Craters of the Moon, Neuseeland

Die so genannten „Craters of the Moon“ präsentieren sich auf Neuseelands Nordinsel mit zischenden Löchern und Schwefelgestank als hitzige Angelegenheit - © FRASHO / franks-travelbox
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Auf einer baumlosen Ebene von knapp 40 Hektar präsentieren sich die so genannten „Craters of the Moon“ auf Neuseelands Nordinsel mit zischenden Löchern und Schwefelgestank als hitzige Angelegenheit.

Die „Craters of the Moon“ 4km nördlich von Taupo sind ein weiteres geothermales Naturwunder, welches zu den Sehenswürdigkeiten Neuseelands zählt. Das Gebiet von rund 36 Hektar Größe eignet sich ideal als Einstieg in die vulkanische Zone zwischen Taupo und Rotorua.

BILDER: Craters of the Moon

 

Die vielfarbigen steinernen Krater und Löcher der Craters of the Moon entstanden erst durch die Einwirkung des Menschen. 1958 wurde im nahe gelegenen Warakei-Fields ein thermales Kraftwerk gebaut, das den Grundwasserspiegel senkte (und heute noch besichtigt werden kann). Dadurch wurde die Hitze im Erdinneren größer und der Druck stärker, bis er sich in regelrechten Explosionen entlud.

Die hydrothermischen Eruptionen in den Craters of the Moon in Neuseeland hinterlassen Krater mit bis zu 20 Metern Tiefe - © FRASHO / franks-travelbox
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Zurzeit kommt es etwa einmal im Jahr zu einer derartigen hydrothermischen Eruption, die Fontänen von bis zu 100 Metern Höhe auslösen und Krater mit bis zu 20 Metern Tiefe zurücklassen. Dabei wird der Druck unter der Erdoberfläche zu groß und bahnt sich seinen Weg nach draußen. Durch ein bestehendes oder ein neu entstehendes Loch im Boden schießt eine Mischung aus Dampf, Wasser, heißem Schlamm und anderem unterirdischem Material. Bis heute entstehen immer neue Mini-Krater und der geothermale Park wird dadurch immer größer.

Aus den Fumarolen der Craters of the Moon in Neuseeland, auch „Blow Holes“ genannt, entweichen in regelmäßigen Abständen Dampfschaden - © FRASHO / franks-travelbox
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Sucht sich der unterirdische Druck immer wieder denselben Weg nach draußen, entstehen Fumarolen, auch „Blow Holes“ genannt, aus denen in regelmäßigen Abständen Dampfschwaden entweichen. Reagieren die vulkanischen Gase in Verbindung mit Wasser zu Schwefelsäure, entsteht ein grau-braunes Gemisch und Lehm und Ton, welches in so genannten „Mudpools“ vor sich hin blubbert.

Tipp: Nach Regenfällen oder bei Kälte zeigen sich die Dampfschwaden der Craters of the Moon am eindrucksvollsten. Auch im Morgenlicht sorgen die weißen Fontänen für spektakuläre Augenblicke.

Unterwegs in den Craters of the Moon

Die Craters of the Moon sind touristisch äußerst gut erschlossen und werden, ebenso wie die nahe gelegenen Huka Falls, vom Craters of the Moon Trust verwaltet. Ein großer Parkplatz und ein Besucherzentrum empfangen die Touristen.

Tipp: Im Gegensatz zu anderen geothermalen Gebieten, wie zum Beispiel Wai-o-Tapu oder Orakei Woraku, ist der Eintritt hier relativ günstig – was geboten wird, ist dafür aber auch nicht so spektakulär.

Nach einer informativen Runde im Besucherzentrum, in dem die geologischen Gegebenheiten des Areals auf interessante Weise erklärt werden, geht es hinaus in die dampfende und zischende Landschaft.

Ein rund einstündiger, gemütlicher Fußweg, der sogar barrierefrei ist, führt über Stege durch die faszinierende Umgebung aus schwefeligen Kratern und rauchende Fumarolen, die sich permanent in Veränderung befindet. Wer vorsichtig an die Kante des Weges heranschreitet, kann tatsächlich die Hitze spüren, die vom Boden aufsteigt. Zur eigenen Sicherheit der Besucher ist das Verlassen der markierten Pfade nicht gestattet, denn ein Abweichen davon kann in der hitzigen Umgebung nicht nur zu verbrannten Fußsohlen führen, sondern sogar lebensgefährlich sein.

Ein Abweichen von den markierten Pfaden kann in der hitzigen Umgebung der Craters of the Moon lebensgefährlich sein, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Anders als zum Beispiel in den US-amerikanischen Craters of the Moon in Idaho, wurde hier die Vegetation nicht ganz von Ödnis verbannt und so wachsen zwischen den dampfenden Löchern immer noch Moose und Farne. Nur für Bäume und Sträucher ist der Boden zu heiß. Vom Aussichtspunkt, der über einen 20minütigen Abstecher erreicht werden kann, ist die „etwas andere“ Baumgrenze deutlich zu erkennen.

Die „etwas andere“ Baumgrenze, ab der es Bäumen und Sträuchern zu heiß wird, ist in den Craters of the Moon von Neuseeland deutlich zu erkennen - © FRASHO / franks-travelbox
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Tipp: Die Craters of the Moon sollten an heißen Tagen eher gemieden werden. In der baumlosen Ebene gibt es keinen Schatten und die Hitze kommt dank der geothermalen Aktivitäten nicht nur von oben, sondern auch von unten. Kopfbedeckung und ausreichend Wasser im Gepäck ist dann Pflicht!

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Craters of the Moon in Neuseeland (englisch)