Weißes Haus in Washington D.C., USA

Blick auf das Weiße Haus in Washington D.C., USA - © Vacclav / Fotolia
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Das Weiße Haus in Washington D.C. ist Wohnort und Regierungssitz des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten. Führungen finden an ein paar Tagen in der Woche statt und können nur über ein Kongressmitglied gebucht werden.

Das Weiße Haus ist der wohl weltweit bekannte offizielle Sitz des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Neben dem Arbeitszimmer des Präsidenten, dem Oval Office, beherbergt es auch das Büro des Vizepräsidenten. Seinen Namen erhielt es 1901 von Theodore Roosevelt nachdem die Rauchschäden im Sandstein des Gebäudes nach einem Brand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiß übertüncht wurden.
Es besteht neben der meist abgebildeten Hauptvilla, dem Executive Mansion mit den charakteristischen Säulen, auch aus zwei Nebengebäuden, dem Ost- und Westflügel.

Der Grundstein für das Weiße Haus wurde am Gründungstag der neuen amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. gelegt, am 13. Oktober 1792. Der erste Präsident, der im Weißen Haus wohnte, war John Adams, der 1800 einzog. Seitdem hat jeder amtierende Präsident dort gewohnt. Es wurden knapp 20 Ehen dort geschlossen und sogar ein Kind auf die Welt gebracht – Esther, die zweite Tochter der Clevelands erblickte das Licht der Welt im Weißen Haus.

Mit den privaten Räumlichkeiten der Präsidentenfamilie und den repräsentativen Staatsräumen im Erdgeschoß des Executive Mansion verfügt das Weiße Haus über insgesamt 132 Räume, 35 Badezimmer, 412 Türen, 147 Fenster, 3 Aufzüge, 8 Treppenhäuser, einen Tennisplatz, einen Kinosaal, einen Pool, eine Bowlingbahn und ein Basketballfeld. Umgeben wird das Anwesen von vier Gärten, dem Nord- und Südrasen, dem White House Rose Garden und dem Jaqueline Kennedy Garden. Zu Weihnachten wird jedes Jahr unter Aufsicht der First Lady der „National Christmas Tree” aufgestellt, begleitet von monatelangen Festivitäten.

Neben dem Oval Office ist der East Room wohl der bekannteste Raum des Weißen Hauses, in dem offizielle Empfänge, Pressekonferenzen, aber auch Konzerte und Bälle stattfinden.

Wie Fort Knox

Das Weiße Haus ist mit Sicherheit eines der am besten bewachten Gebäude der Welt. Flugzeuge, die sich dem Weißen Haus trotz des Überflugverbots nähern, werden genau beobachtet. Für den Notfall gibt es Abfang-Jets und Luftabwehrraketen. Der Secret Service und die Park Police sowie Kameras und Sensoren überwachen das gesamte Gelände, auf dem Dach patrouillieren Scharfschützen. Sollte es dennoch einmal brenzlig werden, finden die Regierungsmitglieder im Luftschutzbunker unter dem Ostflügel Schutz, von wo aus eine Steuerung des Staates immer noch möglich ist. Die erste Evakuierung in der Geschichte des Weißen Hauses fand übrigens im Zuge der Terroranschläge am 11. September 2001 statt.

Das Weiße Haus liegt an der Pennsylvania Avenue in Washington D.C. und ist öffentlich über die blaue oder orange U-Bahn Linie über die Station „Federal Triangle” zu erreichen. Für Besucher ist das Weiße Haus eher schwer zugänglich. Es finden zwar Führungen statt, diese können jedoch nur über ein Kongressmitglied reserviert werden.

Wer sich diese Umstände nicht antun will, gibt sich am besten mit einem Besuch des Visitor Centers zufrieden, in dem über Filme, Karten und Ausstellungen über das Weiße Haus berichtet wird. Näher als bis zur so genannten Ellipse zu gelangen, einer Parkanlage vor dem Anwesen, ist leider schwierig. Doch auch von dort hat man einen wunderbaren Blick auf diese international so bedeutsame Villa.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Weißen Hauses mit allen Infos zur Regierung und einer virtuellen Tour (englisch)
Details zur Buchung von Führungen (englisch)