The Catlins, Neuseeland

The Catlins im Süden der Südinsel gehört zu den am wenigsten besiedelten Regionen Neuseelands. Urlauber finden entlang der spektakulären Steilklippen einsame Buchten, unberührte Natur und vollkommene Erholung.

Das landschaftlich äußerst attraktive Gebiet „The Catlins“ liegt ganz im Süden der Südinsel von Neuseeland und zählt zu den atemberaubendsten Landschaften der Southern Scenic Road. Entlang der zerklüfteten Küste zwischen Waipapa Point und Nugget Point leben kaum Menschen, dafür eine Menge an bedrohter Vogelarten, Seelöwen, Pinguinen und Seebären. Die wunderschöne Küstenlandschaft gehört zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von Neuseeland.

Anzeige

BILDER: The Catlins

Fotogalerie: The Catlins

Besuch der Catlins – Willkommen im Ökotourismus-Paradies

Das versteckte Juwel der Südinsel erstreckt sich über 90 Kilometer an der Küstenlinie entlang und reicht rund 50km ins Landesinnere. Seine größte Siedlung, Owaka, zählt lediglich rund 400 Einwohner und lediglich kleine Stichstraßen führen durch das Gebiet.

Anzeige

Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit werden die Catlins zunehmend für den Ökotourismus entdeckt. Einsame Buchten, zerklüftete Klippen und Kaps, Wasserfälle, Höhlen und Sandstrände locken immer mehr Touristen in die unberührte Natur der Catlins. Der State Highway 1 streift die Straße lediglich, um die gesamte Schönheit der Region zu entdecken empfiehlt sich eine Fahrt auf der Southern Scenic Route, die von Fiordland bis Dunedin führt.

Sehenswürdigkeiten der Catlins

Zwischen Kaka Point und Fortrose erstreckt sich eine landschaftliche Symphonie aus dichten Regenwäldern, versteckten Seen und rauschenden Wasserfällen, umschlossen von einer zerklüfteten Küstenlinie mit spektakulären Ausblicken auf den Ozean. Traumhafte Sonnenuntergänge und ein überwältigender Sternenhimmel trösten über das raue Klima an der windgebeutelten Küste hinweg.

Curio Bay

Die malerische Curio Bay in den Catlins lockt das ganze Jahr über zahlreiche Touristen an ihren idyllischen Sandstrand, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Curio Bay im Süden von Neuseeland zählt zu den Top-Attraktionen der Catlins und wird jedes Jahr von rund 100.000 Touristen besucht. Neben ihrem landschaftlichen Reiz ist die Curio Bay vor allem für ihren versteinerten Wald und ihre Kolonie von Gelbaugenpinguinen bekannt. Informationen zur Curio Bay hält das Informationszentrum im nahegelegenen Waikawa bereit.

Versteinerte Bäume der Curio Bay

Die faszinierenden Baumstämme in der Curio Bay sehen heute noch aus wie Holz, sind jedoch aus solidem Stein, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die uralten Baumstämme am Strand der Curio Bay stammen von urzeitlichen Nadelbäumen, die den heutigen Kauri-Bäumen und Norfolk-Tannen ähneln. Sie wurden vor 180 Millionen Jahren von Asche und vulkanischem Schlamm verschüttet und durch Silizium bis heute konserviert. Ob seine Entstehung einem Vulkanausbruch oder vulkanischem Regen zu verdanken ist, ist unklar.

Tipp: Die versteinerten Bäume von Curio Bay können sind bei Ebbe am besten zu sehen. Informationen zu den Gezeiten gibt es im Informationszentrum von Waikawa.

Die Reihe der versteinerten Bäume erstreckt sich von Curio Bay bis zum Slope Point über eine Länge von rund 20 Kilometern. Damit gehören sie zu den größten und am besten erhaltenen versteinerten Wäldern der Welt.

Anzeige

Ein ähnliches Phänomen findet man zum Beispiel beim versteinerten Wald im Nordwesten von Namibia, oder im Naturpark Ischigualasto in Argentinien. Die faszinierenden Baumstämme sehen heute noch aus wie Holz, sind jedoch aus solidem Stein. An manchen Stellen sind sogar die Blätter von Farnen in versteinerter Form erhalten.

Um die versteinerten Bäume aus dem Jura-Zeitalter noch lange zu erhalten, dürfen die Stämme nicht beschädigt werden. Eine Aussichtsplattform rund 5min vom Parkplatz entfernt gibt den besten Überblick über dieses Überbleibsel der Dinosaurier-Zeit.

Gelbaugenpinguine der Curio Bay

Etwa 1600 Brutpaare von Gelbaugenpinguinen geben sich in der Curio Bay alle Mühe, die gefährdete Art zu erhalten, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Neben den Baumfossilien hat sich eine Kolonie der bedrohten Gelbaugenpinguine angesiedelt. Etwa 1600 Brutpaare geben sich hier alle Mühe, die gefährdete Art zu erhalten. Die Chance, die Pinguine zu sehen, ist am späten Nachmittag am größten, wenn sie von ihren Jagdausflügen aus dem Meer zu ihren Nestern zurückkehren.

Gemeinsam mit der nahegelegenen Porpoise Bay zählt Curio Bay außerdem zu den Lebensräumen der schwarz-weißen Hector-Delfine und der stark bedrohten Südkaper, die vor allem in den Sommermonaten (Oktober bis März) vor der Küste zu sehen sind.

BILDER: Curio Bay, Catlins

Fotogalerie: Curio Bay – Catlins

Nugget Point

Der Nugget Point ist mit tiefblauem Meer, wie zufällig verstreuten Mini-Inseln und einem schneeweißen Leuchtturm das Postkartenmotiv par excellence, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Das malerische Kap Nugget Point wird 76m über dem Meer von einem schneeweißen Leuchtturm gekrönt und markiert das Nordende der Catlins. Vom Fuß des Nugget Point Leuchtturms fällt der Blick auf einige spitze Felsen im Wasser. Von diesen so genannten „Nuggets“ hat das Kap seinen Namen.

Ein weiteres Kap wird weiter westlich vom Leuchtturm Waipapa markiert, dieser liegt jedoch nur 21m über dem Meeresspiegel.

Ausflug nach Nugget Point

Die Straße zum Nugget Point startet in der Siedlung Kaka Point und ist mit dem Auto gut befahrbar. Das letzte Stück des Wegs steigt jedoch steil bergan und kann nur zu Fuß bewältigt werden. Der Spazierpfad führt bis auf die Spitze des Kaps, welche von einem schneeweißen Leuchtturm markiert wird.

Am Fuß des Leuchtturms angekommen wird klar, warum der Nugget Point Teil der Southern Scenic Route ist. Die im türkisblau schimmernden Meer verstreuten Nuggets vor den begrünten Felsen am Festland, über denen Seevögel ihre Kreise ziehen, zählen eindeutig zu den schönsten Postkartenmotiven von Neuseeland.

Nugget Point Leuchtturm

Ein Spazierpfad führt bis auf die Spitze von Nugget Point, welche von einem schneeweißen Leuchtturm markiert wird, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Der schneeweiße Leuchtturm am Nugget Point wurde im Jahr 1869 erbaut und thront bis heute 76 Meter über dem Meer. Am 4. Juli 1870 wurde sein Leuchtfeuer das erste Mal entzündet und machte die gefährliche Küste für Schiffe, die zum Clutha River unterwegs waren, ab sofort sicherer. Seine Öllampe wurde 1949 durch einen 1000-Watt-Birne ersetzt.

1960 wurde der bis dahin dieselbetriebene Nugget Point Leuchtturm an das zentrale Stromnetz von Neuseeland angeschlossen. Seit 1989 funktioniert sein Licht computergesteuert. Vom Parkplatz kann der Leuchtturm innerhalb von fünf Minuten zu Fuß erreicht werden.

Naturschutzgebiet am Nugget Point

Die prachtvolle Szenerie rund um den Nugget Point ist nicht nur für menschliche Besucher attraktiv, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die prachtvolle Szenerie rund um den Nugget Point ist nicht nur für menschliche Besucher attraktiv. Auf den zahlreichen Felsen am Nugget Point hat sich eine große Seebären-Kolonie angesiedelt, die ihren maritimen Nahrungsvorrat mit zahlreichen Seevögeln, wie Basstölpeln und Löfflern, teilen muss.

In der Roaring Bay südlich von Nugget Point lebt eine kleine Gruppe von Gelbaugenpinguinen, die von einem Unterstand aus beobachtet werden können.

Tipp: Die beste Tageszeit für Tierbeobachtungen am Nugget Point ist entweder am Morgen oder am Abend. Feldstecher oder ein starkes Tele leisten dabei gute Dienste.

Der Lebensraum der tierischen Bewohner steht im Umkreis von rund 47 Hektar unter Naturschutz. Das Department of Conservation von Neuseeland setzt sich dafür ein, den Schutzraum auch auf die Unterwasserwelt auszuweiten, da die Küstengewässer vor Neuseeland zu den Wandergebieten von Buckelwalen, Orcas und Südkapern zählen. Auch Delfine können vom Ufer aus immer wieder gesichtet werden.

Bis jetzt konnten sich die umliegenden Gemeinden, die immer noch von der Fischerei leben, jedoch gegen das Meeresschutzgebiet durchsetzen.

BILDER: Nugget Point, Catlins

Fotogalerie: Nugget Point – Catlins

Cannibal Bay

Cannibal Bay der Catlins hat ihren Namen nicht von menschenfressenden Eingeborenen, sondern weil man hier einst menschliche Überreste fand, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Nur etwa 4km Luftlinie, jedoch 45 Minuten mit dem Auto von Nugget Point entfernt liegt die malerische Cannibal Bay. Die idyllische Bucht wird von grünen Hügeln gesäumt und in erster Linie von Wildtieren bevölkert. Seelöwen dösen in der Sonne, während Austernfischer im hellen Sand nach Nahrung suchen.

Cannibal Bay hat ihren Namen übrigens nicht von menschenfressenden Eingeborenen, sondern von einem Landvermesser, der hier einst menschliche Überreste fand.

BILDER: Cannibal Bay, Catlins

Fotogalerie: Cannibal Bay – Catlins

Jack’s Blowhole

Südwestlich von Cannibal Bay über den Catlins Lake ist in der nächsten Bucht, der Jack’s Bay, Jack’s Blowhole zu finden. Ein Schild von der Southern Scenic Road und Markierungen führen zu dem 55m tiefen Spalt im Felsen, der 200m vom Meer entfernt als Kanonenrohr für die Brandung fungiert.

Neben den Fontänen aus Meerwasser und dem spektakulären Rauschen und Gurgeln bietet Jack’s Blowhole auch atemberaubende Ausblicke über die Küste der Catlins.

Purakaunui Wasserfall

Die Purakaunui Falls sind ein typisches Postkartenmotiv von Neuseeland, welches in vielen Reisemagazinen als Aushängeschild der Catlins herangezogen wird - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

An vielen Stellen ragen die Klippen der Catlins rund 150m direkt aus dem Meer. Viele Flüsse, die im Süden von Neuseeland in den Ozean münden, stürzen sich über diese Felswand nach unten.

Der wohl bekannteste Wasserfall der Catlins ist jedoch der Sturz des Purakaunui Rivers im Landesinneren, rund 17km südwestlich von Owaka. Lange Zeit als Aushängeschild der Catlins verwendet war der Purakaunui Fall 1976 sogar auf einer Neuseeländischen Briefmarke abgebildet.

Spaziergang zum Purakaunui Wasserfall

 Der gesamte Pfad zum Purakaunui Wasserfall wird von einem Märchenwald aus Steineiben und Silberbuchen gesäumt, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Der Purakaunui Wasserfall ist die Hauptattraktion des Purakaunui Falls Scenic Reserve. Von der Hauptstraße zwischen Owaka und Invercargill zweigt die unbefestigte Purakaunui Falls Road ab, die zu einem kleinen Parkplatz führt. Toiletten und Picknickplätze sind die einzigen verfügbaren touristischen Einrichtungen.

Am Parkplatz beginnt ein Pfad direkt zum Wasserfall. Die 10minütige Wanderung durch dichten Regenwald gehört ebenso wie die Purakaunui Falls zu den touristischen Zielen der Southern Scenic Road.

Der gesamte Pfad wird von einem Märchenwald aus Steineiben und Silberbuchen gesäumt, deren Baumstämme von Moosen, Flechten und Farnen überwuchert sind. Das Tosen hört ihr schon aus der Ferne: 5km vor seiner Mündung ins Meer stürzt sich der Purakaunui River über drei Kaskaden 20 Meter über die Felsen hinab. Die rauschenden Wassermassen können von zwei Aussichtsplattformen aus nächster Nähe bestaunt werden.

Am Ende des Weges befindet sich die obere Aussichtsplattform, von der ein relativ steiler Weg zur unteren Aussichtsplattform führt. Der Abstieg zahlt sich aus, denn von unten zeigt sich der von leuchtend grünem Buschwerk umrahmte Wasserfall noch einmal malerischer.

BILDER: Purakaunui Falls, Catlins

Fotogalerie: Purakaunui Falls – Catlins

Cathedral Caves

Bei Ebbe liegt am Nordende des Waipati Beach für zwei Stunden der Zugang zu den Cathedral Caves frei. Mit einer Höhe von 30 Metern gehören sie zu den 30 größten Küstenhöhlen der Welt. Für den rund 30minütigen Zugang, zu dem vom Parkplatz ein Weg auf Privatgrund führt, wird eine kleine Gebühr eingehoben. Informationen zu den Gezeiten sind in jedem Informationszentrum erhältlich.

Surfing

Der allgegenwärtigen Brise hat Catlins auch seine hohen Wellen zu verdanken, die zahlreiche Surfer auf den Plan locken. Schwimmen und Baden ist durch die meist stürmische Brandung in den idyllischen Buchten der Catlins kaum möglich, dagegen steht Big Wave Surfing hier nahezu an der Tagesordnung. 2003 waren die Catlins in der Surfer-Branche in aller Munde, als ein Surfer aus Dunedin hier eine elf Meter hohe Welle bewältigte.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Catlins

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige