Schloss Schönbrunn in Wien, Österreich

Blick auf das barocke Schloss Schönbrunn in Wien, das eines der bedeutendsten Kulturwerke und eine der meist besuchten Attraktionen Österreichs ist © Yvann K / Fotolia

Das barocke Schloss Schönbrunn in der österreichischen Hauptstadt Wien ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen Österreichs und von historisch von hoher Bedeutung. Seine über 1.000 Zimmer zeugen von der damaligen Herrschaft der Habsburger und von Glanz und Gloria des Kaiserreichs.


Das barocke Schloss Schönbrunn in der österreichischen Hauptstadt Wien ist eines der bedeutendsten Kulturwerke und eine der meist besuchten Attraktionen Österreichs. In dem im 17. Jahrhundert erbauten Palast residierten bereits Kaiser Leopold I., Maria Theresia, Napoleon und Kaiser Franz Joseph I mit seiner Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als „Sissi". Im Schlosstheater hatten bereits Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart ihre Auftritte.

Schloss Schönbrunn in Wien

Das spektakuläre Schloss Schönbrunn thront seit dem 17. Jahrhundert in der österreichischen Hauptstadt und zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens
Das imposante Schloss Schönbrunn in Wien wurde von 1696 bis 1701 vom Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet, Österreich
In dem im 17. Jahrhundert erbauten Schloss Schönbrunn in Wien residierten bereits Kaiser Leopold I., Maria Theresia, Napoleon und Kaiser Franz Joseph I mit seiner Kaiserin Sissi, Österreich
In den prunkvollen Räumlichkeiten des Schlosses Schönbrunn in Wien werden Glanz und Gloria des Kaiserreichs nachvollziehbar, Österreich
Bis 1918 wurde das Schloss Schönbrunn in Wien als Sommersitz der Habsburger genutzt, Österreich
Die insgesamt 1.441 Zimmer und Säle des Schlosses Schönbrunn in Wien werden als Museum genutzt, aber auch als Privatwohnungen vermietet, Österreich
Gemeinsam mit seinem herrlichen Schlossgarten stellt das Schloss Schönbrunn in Wien ein perfektes Gesamtkunstwerk von historischer Bedeutung dar, Österreich
Der barocke, in französischem Stil gehaltene Schönbrunner Schlosspark ist ein Prachtstück von Wien, das auf keinen Fall versäumt werden sollte, Österreich
Die Blumenarrangements des herrlichen Schönbrunner Schlossparks erstrecken sich bis zum Neptunbrunnen am Fuß des Hügels mit der Gloriette, Wien, Österreich
Die Gloriette im Schlossgarten von Schloss Schönbrunn, Wien, Österreich
Die Gloriette wurde auf Wunsch von Kaiserin Maria Theresia im Jahr 1775 errichtet, Wien, Österreich
Der eindrucksvolle Neptunbrunnen im Schlossgarten von Schönbrunn schließt am Fuße des Hügels der Gloriette den Schlosspark optisch ab, Wien, Österreich
Brunnen in der weitläufigen Parkanlage des barocken Schlosses Schönbrunn in Wien, Österreich
Der Kronprinzengarten breitet sich vor der Ostfassade des prachtvollen Schlosses Schönbrunn in Wien aus, Österreich
Das Schloss Schönbrunn bietet jedes Jahr zur Adventszeit eine der schönsten Kulissen für die Wiener Weihnachtsmärkte, Österreich
Blick auf das barocke Schloss Schönbrunn in Wien, das eines der bedeutendsten Kulturwerke und eine der meist besuchten Attraktionen Österreichs ist
Das heutige Schloss Schönbrunn entstand im Jahr 1548 als Gatterburg und war damals Sitz des Wiener Bürgermeisters Hermann Bayr, Österreich
Seit 1996 zählt das erstaunlich gut erhaltene Barockschloss Schönbrunn in Wien zum Weltkulturerbe der UNESCO, Österreich
zur Galerie

Geschichte des Schlosses Schönbrunn

Das ehemalige Augebiet des Wienflusses wurde erstmals 1311 als Khattermühle urkundlich erwähnt und war damals im Besitz des Stiftes Klosterneuburg. 1548 errichtete der damalige Wiener Bürgermeister Hermann Bayr dort seinen Herrensitz, die Gatterburg. 1569 ließ Kaiser Maximilian II. das weitläufige Grundstück in sein Jagdrevier umwandeln, indem er Fischteiche anlegte und neben Wild auch Fasane, Truthühner und Pfauen hielt (daher der heute noch gebräuchliche Name für den Fasangarten des hinteren nicht öffentlichen Teils des Areals). Erst knapp 100 Jahre später, von 1638 bis 1643 ließ Eleonora Gonzage, die Witwe von Ferdinand II einen Zubau zur Gatterburg errichten, in dem sie standesgemäße Veranstaltungen abhalten konnte. Zu dieser Zeit tauchte erstmals der Name „Schönbrunn" auf. Der "Schöne Brunnen" ist im Schlossgarten übrigens heute noch vorhanden.

Das imposante Schloss Schönbrunn in Wien wurde von 1696 bis 1701 vom Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet, Österreich © S.Borisov / Shutterstock

Nachdem das Anwesen im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683 zerstört wurde, beauftragte vier Jahre später Kaiser Leopold I. den Neuaufbau. Entworfen und erbaut wurde das Schloss Schönbrunn vom Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach, die Fertigstellung erfolgte von 1696 bis 1701. Kaiserin Maria Theresia machte das Schloss zu ihrem Sommersitz, wofür es bis 1918 von den Habsburgern genutzt wurde. Sie veranlasste auch diverse Um- und Zubauten, unter anderem die Errichtung der wunderschönen Gloriette als Abschluss des Schlossgartens, sowie den Großteil der einzigartigen Rokoko-Inneneinrichtung. Seit 1870 wurden keine größeren Änderungen mehr vorgenommen.

Die Räumlichkeiten in der Schönbrunner Gloriette dienten einst schon dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. als Fest- und Speisesaal, Wien, Österreich © photo.ua / Shutterstock

1918 mit Ende der Herrschaft der Habsburger ging das Schloss Schönbrunn in Staatsbesitz über. Zwei Trakte wurden den Wiener Kinderfreunden als Unterkünfte für viele Kriegswaisen zur Verfügung gestellt, ebenso zählten hohe Politiker, Kriegsinvalide, Pfadfinder und auch die Hofpferde zu den „Bewohnern". Während des Zweiten Weltkrieges wurde es von britischen Truppen besetzt und entging so Plünderungen und überdimensionalen Schäden.

In dem im 17. Jahrhundert erbauten Schloss Schönbrunn in Wien residierten bereits Kaiser Leopold I., Maria Theresia, Napoleon und Kaiser Franz Joseph I mit seiner Kaiserin Sissi, Österreich © SASIMOTO / Shutterstock

Schloss Schönbrunn heute

Heute sind die insgesamt 1.441 Zimmer und Säle zum Großteil als Museum genutzt, einige Räumlichkeiten werden aber auch als Privatwohnungen vermietet. Die Verwaltung übernimmt die 1992 gegründete Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Seither wird die Erhaltung des Schlosses aus eigenen Einnahmen finanziert. Im Museum haben die Besucher Gelegenheit, die imperiale Regierungszeit nachzuempfinden und in den prunkvollen Räumen werden Glanz und Gloria des Kaiserreichs nachvollziehbar. Die Privatgemächer von Franz und Elisabeth mit den barocken Möbeln können ebenso besichtigt werden wie die Silberkammer mit den Schätzen von damals.

Durch den kulturellen Wert des erstaunlich gut erhaltenen Barock-Schlosses wurde es 1996 auf die Liste der UNESCO Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Die Blumenarrangements des herrlichen Schönbrunner Schlossparks erstrecken sich bis zum Neptunbrunnen am Fuß des Hügels mit der Gloriette, Wien, Österreich © JeniFoto / Shutterstock

Doch nicht nur das pompöse Schloss Schönbrunn selbst zieht die Besucher an. Der barocke, in französischem Stil gehaltene Schönbrunner Schlosspark ist ebenfalls ein Prachtstück der Stadt Wien, das man auf keinen Fall versäumen sollte. Zusammen mit dem angrenzenden Schönbrunner Tiergarten stellen das Schloss Schönbrunn und sein Garten ein perfektes Gesamtkunstwerk von historischer Bedeutung dar - ein Zeugnis der Herrschaft der Habsburger über Österreich.


Bücher:

Newsletter anmelden