Mount St. Helens, Washington, USA

Der Mount St. Helens befindet sich im Südosten des amerikanischen Bundesstaates Washington und gehört zu den Vulkanen des pazifischen Feuerrings, USA - © James Camel / franks-travelbox
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Nach seinem gewaltigen Ausbruch im Mai 1980 hat der Mount St. Helens im Bundesstaat Washingston seinen Gletscher und 400m seines Gipfels verloren. Im umliegenden Mount St. Helens National Volcanic Monument kann man die Spuren der Verwüstung von damals noch heute erkennen.

Der Mount St. Helens befindet sich im Südosten des amerikanischen Bundesstaates Washington und gehört zu den Vulkanen des pazifischen Feuerrings. Seine Ausbrüche, so genannte plinianische Eruptionen, zeichnen sich durch ungeheure Explosionswucht und enorme Aschefälle aus.

Zeuge dieser Explosionswucht konnte man am 18. Mai 1980 werden; dies ist der Tag des letzten Ausbruchs des Mount St. Helens. Ich hoffe, Sie waren an diesem Tag weit weg, denn die Folgen der gigantischen Eruption waren gewaltig. In wenigen Stunden verwandelte sich der einst vergletscherte Gipfel des Vulkans in eine Flut aus Staub, Asche und flüssigem Gestein und vernichtete auf seiner Talfahrt alles Leben, das ihm in die Quere kam. Seitdem ist der Mount St. Helens um 400m niedriger als zuvor.

Der Vulkan ist nach wie vor aktiv, es gab immer wieder kleinere Ausbrüche von Dampf und Asche, die das Ausmaß von 1980 aber nicht mehr erreichten. Auch der Gletscher begann wieder zu wachsen.

Heute ist das Gebiet um den Mount St. Helens als Mount St. Helens National Volcanic Monument geschützt und regeneriert sich langsam. Die Spuren der Verwüstung sind immer noch in aller Deutlichkeit zu sehen.

Besuch des Mount St. Helens

Am besten erreicht man den Mount St. Helens über die Interstate 5 und die angrenzende State Route 504. Von weitem erkennt man den Koloss bereits, unter Umständen sieht man auch weiße Rauchsäulen aufsteigen – der Beweis, das der Vulkan schläft aber keinesfalls erloschen ist.

Die Gegend um den Mount St. Helens – 500km² waren damals betroffen – ist eine Wüste aus schwarzem Lavagestein, das unter den Schuhsohlen wie Grillkohle knirscht. Mittlerweile wachsen schon wieder Nadelbäume aus dem felsigen Boden und auch die Tierwelt hat sich wieder angesiedelt. Das Ausmaß der Zerstörung von damals lässt sich anhand der dunklen Schutt- und Lavaströme dennoch gut erahnen.

Tipp: Wer den Umweg über die State Route 504 bis zum Johnston Ridge Observatory nicht nehmen will, und den Mount St. Helens nicht unbedingt vom nahest möglichen Punkte sehen möchte, ist auch mit der Aussicht vom Clearwater Point auf der Route 25 gut bedient.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Mount St. Helens National Volcanic Monument (englisch)
Offizielle Website des Mount St. Helens (englisch)