Hells Canyon, Oregon/Idaho, USA

Traumhafter Blick in den Hells Canyon, die mit knapp 2.500 Metern tiefste Schlucht Nordamerikas, USA - © James Camel / franks-travelbox
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Obwohl lang nicht so bekannt wie andere Schluchten ist der Hells Canyon zwischen Oregon und Idaho die tiefste Schlucht Nordamerikas. In seiner Umgebung locken unberührte Natur und atemberaubende Aussichtspunkte.

Die tiefste Schlucht des nordamerikanischen Kontinents liegt zwischen den beiden US-Bundesstaaten Oregon und Idaho und hat den wenig ansprechenden Namen „Hells Canyon” („Höllenschlucht”).

Auf einer Länge von gut 200 Kilometern wurde der Hells Canyon über Jahrmillionen vom Snake River in die Wallowa Mountains gegraben und erreicht mittlerweile eine Tiefe von bis zu 2.438 Metern. Aufgrund seiner enormen Breite von gut 15 Kilometern ist der tiefste Canyon Nordamerikas aber dennoch nicht so spektakulär anzusehen, wie zum Beispiel der berühmte Grand Canyon, mit seinen senkrecht aufragenden Wänden. Ein Blick in die spektakuläre Schlucht lässt dennoch jeden Betrachter klein und nichtig erscheinen.

Hells Canyon Scenic Byway

Zwischen dem 1961 fertiggestellten Hells Canyon-Damm und der Grenze zum Bundesstaat Washington überquert keine Straße die dramatische Höllenschlucht und nur drei führen an den Snake River heran.

Der Hells Canyon Scenic Byway ist eine von drei Straßen, die an Snake River tief in der Höllenschlucht heranführt, USA - © James Camel / franks-travelbox
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Eine davon ist der Hells Canyon Scenic Byway, der von der Interstate 84 abzweigt und zu den Sieben Weltwundern von Oregon zählt. Er führt auf etwa 600 Kilometern durch die endlose Weite Oregons, vorbei an unzähligen Kuhweiden und durch kleine Siedlungen zuerst am Inhama-River entlang, anschließend steil nach oben und schließlich bis an die Ufer des Snake Rivers.

Tipp: Die Straße ist teilweise (noch) nicht asphaltiert, den momentanen Zustand der Straße erfährt man auf der Website des Hells Canyon Scenic Byway.

Die Straße führt bis zu einem Plateau, von dem aus man einen herrlichen Blick in den Hells Canyon hat, durch den sich der Snake River schlängelt. Ein Feuerwachturm erlaubt, noch einmal ein paar Meter in die Höhe zu steigen und den atemberaubenden Rundumblick über die Wallowa Mountains zu genießen.

Vom Feuerwachturm aus hat man noch einen bessern Blick in den spektakulären Hells Canyon und die umliegenden Wallowa-Mountains, USA - © James Camel / franks-travelbox
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Tipp: Der Hells Canyon Scenic Bywas kann zwar theoretisch in fünf Stunden abgefahren werden, um die wilde Landschaft voll in sich aufzunehmen, sollte man jedoch mindestens einen Tag in den majestätischen Wallowa-Mountains verbringen.

Eine weitere Straße führt von der Oxbow-Bridge auf der Idaho-Seite am Snake River entlang, über den Hells Canyon-Damm und bis zum Besucherzentrum auf der Oregon-Seite.

Hells Canyon Recreation Area

Eine 215 Hektar umfassende Region um den Hells Canyon wurde im Jahr 1975 zum Erholungsgebiet erklärt und steht damit unter Naturschutz. Zahlreiche Aussichtspunkte bieten spektakuläre Ausblicke in den Hells Canyon und auf insgesamt 1.400 Kilometern an Wanderwegen kann die aufregende Wildnis um die Höllenschlucht erkundet werden. Zu den Freizeitaktivitäten, denen um den Hells Canyon nachgegangen werden kann, zählen Wandern, Kajak fahren, Baden, Bootstouren, Radfahren, Reiten, Fische, Rafting, Skifahren und Campen. Historische Höfe, wie zum Beispiel die Kirkwood Historic Ranch erzählt vom früheren Leben am Hells Canyon.

Weiterführende Links:

Informationen zur Hells Canyon Recreation Area vom National Forest Service (englisch)
Offizielle Website des Hells Canyon Scenic Byway (englisch)