Bridge to Nowhere im Whanganui Nationalpark, Neuseeland

Nachdem die Straße dahinter nicht finanziert wurde, führt die Bridge to Nowhere im Whanganui-Nationalpark bis heute aus dem Dschungel in den Dschungel, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Der 3km lange Wanderweg „Bridge to Nowhere Track“ führt durch die atemberaubenden Urwälder des Whanganui-Nationalparks bis zur einzigartigen „Brücke ins Nichts“ aus der Zwischenkriegszeit.

Die „Brücke ins Nichts“ zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen im Whanganui-Nationalpark auf der Nordinsel von Neuseeland. Das hölzerne Bauwerk ist Zeugnis der Abwanderung, die im frühen 20. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks vonstatten ging und für manche noch ein Symbol der Träume und Hoffnungen von damals.

BILDER: Whanganui Nationalpark – Bridge to Nowhere

 

Die Brücke wurde 1936 von ausgedienten Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet. 1942 entschied jedoch die neuseeländische Regierung, die bereits zugesicherte Straße dahinter doch nicht zu finanzieren. Und so führt der hölzerne Steg bis heute aus dem Dschungel in den Dschungel.

Nach einer Bootsfahrt auf dem Whanganui ist die Bridge to Nowhere über einen Fußmarsch zu erreichen, der durch eine fantastische Pflanzenwelt führt, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Nach einer Bootsfahrt auf dem Whanganui ist die Bridge to Nowhere über einen knapp 3km langen Fußmarsch zu erreichen, der durch eine fantastische Pflanzenwelt führt. Der Spaziergang durch die urwaldartigen Bäume mit mystischen Namen wie Podocarpaceen, Tawa, Kahami, Rimu oder Kowai wird vom Gesang ebenso fremdartig klingender Vogelarten begleitet. Mit viel Glück lässt sich sogar ein Blick auf einen gefiederten Kaka, Karearea, Tui, Riroriro, Miromiro oder Toutouwais erhaschen.

Wie viele große Vogelarten in Neuseelands Urwälder gehört auch der Kaka-Papagei zu den gefährdeten Arten - © Shaun Jeffers / Shutterstock
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Da der Whanganui-Fluss nicht zum Naturschutzgebiet gehört, sondern als öffentliche Straße gilt, kann die Bridge to Nowhere mit dem Speedboat erreicht werden. Die traumhaften Bootstouren starten in Pipiriki und können auf der Rückfahrt selbst mit dem Kajak bestritten werden. Viel ursprünglicher gestaltet sich die Fahrt natürlich in einem kanuähnlichen Maori-Boot.

Die Brücke markiert übrigens die Hälfte des Weges auf dem 3km langen Wanderweg „Bridge to Nowhere Track“, dem wohl beliebtesten Kurzwanderweg im Whanganui-Nationalpark.

Weiterführende Links:

Infos zum Whanganui-Nationalpark vom neuseeländischen Department of Conservation (englisch)