Die 10 schönsten Nationalparks der USA

Bunte Kanus warten am McDonald Lake im Glacier Nationalpark auf einen Bootsausflug, Montana, USA - © SNEHIT / Shutterstock
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Die zahlreichen Nationalparks der USA präsentieren das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in seiner ganzen Wildheit und Schönheit. Um sie alle kennen zu lernen, braucht man wohl ein ganzes Leben lang – deshalb hier die Top 10 Nationalparks der USA.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind aufgrund ihrer spektakulären Metropolen ein beliebtes Reiseziel. Doch mindestens ebenso sehenswert wie New York, Los Angeles und Washington D.C. sind die endlosen Weiten der Prärie, die gigantischen Mammutbäume am Pazifik, die stillen Gletscher Alaskas oder die Klippen der Rocky Mountains.

Die atemberaubende Natur ist Dank der Gründung zahlreicher Nationalparks (mittlerweile sind es mehr als einer pro Bundesstaat) zum Großteil noch völlig unberührt und lockt mit fantastischen Landschaften und einer vielfältigen Tierwelt. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten könnt ihr Bisons und Bären in freier Wildbahn sehen, zwischen Schlingpflanzen auf Alligatoren-Suche gehen, im ewigen Eis Wale beobachten und glühend heiße Lavaströme aus nächster Nähe erleben.

Die touristische Infrastruktur lässt in fast allen Nationalparks nichts zu wünschen übrig. Unterkünfte gibt es innerhalb der Grenzen oder gleich draußen und die meisten sind mit einem normalen PKW zu befahren.

Tipp: Wer sehr motiviert ist, sollte sich den “The U.S. Park Pass” (früher National Park Annual Pass) besorgen. Mit diesem kann innerhalb eines Jahres eine Vielzahl an Nationalparks kostenlos besucht werden.

Die schönsten Nationalparks der USA bieten völlig unterschiedliche Attraktionen. Tiere oder Geysire, Wälder oder Wüste, Geschichte oder Gletscher, Berge oder Schluchten – sehenswert sind sie in Wahrheit alle. Trotzdem haben wir versucht, die Top 10 Nationalparks der USA zu küren, von denen übrigens alle bis auf den Mesa Verde Nationalpark zum Welterbe der UNESCO zählen.

Yellowstone Nationalpark in Wyoming

Um den Yellowstone Nationalpark in seiner vollen Pracht auskosten zu können, sollte man mindestens drei volle Tage einplanen, USA - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Der Yellowstone Nationalpark ist einer der berühmtesten und meistbesuchten der USA. Einerseits weil er als weltweit erster offizieller Nationalpark gegründet wurde, andererseits weil er mit atemberaubenden Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.

Die beste Reisezeit für den Yellowstone Nationalpark sind Juli und August, dann ist es am trockensten und am wärmsten. Warm ist es dort allerdings meistens, denn auf einem gigantischen Supervulkan gelegen sorgen heiße Quellen, Geysire und mineralische Terrassen für Hitze und schillernde Farben.

Auch abgesehen von der vulkanischen Aktivität sind die Highlights im Yellowstone Nationalpark gewaltig! Die eindrucksvollen Upper und Lower Falls stürzen sich in den ebenso imposanten Yellowstone Canyon, verkalkte Steinwüsten stehen in starkem Kontrast zu saftig grünen Wiesen und Nadelwäldern, Großwild und Grizzlies durchstreifen die sanften Hügel und entlang der Straßen präsentieren sich mächtige Bisons wie auf dem Laufsteg.

Tipp: Der Yellowstone Nationalpark kann am besten mit dem Auto erkundet werden. Von mehreren Parkplätzen aus führen Rundwege durch die sagenhafte Landschaft, für deren Erkundung man sich mindestens drei volle Tage Zeit nehmen sollte.

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Yosemite Nationalpark in Kalifornien

Unberührte Naturlandschaft im Yosemite Nationalpark, Kalifornien, USA - © Vincent / Fotolia
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Mitten in der kalifornischen Sierra Nevada liegt der Yosemite Nationalpark, der zweitälteste Nationalpark der USA. Berühmt und bekannt ist er vor allem aufgrund seiner imposanten Klippen, an denen gewaltige Wasserfälle in die Tiefe rauschen. Er gilt fast zur Gänze als Wilderness Area: Jeglicher Eingriff des Menschen in die Natur ist hier verboten.

Uralten Gletschern hat der Yosemite Nationalpark seine weltweit nahezu einzigartigen Steilhänge zu verdanken, die fast senkrecht in den Himmel ragen. Der El Capitan und der Half Dome, auch beliebte Kletterziele, gehören zu den berühmtesten unter ihnen. Die 740 Meter hohen Yosemite Falls zählen zu den höchsten Wasserfällen der Welt. Darüber hinaus locken Fluss- und Wiesenlandschaften, stille Seen und ganze Wälder majestätischer Mammutbäume.

Das Yosemite Valley kann das ganze Jahr über besucht werden, für den Rest des Nationalparks sind die Sommermonate zu empfehlen. Bestes Fortbewegungsmittel ist das Fahrrad, zu Fuß sind die Wege einfach zu weit und Autos sind in vielen Regionen des Parks nicht erlaubt.

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Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Sonnenaufgang über dem Grand Canyon, USA - © Frédéric Prochasson / Fotolia
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Der Grand Canyon zählt zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten der USA. Diese landschaftliche Attraktion ist auch Teil eines Nationalparks. Aufgrund der großen Höhenunterschiede rund um die fast 2 Kilometer hoch aufstrebenden Felswände lebt in den Fluss-, Ufer-, Plateau-, Wald- und Wüstenzonen des Grand Canyon eine gewaltige Artenvielfalt, zu der auch Pumas, Luchse und Schwarzbären zählen.

Der Grand Canyon National Park kann mit dem Auto auf drei Routen erkundet werden: dem South Rim, dem North Rim und dem Inner Canyon. Den besten Blick hat man natürlich aus der Vogelperspektive, Hubschrauberflüge über den Canyon sind allerdings relativ kostspielig. Wer mehr Zeit hat und eine gehörige Portion Abenteuerlust mit sich bringt, wagt eine Wanderung durch den Canyon oder gar eine Wildwasser-Rafting Tour am Colorado River.

Tipp: Am besten informiert man sich in den Besucherzentren im Grand Canyon Village und im Bright Angel Point über die besten Aussichtspunkte, um nicht planlos unnötige Wege zurückzulegen.

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Hawaii Vulcano Nationalpark auf Hawaii

Fließende Lava im Hawaii Vulcano Nationalpark, USA - © Robert Crow / Shutterstock
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Vulkane aus nächster Nähe beobachten – das ist im Hawaii Vulcano Nationalpark möglich. Hier präsentiert sich die Natur nicht auf üppig grüne, sondern auf rot glühende und schwarz knirschende Art und Weise.

Der kochend heiße Nationalpark liegt auf der größten Insel von Hawaii und beherbergt einen der höchsten und aktivsten Vulkane der Welt. Letzterer heißt Kilauea und steht inmitten eines 70 Quadratkilometer großen Lavafeldes, das bis zu 30 Meter dick ist.

Die einmalige vulkanische Landschaft ist durch über 200 Kilometer an Wanderwegen erschlossen. Diese führen durch so genannte Lava-Tubes inmitten einst flüssiges Gestein, vorbei an erkalteten Lava-Seen bis an den Rand der Vulkankrater. Sogar fließende Lava kann aus nächster Nähe beobachtet werden. Ein absolut heißer Tipp unter den schönsten Nationalparks der USA!

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Glacier Bay Nationalpark in Alaska

Winterliche Bucht im Glacier Bay Nationalpark, Alaska, USA - © Pecold / Shutterstock
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Von der hawaiianischen Hitze ins ewige Eis Alaskas: Der Glacier Bay Nationalpark zeigt Besuchern die kalte Schulter, denn in den vier Bergketten des Parks liegen über 100 Gletscher. Den Horizont säumen wohin man auch blickt gigantische Eisberge, von denen immer wieder riesige Brocken unter lautem Getöse im arktischen Ozean verschwinden. Kein Laut durchbricht sonst die unwirkliche Stille.

Wer einmal so richtig abschalten möchte, ist hier genau richtig. Sich unter der 70 Meter hohen Steilwand des Margorie Gletschers winzig fühlen, im Kajak an blauschimmernden Eisbergen vorbei rudern, Wale und Robben beobachten, übers ewige Eis wandern und im Sommer den Blumenteppich auf den dicht bewaldeten Inseln des Nationalparks bestaunen – der Glacier Bay Nationalpark entführt jeden Besucher in eine gänzlich andere Welt!

Tipp: In Alaska befindet sich auch der Wrangell St. Elias Nationalpark, der größte Nationalpark der USA. Hier präsentiert sich Alaska in seiner ganzen Wildheit, denn es gibt kaum touristische Infrastruktur. Ein Besuch des Nationalparks ist daher ein echtes Outdoor-Abenteuer! Dafür gibt es hier eine Menge an Rekorden zu bewundern, unter anderem das welthöchste Küstengebirge, das größte Eisfeld und den längsten Gletscher Nordamerikas.

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Glacier Nationalpark in Montana

Traumhafte Bergkulisse mit See im Glacier Nationalpark, Montana, USA - © Steve Bower / Shutterstock
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Er klingt so ähnlich wie der Glacier Bay Nationalpark in Alaska, hier sind jedoch keine Eisfelder zu sehen. Eiszeitlichen Gletschern verdankt der Glacier Nationalpark in Montana allerdings sein spektakuläres Aussehen. Er liegt in den Rocky Mountains direkt an der Grenze zu Kanada und beherbergt fünf verschiedene Ökosysteme innerhalb seiner Grenzen.

Ende Mai bis Mitte September ist die beste Reisezeit für den Glacier Nationalpark. Das Wetter ist dann meist stabil mit Tageshöchsttemperaturen um die 30°C und wenig Regen. Die Berge, Seen, Wälder und Prärien des Glacier Nationalparks können auf der idyllischen Going-to-the-Sun-Road erkundet werden, einer von nur drei Straßen im Nationalpark – begleitet vom Schrei des Weißkopfseeadlers.

Zu den Sehenswürdigkeiten im Glacier Nationalpark zählen inmitten der atemberaubenden Landschaft die „Krone des Kontinents“, der Two Medicine Lake, der McDonald Lake, das St. Mary Valley oder der Logan Pass. Mit etwas Glück lässt sich ein Wolf, Grizzly oder Schwarzbär blicken, mit etwas mehr Glück sogar ein Luchs oder Puma.

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Mammoth Cave Nationalpark in Kentucky

Der Mammuthöhlen Nationalpark liegt um das Kerngebiet der Mammuthöhle, die mit gigantischen 590km Ausdehnung das größte Höhlensystem der Welt ist, Kentucky, USA - © Zack Frank / Shutterstock
© Zack Frank / Shutterstock

Der Mammoth Cave Nationalpark erstreckt sich um das Kerngebiet des größten Höhlensystems der Welt. Gigantische 600 Kilometer an Gängen, Tunneln, Schächten und Hallen gehören zur Mammuthöhle, die sich inmitten einer bis zu 400 Meter dicken Kalksteinschicht befindet.

Das gewaltige Höhlensystem kann auf rund 500 Kilometern an Wanderwegen auf 5 verschiedene Ebenen erkundet werden. Zu sehen gibt es riesige unterirdische Hallen, scheinbar bodenlose Löcher, faszinierende Kalksteinformationen, Tropfsteine und Gipskristalle.

Jeden Tag finden mehrere geführte Touren statt, besonders Hartgesottene können bis zu 6 Stunden unter Tag verbringen und sich auf allen vieren kriechend durch winzige Durchlässe quetschen, um zu den spektakulärsten Orten der Mammuthöhle zu gelangen.

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Everglades Nationalpark in Florida

Eingangsschild zum Everglades National Park, Florida, USA - © William Silver / Shutterstock
© William Silver / Shutterstock

Der gewaltige, bis zu 60 Kilometer breite „Grasfluss“ im südlichen Teil der Florida-Halbinsel gleicht einem gigantischen See, der mit üppiger Vegetation bedeckt ist. Unterm und rund um den saftig grünen Teppich der Everglades tummeln sich unzählige Wassertiere, von denen einige sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen.

Flamingos, Kormorane und Reiher bevölkern die Lüfte, Fische und Schildkröten durchstreifen das Wasser und Pumas und Bären lauern an den Ufern auf Beute. Ebenfalls einzigartig: Krokodile und Alligatoren leben hier Seite an Seite.

Die beste Reisezeit für die Everglades ist von Dezember bis April, wenn sich Regenfälle und Insektenplage in Grenzen halten. Es führt nur eine befestigte Straße durch den sonst völlig naturbelassenen Nationalpark, Hauptfortbewegungsmittel ist wenig verwunderlich das Boot. Auch Campen und Fischen ist erlaubt.

Die Everglades stehen auf der Liste des gefährdeten UNESCO-Welterbes. Durch Landwirtschaft und Trinkwassergewinnung ist ein Teil des riesigen Schwemmlandes bereits ausgetrocknet. Maßnahmen zur Rettung dieses Naturparadieses wurden jedoch bereits gesetzt.

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Mesa Verde Nationalpark in Colorado

Ruinen der Felswohnungen der Anasazi im Mesa Verde Nationalpark, Colorado, USA - © Jeffrey M. Frank / Shutterstock
© Jeffrey M. Frank / Shutterstock

Der Mesa Verde Nationalpark ist weniger für seine Flora und Fauna, sondern mehr für seine historischen Plätze und archäologischen Stätten berühmt. Die beeindruckenden mehrstöckigen Lehmbauten rund um den Tafelberg Mesa Verde („Grüner Tisch“) gehen auf das Volk der Anasazi zurück und sind über 1000 Jahre alt.

600 dieser Felsbehausungen können an den rund 4.000 archäologischen Stätten besichtigt werden. Besonders beeindruckend ist der Cliff Palace, mit 200 Räumen die größte Felsbehausung Nordamerikas.

Wer die Sehenswürdigkeiten des Mesa Verde Nationalparks ausgiebig erkunden möchte, sollte mindestens zwei Tage für den Besuch einplanen. Die beste Reisezeit erstreckt sich über die Sommermonate, von Mitte April bis Mitte Oktober. Auch Campen ist erlaubt, allerdings ohne Wohnwagen. Wer im Nationalpark schläft, wird in der Nacht vom Sternenhimmel überwältigt sein!

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Redwood Nationalpark in Kalifornien

Die riesigen ehrfurchtgebietenden Mammutbäume im Redwood Nationalparkgeben geben dem Wald ein ganz charakteristisches Erscheinungsbild, Kalifornien, USA - © Chiyacat / Shutterstock
© Chiyacat / Shutterstock

Ziemlich zwergenhaft fühlt man sich im Redwood Nationalpark an der pazifischen Küste Kaliforniens, denn man wandelt hier unter hölzernen Riesen, die zu den höchsten Bäumen der Welt gehören! Die gigantischen Mammutbäume im Redwood Nationalpark sind über 100 Meter hoch und 2.500 Jahre alt.

Der Wald hat eine ganz eigene Atmosphäre, denn aufgrund des hohen Nährstoffbedarfs der Baumriesen wächst zwischen den mächtigen Stämmen kaum Unterholz. Neben den idyllischen Wäldern kann der Redwood Nationalpark mit dem 12 Kilometer langen Gold Bluff Beach, einer Schlucht mit uralten Farnen, weitläufigen Prärien und wunderschönen Seen aufwarten.

Vier Besucherzentren und ein kleines Museum informieren über die schönsten Plätze des Nationalparks und die Geschichte der Mammutbaumwälder, die im frühen 20. Jahrhundert schon fast ein jähes Ende gefunden hätte.

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