One World Trade Center (1 WTC) und „Ground Zero“, New York, USA

New York City von oben – Das One World Trade Center ragt als höchstes Gebäude von New York an der Stelle der ehemaligen Twin Towers in die Höhe. Mit der höchsten Aussichtsplattform und dem höchsten Restaurant New Yorks zählt es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von New York.

Wohl jeder, der den 11. September 2001 erlebt hat, erinnert sich noch an den furchtbaren Terroranschlag auf das World Trade Center im Herzen New Yorks. Das neue One World Trade Center ragt genau an der Stelle in die Höhe, an der einst die Twin Towers standen, die nach den Anschlägen am 11. September 2001 einstürzten. Der eindrucksvolle Wolkenkratzer zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von New York.

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9/11 Terror-Anschlag – „Ground Zero“

Ground Zero Gedenkstätte, Newy York, USA - © littleny / Shutterstock
© littleny / Shutterstock

Die Bezeichnung „Ground Zero“ bezeichnet eigentlich nach einer Nuklearexplosion die Stelle, die der Detonation am nächsten war und daher den größten Schaden erlitten hat. Nach den Terroranschlägen auf New York vom 11. September 2001 wurde der Begriff erweitert und gilt nun auch als Synonym für den ehemaligen Standort des World Trade Centers, welches durch zwei entführte Passagierflugzeuge zum Einsturz gebracht wurde.

„Ground Zero“ beschreibt sehr plastisch den Eindruck der enormen Trümmerlandschaft an der Stelle, an der sich das World Trade Center befand – als hätte ein Bombe eingeschlagen.

Zuerst befand sich um den ehemaligen Platz des World Trade Centers demnach eine riesige Baustelle, die auf Besucher nicht besonders attraktiv wirkt. Doch wegen seiner Vergangenheit pilgern viele dorthin, um die Unglücksstelle vor Ort zu sehen, an der mutwillige Zerstörung wie sonst nirgends auf der Welt in derartigem internationalem Ausmaß für Angst und Schrecken sorgte.

9/11 Memorial – ein Ort der Stille

Nach dem Abschluss der Aufräumarbeiten im Mai 2002 wurde lange auch öffentlich debattiert, was mit dem Platz geschehen sollte. Einerseits wurde er als Gedenkstätte und Mahnmal des Terrorismus gesehen, andererseits als Grabmahl der Opfer des Anschlags, dessen Ruhe nicht gestört werden soll. Letztendlich entschied man sich doch für einen Wiederaufbau des so genannten One World Trade Centers, dessen Grundstein am 4. Juli 2004 gelegt wurde. Am 12. September 2011 wurde das 9/11 Memorial offiziell durch den damaligen Präsidenten Barack Obama eröffnet.

Der ehemalige Standort der Twin Towers ist seither kein Ort des Terrors mehr, sondern ein Ort der Stille. Zwei Pools, die „Foot Prints“ des World Trade Centers“, markieren inmitten von Bäumen die Stellen, wo die beiden gigantischen Türme einst standen. Im Zentrum der Pools stürzt das Wasser über 9 Meter weit ins Untergeschoß. Dies sind die größten künstlich angelegten Wasserfälle der USA. Rund um die Pools sind die Namen der knapp 3.000 Opfer in Bronzeplatten eingraviert.

Die Nennung der 2983 Opfer umfasst (abgesehen von den Attentätern) alle Personen, die im World Trade Center, im Pentagon und in den vier Flugzeugen ums Leben kamen. Auch für die Opfer der Bombenanschläge auf das World Trade Center im Jahr 1993 wurde eine eigene Inschrift angebracht (die vormalige Gedenkstätte wurde am 11. September 2001 ebenfalls zerstört).

9/11 Museum – Twin Towers in Trümmern

In einem Museum unterhalb der Pools kann man sich ausführlich über die Geschehnisse von damals informieren. Die Atmosphäre ist bewegend, manche empfinden es vielleicht sogar bedrückend, dennoch sollte man auch als Tourist seine Augen nicht vor dieser Realität verschließen. Zu den Ausstellungsstücken gehören neben den Fotos der tausenden Opfer auch originale Trümmer des World Trade Centers.

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One World Trade Center – das höchste Gebäude New Yorks

Direkt neben dem Ground Zero wuchs das One World Trade Center in die Höhe. Als Sieger des Architekturwettbewerbs ging aus über 400 Bewerbern Daniel Libeskind hervor, der jedoch kaum Erfahrung mit dem Bau von Wolkenkratzern aufweisen konnte. Letztendlich wurde das Gebäude daher von David Childs errichtet, der den anfänglichen Entwurf komplett überarbeitete. Der asymmetrische Wolkenkratzer ist das höchste Gebäude New Yorks und ein Symbol für Stärke, Glaube und Zusammenhalt der Amerikaner.

Ursprünglich hätte das One World Trade Center „Freedom Tower“ heißen sollen. Aus Angst, dass zu viel Patriotismus der internationalen Vermarktung schaden könnte, wurde es von den Bauherren jedoch 1 WTC genannt – in Anlehnung an die beiden Türme WTC 1 und WTC 2, in die damals die Flugzeuge einschlugen.

Auch die anderen Türme (im World Trade Center gab es 7 an der Zahl) wurden wieder aufgebaut.

Würdiges Erbe der Twin Towers

Das neue One World Trade Center wurde am 3. November 2014 eröffnet und ist mit einer Höhe von 541 Metern das höchste Gebäude New Yorks. 50.000 Tonnen Stahl wurden für den asymmetrischen Koloss verwendet. Der gigantische Wolkenkratzer steht auf einem 60 Meter tiefen Fundament und trägt eine 125 Meter hohe Spitze.

541 Meter sind übrigens 1776 Fuß – ein Symbol für das Jahr, in dem die Vereinigten Staaten die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangten. Auch das Datum der Grundsteinlegung wurde symbolträchtig gewählt. Sie geschah am 4. Juli 2004 – dem in den USA jährlich gefeierten Independence Day (Unabhängigkeits-Tag).

Die ausgeklügelte Architektur des gigantischen Turms ermöglicht eine komplette Rundumsicht in seinen Büroräumlichkeiten. Da die Aufzüge, Treppen, Toiletten, Lüftungs-, Leitungs- und Versorgungsschächte in der Mitte des Gebäudes liegen, behindern kaum Wände die Sicht durch die Glasscheiben, die rundum vom Boden bis zur Decke reichen.

Am Dach von New York City: Besuch des One World Trade Centers

Im One World Trade Center befinden sich auf über 400 Metern Höhe die höchste Aussichtsplattform und das höchste Restaurant New Yorks, beide mit einem selbstverständlich atemberaubenden Blick über die Stadt.

Der riesige Wolkenkratzer ist ganz einfach zu erreichen: Er ist erstens weithin sichtbar und besitzt zweitens eine eigene U-Bahn-Station. An seinem Fuß liegt die größte Shopping Mall von Manhattan, darunter der Oculus-Bahnhof, der mit einer Bausumme von rund 3,5 Milliarden Euro Schlagzeilen als der teuerste Bahnhof der Welt machte.

Tipp: Das One World Trade Center ist im Sightseeing Pass NYC enthalten. Achtung! Im New York Pass ist es nicht dabei. Um die Warteschlange am Schalter zu vermeiden, können die Tickets für das One World Trade Center auch online gekauft werden.

Die Aussichtsplattformen, One World Observatory genannt, liegen im 100., 101. und 102. Stockwerk. Nur 47 Sekunden dauert die rasend schnelle Fahrt in den Aufzügen, den so genannten Sky Pods. Die Fenster ragen vom Boden bis zur Decke und bieten einen sensationellen 360° Panoramablick über New York. Der Blick fällt bis nach Brooklyn und New Jersey, über den grünen Fleck des Central Parks und bis zur Freiheitsstatue.

Das superteure Restaurant ONE Dine liegt in der 102. Etage. Tischreservierungen gibt es übrigens nur in Verbindung mit einem Ticket für die Aussichtsplattform. Aber Achtung! Nicht alle Tische stehen am Fenster. Deshalb bei der Reservierung unbedingt extra einen Fensterplatz verlangen!

Ohne Reservierung können das ONE Café und die Bar ONE Mix besucht werden – absolut atemberaubend bei Sonnenuntergang oder bei Nacht.

Tipp: Als Alternative zum ONE Dine bietet sich das Restaurant „The View“ am Times Square an. Für den perfekten Blick aus dem immerhin 48. Stock dreht sich das gesamte Restaurant innerhalb einer Stunde um sich selbst.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des One World Observatory mit Online Ticketkauf
Offizielle Website des One World Trade Centers
Offizielle Seite des 9/11 Memorial Centers

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