Hawera, Neuseeland

Die unscheinbare Kleinstadt Hawera auf der Nordinsel von Neuseeland bietet von ihrem Wasserturm aus einen herrlichen Rundblick über Taranaki  - © FRASHO / franks-travelbox
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Die unscheinbare Kleinstadt Hawera auf der Nordinsel von Neuseeland bietet von ihrem Wasserturm aus einen herrlichen Rundblick über Taranaki und ist Heimat der größten Molkerei der Südhalbkugel.

Am Ende des berühmten Surf Highways auf der Nordinsel Neuseelands, nur 20 Autominuten vom Mount Taranaki entfernt, wartet die friedvolle Ortschaft Hawera. Eingebettet in sanft hügeliges Farmland mit plätschernden Bächlein ist die Kleinstadt mit rund 11.000 Einwohnern die zweitgrößte Ansiedlung der Region Taranaki und bietet mit einem 18-Loch-Golfplatz und drei idyllischen Parks inklusive Seen, Sportmöglichkeiten und einem chinesischen Garten ausreichend Möglichkeiten für eine entspannte Freizeitgestaltung.

Milchkühe als Mittelpunkt

Bei Hawera fällt auf, dass die allgegenwärtigen Schafherden Neuseelands durch Kühe ergänzt werden. Kein Wunder, denn südlich von Hawera befindet sich die größte Molkerei Neuseelands und der gesamten Südhalbkugel, die zu einer eigenen Touristenattraktion geworden ist. Jeden Tag werden hier unglaubliche 13 Millionen Liter Milch verarbeitet. Das gewaltige Werk besitzt sogar ein Kraftwerk und erzeugt seinen eigenen Strom. Dementsprechend lebt die Region in erster Linie von der Milchwirtschaft und bietet ausgezeichnete Milch- und Käse-Spezialitäten an.

Wasserturm als Wahrzeichen

Der hübsche, 54m hohe Wasserturm aus dem Jahr 1914 ist das Wahrzeichen von Hawera, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Schon von weitem sichtbar ist das Wahrzeichen von Hawera – ein hübscher, 54m hoher Wasserturm. Grund für seine Errichtung im Jahr 1914 waren drei großflächige Brände, die Hawera im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert heimgesucht haben. Dazu passend heißt auch der Name der Stadt übersetzt „verbrannter Ort“. Diese Maori-Bezeichnung geht allerdings nicht auf die historischen Feuersbrünste, sondern auf eine – ebenfalls flammende – Auseinandersetzung zweier lokaler Stämme zurück, die einige Kilometer weiter südlich stattfand. Um die Mittagszeit ist der Turm geöffnet und kann über 215 Stufen erklommen werden. Von oben tut sich ein wunderbarer Rundblick über die idyllische Landschaft von Taranaki auf.

Um die Mittagszeit ist der Wasserturm von Hawera geöffnet und kann über 215 Stufen erklommen werden, Neuseeland  - © FRASHO / franks-travelbox
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Tawhiti-Museum

Neben den hübschen Häusern aus dem frühen 20. Jahrhundert kann in Hawera auch in zwei Museen Geschichte geschnuppert werden. Anhand einiger lebensgroßer Wachsfiguren und nachgebauter Maori-Dörfer informiert das Tawhiti-Museum über die örtliche Geschichte und erinnert dabei an wenig an einen amerikanischen Themenpark – Bootsfahrt durch das koloniale Neuseeland inklusive.

Elvis-Presley-Museum

Elvis-Fans sollten dem Elvis-Presley-Memorial-Records-Room einen Besuch abstatten. Gegen eine freiwillige Spende können hier unzählige Erinnerungsstücke an den „King of Rock“ besichtigt werden, darunter rund 5.000 Schallplatten.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Tawhiti-Museums von Hawera (englisch)
Offizielle Website des Elvis-Museums von Hawera (englisch)

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