Niagarafälle, Kanada und USA

Die Niagara Fälle von der kanadischen Seite aus gesehen, Ontario, Kanada - © James Camel / franks-travelbox
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Die Niagarafälle an der Grenze zwischen USA und Kanada zählen zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. Imposante Wassermengen stürzen 50m in die Tiefe und können von der Promenade im Ort Niagara Falls, dem Syklon-Tower oder auch direkt vom Niagara-Fluss aus bestaunt werden.

Die Niagarafälle liegen direkt an der Grenzen zwischen dem amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Zwischen den beiden riesigen Seen Lake Erie und Lake Ontario fließt der Niagara River, der sich bei den Niagarafällen knapp 60m eine Schlucht hinunterstürzt – die treffende Bezeichnung der Indianer für diesen Ort „Niagara” bedeutet übersetzt „donnerndes Wasser”.

BILDER: Niagarafälle

 

Die Goat Island mitten im Niagara River spaltet die Fälle in zwei Teile, die Staatsgrenze zwischen USA und Kanada verläuft mitten durch. Somit gibt es einen nur 21m hohen amerikanischen Teil der Fälle mit einer Kantenlänge von ca. 260m und einen kanadischen mit einer Kantenlänge von knapp 800m. Seit 1800 sind die Niagarafälle touristisch erschlossen. Berühmtheiten wie zum Beispiel Marilyn Monroe ließen sich bereits von der allgegenwärtigen Gischt benetzen.

Die Niagarafälle zu Land, zu Wasser und aus der Luft

Alleine das Beobachten der gigantischen Wassermassen, die in die Tiefe stürzen, ist schon Attraktion genug. Auf der Promenade des Ortes Niagara Falls (der ebenfalls sowohl amerikanisch als auch kanadisch ist) kann man stundenlang auf und ab spazieren, die Gischt im Gesicht spüren und auf den Fluss hinabstarren, ohne dass das Ambiente langweilig wird.

Die Niagarafälle an der Grenze zählen zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt; Imposante Wassermengen stürzen 50m in die Tiefe und können von den Besuchern bestaunt werden, Kanada/USA - © James Camel / franks-travelbox
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Wer doch einen Perspektivenwechsel sucht, kann auf der kanadischen Seite den Skylon-Tower erklimmen. Ein Lift bringt Besucher auf 170m Höhe, von wo aus man einen sensationellen Überblick über das donnernde Wasser hat. Dieser Ausflug lohnt sich vor allem bei Nacht, wenn die Fälle in weiß und auch in allen möglichen wechselnden Farben angestrahlt werden. Wer es sich leisten möchte, kann auch im dortigen Fallsview Restaurant ein einzigartiges Abendessen zu sich nehmen.

Nächtlicher Blick vom Skylon-Tower aus 170m Höhe auf die in allen möglichen wechselnden Farben angestrahltem Niagara Fälle, Kanada/USA - © James Camel / franks-travelbox
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Den nächsten Perspektivenwechsel ermöglicht eine Fahrt mit der „Maid of the Mist” I und II, zwei Ausflugsboote, die Besucher bis direkt an den unteren Rand der Horseshoe-Fälle bringen. Regenschutz inklusive – je näher man herankommt desto nasser wird es. Wer sich nicht ganz von der Gischt durchweichen lassen will, kann auch die „Journey behind the Falls” buchen. Durch unterirdische Gänge gelangt man auf zwei Plattformen, einmal direkt hinter den Fällen, wo man vor einer Öffnung das Wasser hinabrauschen sieht und einmal gleich daneben. (Diese Plattform ist von der Promenade aus sichtbar – halten Sie Ausschau nach gelben Punkten im Nebel, das sind Menschen mit Regenschutz). Von dort aus hat man das Gefühl, ins Wasser greifen zu können obwohl es nicht so nass ist wie auf den Booten. Es bieten sich spektakuläre Foto-Möglichkeiten und ein Anblick, den man nie wieder vergisst.

Tipp: Wir empfehlen die „Journey behind the Falls”. Man sieht genauso viel, wenn nicht sogar mehr, da die Sicht nicht durch den Wassernebel getrübt ist, und zahlt auch nicht so viel wie bei einer Bootsfahrt auf der „Maid of the Mist”.

Immer wieder hört man, dass der Ausblick auf die Niagarafälle von der kanadischen Seite aus am besten ist. Dort gibt es auch die meisten Unterkunftsmöglichkeiten.

Tödiche Niagarafälle

Es ist schon vielfach passiert, dass Menschen die Niagarafälle hinunterstürzten, sei es durch einen Unfall, sei es mutwillig in gepolsterten Tonnen oder Booten. Derartige „Befahrungsversuche” sind per Gesetz verboten, jeder zweite davon endete tödlich. Die bekanntesten Fälle ereigneten sich einerseits im Oktober 1901, als eine 63jährige Lehrerin den Sturz in einem Holzfass erstmalig überlebte und andererseits im Juli 1960, als ein siebenjähriger Junge mit einer Rettungsweste von der „Maid of the Mist II” aus dem Wasser gezogen wurde und den Sturz nur mit einer Gehirnerschütterung überstand. Dass jemand einen Sturz über die amerikanischen Fälle überlebt hat, ist nicht bekannt.

Kurios: Außerhalb der Saison oder bei geringen Touristenzahlen werden die Fälle auf 10% ihrer natürlich Wucht durch ein Stauwehr gedrosselt und die restlichen 90% der Durchflussmenge in ein Kraftwerk zur Stromgewinnung umgeleitet. Sie können also tatsächlich auf Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden.

Weiterführende Links:

Offizielle Tourismus-Seite der Niagarafälle (englisch)