Spirit Lake, Washington, USA

Der Spirit Lake im Bundesstaat Washington, USA, wurde beim Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980 vollständig zerstört - © Dan Schreiber / Shutterstock
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Der Spirit Lake liegt im Mount St. Helens National Volcanic Monument, Washington und wurde durch den Vulkanausbruch 1980 völlig zerstört. Wissenschaftler beobachteten seine Regeneration über Jahrzehnte bis heute, er ist daher für Besucher nicht zugänglich, kann aber von einem nahe gelegenen Aussichtspunkt besichtigt werden.

Der Spirit Lake liegt im Mount St. Helens National Volcanic Monument im Südosten des amerikanischen Bundesstaates Washington. Grundsätzlich nicht besonders spektakulär anzusehen ist er jedoch wegen seiner Vergangenheit berühmt.

Verheerender Ausbruch des Mount St. Helens

Im Mai 1980, beim letzten Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens wurde der See mit vulkanischem Material aufgefüllt und vollständig zerstört. Fische und Pflanzen gingen in der schwefel- und bakterienverseuchten Kloake zugrunde. Das Fels-Gas-Gemisch, das der Mount St. Helens durch die Gegend schleuderte strömte auch in den See und trug Tausende von Baumstämmen mit sich, die die Wasseroberfläche zur Gänze bedeckten. Teile davon sind noch heute – nach über 30 Jahren – sichtbar.

Der Spirit Lake liegt heute in der Vorrangzone für ökologische Forschung im Mount St. Helens National Volcanic Monument. Wissenschaftler beobachten den See seit Jahrzehnten, um die Regenerationszyklen der Natur zu untersuchen. Entgegen der Erwartungen war der Sauerstoffkreislauf im Spirit Lake schon wieder nach zwei Jahren wiederhergestellt. Fischer haben mittlerweile einige Regenbogenforellen angesiedelt, das Fischen ist jedoch strengstens verboten um das nach wie vor empfindliche Gleichgewicht des Sees nicht zu stören. Dementsprechend ziehen einige Prachtexemplare dieser Tiere dort ihre Kreise, da sie seit mehreren Jahrzehnten von keiner Menschenseele gestört wurden.

Ausblick auf den Spirit Lake

Auch für Besucher ist der See nicht zugänglich. Ein Abstecher in seine Gegend lohnt sich dennoch. Kommend von der Interstate 5 nimmt man den Exit 68 (Highway 12) oder 21 (Woodland) und folgt der Forststraße Forest Road Service 99 über die Hügelkette Windy Ridge bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man eine spektakuläre Sicht auf den See und die Bergkette ringsum hat.

Tipp: Die Straße zum Aussichtspunkt kann offiziell von Mai bis Oktober befahren werden, ist aber wegen Murenabgängen o.ä. immer wieder gesperrt, es kann also passieren, dass man den Spirit Lake doch nicht zu Gesicht bekommt. Doch man braucht nicht enttäuscht zu sein, in der Gegend gibt es eine Menge an leicht zugänglichen Aussichtspunkten, von denen aus man den Mount St. Helens in seiner ganzen Pracht bewundern kann.

Weiterführende Links:

Die Geschichte von der Zerstörung und Regeneration des Spirit Lake im Bundesstaat Washington, USA (englisch)