Arthur’s Pass Nationalpark, Neuseeland

Der Arthur’s Pass Nationalpark auf der Südinsel von Neuseeland bietet zahlreiche Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Arthur’s Pass Nationalpark zwischen Christchurch und Greymouth bietet zahlreiche Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, die durch herrliche Landschaft aus tief eingeschnittenen Tälern und unberührten Wäldern führen.

Von Christchurch nach Greymouth geht es auf dem Great Alpine Highway über den spektakulären Arthur’s Pass, der von der atemberaubenden Landschaft des gleichnamigen Nationalparks umgeben ist. Er liegt im nördlichen Zentrum der Südinsel von Neuseeland, mitten in der Gebirgskette Kā Tiritiri o te Moana, dem „Rückgrat der Südinsel“ und ist mit 920m Höhe der fünfthöchste befahrbare Pass Neuseelands.

BILDER: Arthur’s Pass Nationalpark

 

Die Neuseeländischen Alpen locken im Arthur’s Pass Nationalpark mit nackten Bergflanken, tief eingeschnittenen Tälern, dichten Buchenwäldern und tosenden Wasserfällen. Während auf der niederschlagsärmeren Ostseite hauptsächlich Buchen zu finden sind, ließen üppige Regenfälle (bis zu 5000mm pro Jahr, fast zehnmal so viel wie in Berlin) an der Westseite des Gebirgszugs einen dichten Wald, mit Flechten und Moosen bewachsenen Mischwald entstehen. Zwischen den beiden Lebensräumen findet sich eine Gebirgslandschaft vom Feinsten, komplett mit alpinen Wiesen, schroffen Felswänden und schneebedeckten Gipfeln.

Dichte Wälder bedecken die Bergflanken der Neuseeländischen Alpen im Arthur’s Pass Nationalpark auf der Südinsel von Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Basislager Arthur’s Pass Village

Für Wanderungen durch den 97.000 Hektar messenden Arthur’s Pass Nationalpark eignet sich Arthur’s Pass Village als perfekter Ausgangspunkt. Das winzige Dorf bietet mit Lodges, Cottages und einigen kleinen Cafés ausreichend Infrastruktur, um als Basislager für diverse Touren zu dienen. Ihren Namen hat die Region übrigens von Arthur Dudley Dobson, der 1864 die ersten Europäer auf diesem Weg durch das Gebirge führte 1866 wurde über den 920m hohen Pass ein Eselspfad eröffnet und 1923 kam die 231m lange Bahnlinie von Küste zu Küste hinzu, die bis heute genutzt wird, wenn auch nur für den Tourismus.

Die Fahrt durch den Arthur’s Pass Nationalpark ist mit der Bahnlinie TranzAlpine besonders reizvoll, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Tipp: Die Fahrt durch den Arthur’s Pass Nationalpark ist mit der TranzAlpine über Viadukte, Brücken und Tunnel besonders reizvoll! Diese Bahnlinie führt als einziger Verkehrsweg durch das malerische Tal des Flusses Waimakariri mit seinen spektakulären Bergpanoramen.

Leichte Tour zu den Wasserfällen

Besonders beliebt, da mit einer Stunde kaum zeitäufwändig, ist die Wanderung vom Arthur’s Pass Village zu den beiden Wasserfällen Devil’s Punchbowl Falls und Bridal Veil Falls. Die Wege sind ausgezeichnet ausgebaut, hervorragend beschildert und nur auf dem letzten Stück etwas steiler. Die rauschenden Wassermassen der 131m hohen Devil’s Punchbowl Falls im Arthur’s Pass Nationalpark sind schon von weitem auszumachen.

Die rauschenden Wassermassen der 131m hohen Devil’s Punchbowl Falls im Arthur’s Pass Nationalpark sind schon von weitem auszumachen, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Je nach Witterung wird am Bridal Veil Fall klar, woher der „Brautschleier-Wasserfall“ seinen Namen hat. Bei starkem Wind wird der Wasserfall tatsächlich wie ein Schleier hin und her geweht.

Anspruchsvolle Touren auf diverse Berge

Blick auf den 1866 erstmals eröffneten Arthur’s Pass vom Avalanche Peak Track, Neuseeland - © Karsten Sperling CC BY-SA2.0/Wiki
© Karsten Sperling CC BY-SA2.0/Wiki

Falls die 1-Stunden-Tour zu den Wasserfällen zu wenig ist, hält der Arthur’s Pass Nationalpark ausreichend Alternativen bereit. Die Wanderungen auf den Mount Aicken, den Mount Bealey oder den Avalanche Peak führen alle auf über 1.800 Meter und dauern vom Arthur’s Pass Village aus 6-8 Stunden. Sehr angenehm: Bis auf den mäßig besuchten Avalanche Peak Track sind auf den Bergtouren kaum Touristen unterwegs.

Die Kennzeichnung der teils unwegsamen Wanderpfade erfolgt mit oft etwas schwierig auszumachenden Holzpflöcken. Vor allem nach Schlechtwetter sind die Wege oft rutschig oder dank Auswaschungen, herabgefallenen Steinen und umgestürzten Bäumen mühsam zu gehen.

Auch erfahrene Bergsteiger sind im Arthur’s Pass Nationalpark willkommen. Der Nationalpark beherbergt 16 Gipfel, die über 2.000 Meter hoch sind. Der höchste von ihnen ist der Mount Murchison mit 2.400 Metern. Diese werden auf mehrtägigen Touren erklommen, auf denen Hütten und einfach Biwaks für Übernachtungen eingerichtet sind.

Achtung Kea!

Vor allem bei Pausen, wenn die Verpflegung ausgepackt wird, sind die frechen Keas schnell zur Stelle! Lange genug unbeobachtet öffnen sie mit ihren ebenso spitzen wie geschickten Schnäbeln Schlaufen und Bänder von Rucksäcken oder hacken sich kurzerhand den Weg frei. Sogar vor Autos (vor allem ihren Gummidichtungen) machen die nur in Neuseeland heimischen Papageien nicht halt.

Sogar vor Autos machen die frechen Keas mit ihren spitzen Schnäbeln im Arthr’s Pass Nationalpark nicht halt, Neuseeland - © Jens Bludau CC BY-SA3.0/Wiki
© Jens Bludau CC BY-SA3.0/Wiki

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Arthur’s Pass (englisch)
Offizielle Website der Bahnlinie TranzAlpine (englisch)