouri am Ufer des Sees, rund 20 Autominuten von Te Anau entfernt, finden Touristen ein umfassendes Freizeitangebot. Bootstouren, Kajakfahrten und Segeltörns auf dem glasklaren Wasser sind ebenso beliebte Aktivitäten, wie Wanderungen durch den Fiordland-Nationalpark abseits der Wasseroberfläche. Entlang des 157km langen Ufers wird der üppige Regenwald von mehreren einsamen Buchten mit idyllischen Sandstränden unterbrochen, die oft nur mit dem Boot erreichbar sind.

Entlang des 157km langen Ufers des Lake Manapouri wird der üppige Regenwald von mehreren einsamen Buchten unterbrochen, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Für ausgiebige Touren sind der mehrtägige Kepler Track und Dusky Track zu empfehlen. Beide Wanderungen führen fernab der Zivilisation durch die unberührte Natur der Region Southland. Der Circle Track, eine Halbtages-Wanderung, führt um den Lake Manapouri und Ausflüge zum Hope Arm oder auf den Mount Titiroa sind mit einer Übernachtung verbunden. Auch einige Wasserfälle sind in der Umgebung des Lake Manapouri zu finden, zu erreichen über den „Waterfall Walk“ oder den „Gorgeburn Falls Track“.