Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Panama

Panama, die langgezogene Landbrücke zwischen den beiden amerikanischen Kontinenten, hat viele sehenswerte Orte, die man besuchen sollte - © Daniel / stock.adobe.com
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„Oh, wie schön ist Panama“, heißt es in den berühmten Geschichten von Janosch über den kleinen Bären und den Tiger. Wenn auch Sie sich von der Schönheit dieses schmalen Landes in Mittelamerika überzeugen möchten, finden Sie hier eine Liste der Top Sehenswürdigkeiten, welche Sie sich bei Ihrer Reise keinesfalls entgehen lassen sollten!

Panama-City

Wenn Sie mit dem Flugzeug nach Panama reisen, landen Sie in der Regel in Panama-City. Die lebendige Metropole zählt knapp 500.000 Einwohner und ist damit im Vergleich zu anderen Hauptstädten in Süd- und Mittelamerika eher klein. Klein bedeutet jedoch nicht langweilig, denn Panama-City ist auch als die „Stadt der Gegensätze“ bekannt. Hier treffen alte Gebäude aus Kolonialzeiten auf moderne Wolkenkratzer und hinter der Skyline erheben sich die ersten grünen Berge und Wälder der panamaischen Landschaft.

Auf der Suche nach Natur werden Sie aber auch schon im Zentrum fündig: Im Metropolitan Natural Park finden Sie ein Naturschutzgebiet inmitten der Stadt mit einer vielfältigen Flora und Fauna, darunter zahlreiche Vogelarten. Nur unweit entfernt können sie die imposanten Wolkenkratzer des Finanzsektors „Avenida Balboa“ bestaunen. Hier ist zudem die richtige Anlaufstelle für Touristen, welche nach Shoppingmöglichkeiten oder Bars und Clubs suchen.

Beschaulicher geht es im Casco Viejo zu. Die alten Hausfassaden wurden liebevoll restauriert und erstrahlen in bunten Farben. Sie erzählen spannende Geschichten aus historischen Zeiten und immer wieder erheben sich die Türme zahlreicher Kapellen sowie beeindruckender Kirchen. Historisch ist zudem „Panama la Vieja“, der ursprüngliche Kern der Hafenstadt, welcher allerdings im Jahr 1671 durch einen Piratenangriff vollständig zerstört wurde. Bis heute erinnern die Ruinen an diese Katastrophe und gehören mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Neben Panama-City wirkt die Hafenstadt Colón deutlich weniger abwechslungsreich, ist aufgrund ihrer einzigartigen Lage aber dennoch absolut sehenswert. Hier mündet nämlich der Panama-Kanal in den Atlantik und bietet somit ein spannendes Schauspiel zwischen Reedereien, riesigen Container-Schiffen und niemals still stehenden Schleusen. Dadurch hat sich Colón zu einem Dreh- und Angelpunkt des panamaischen Tourismus entwickelt und bietet von Ausflügen auf das Wasser bis hin zum Ziplining im Regenwald beinahe alles, was das Herz begehrt.

Panama-Kanal

Der Panama-Kanal führt durch die Landenge zwischen Nord- und Südamerika und verbindet das Karibische Meer mit dem Pazifischen Ozean - © DazGee / Fotolia
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Der berühmte Panama-Kanal ist aber nicht nur in Colón eine Sehenswürdigkeit. Er blickt auf eine interessante Entstehungsgeschichte zurück und zählt mit mehr als 14.000 Schiffen pro Jahr zu einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. An jeder Stelle der rund 80 Kilometer langen Strecke erlangen Sie einen Eindruck dieser imposanten Wasserstraße und können sogar eine Durchquerung oder eine eintägige Kreuzfahrt buchen.

Bajo Boquete

Bajo Boquete ist hingegen nicht als Stadt selbst interessant, sondern dient Ihnen als perfekter Ausgangspunkt, um die wunderschöne Natur von Panama zu erkunden. Das umliegende Hochland bietet so manches Highlight, zum Beispiel den Vulkan Barú. Hier lohnt sich das frühe Aufstehen, um von dessen Gipfel einen unvergesslichen Sonnenaufgang zu erleben.

Bajo Boquete ist ein perfekter Ausgangspunkt, um die wunderschöne Natur von Panama zu erkunden - © Marco / stock.adobe.com
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Hier, am „Ort der vielen Fische“, sind zudem zahlreiche reißende Flüsse und glasklare Gewässer mit einzigartigen Bewohnern zu finden. Wo das Wasser stillsteht, eröffnet es den Blick auf bunte Korallenriffe, die zum Schnorcheln einladen. Mit etwas Glück, können Sie vom Boot aus sogar Wale bei den Chiriqui Inseln vor der Küste Panamas beobachten. Oder Sie wagen sich stattdessen auf eine rasante Rafting-Tour auf einer der Flüsse.

Auch zu Land warten Sehenswürdigkeiten, darunter exotische Tierarten wie das Faultier oder der Göttervogel Quetzal. Das Hochland von Bajo Boquete beherbergt außerdem die mitunter wichtigsten Bananen- und Kaffeeplantagen von Mittelamerika, welche sich durch diese einzigartige Landschaft zwischen Gebirgen und Wäldern schlängeln.

San Blas

Ein kleines Paradies auf Erden sind die 365 Inseln von San Blas – quasi eine für jeden Tag des Jahres. Nur rund 80 der kleinen Eilande sind bewohnt, die meisten davon durch die eingeborenen Guna-Indianer. Hier lernen Sie die ursprüngliche Kultur von Panama kennen. In den „Indian Villages“ wird noch ein traditionelles Leben geführt.

Vor allem aber ist San Blas aufgrund der Schönheit der karibischen Inseln ein beliebtes Reiseziel. Hier kann jedes Foto als Postkarte gedruckt werden und somit als individualisiertes Souvenir dienen, welches Freunde, Familie & Co neidisch machen wird. Die weißen Sandstrände sind von Palmen gesäumt und beinahe menschenleer. Das türkisblaue Wasser ist glasklar und erlaubt den Blick auf spannende Unterwasserwelten in den farbenfrohen Korallenriffen. Und im angrenzenden Regenwald warten eine Menge Abenteuer.

Kein Wunder also, dass die Inseln von San Blas mehrfach von Reiseführern zu den schönsten tropischen Reisezielen der Welt gewählt wurden und von den Einheimischen den Spitznamen „Himmel auf Erden“ erhalten haben.

La Miel

Die Karibik in voller Pracht genießen können Sie außerdem in La Miel. Angeblich ticken die Uhren hier langsamer und tatsächlich herrscht noch eine überraschende Ruhe an den palmengesäumten Sandstränden. Hierhin sollten Sie also reisen, bevor La Miel vielleicht eines Tages vom Massentourismus erschlossen wird. Zwischen Kokosnüssen und dem türkisfarbenem Meer können Sie die Seele baumeln lassen und anschließend auf Wunsch ins nahegelegene Kolumbien weiterreisen. Doch auch zum Verweilen sind die kleinen Orte an den schneeweißen Stränden die perfekte Anlaufstelle mit kulinarischen Highlights und gastfreundlichen Einheimischen.

Cayos Zapatilla

Ein kleiner Geheimtipp in Panama sind die Strände von Cayos Zapatilla. Während es viele Touristen in bekanntere Ecken wie die Bocas del Toro zieht, herrscht hier noch friedvolle Stille. Die Strände erscheinen eher in Goldgelb als in reinem Weiß, sind aber nicht weniger schön als in La Miel & Co. Das kristallklare Wasser verspricht eine Abkühlung an heißen Tagen und anschließend können Sie mit einer Kokosnuss im Schatten der Palmen entspannen.

Bocas del Toro

Die Bocas del Toro sind ein berühmter Surferspot und somit eine Anlaufstelle für Menschen aus aller Welt - © KikoStock / stock.adobe.com
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Das bedeutet aber nicht, dass die Bocas del Toro nicht dennoch einen Besuch wert sind. Die sechs Inseln sind ein berühmter Surferspot und somit eine Anlaufstelle für Menschen aus aller Welt. Doch auch, wer sich nicht selbst aufs Brett schwingen möchte, ist auf den Inseln bestens aufgehoben, um an den wunderschönen Sandstränden zu entspannen oder den Naturpark auf der Isla Bastimentos zu erkunden. Dieser unberührte Regenwald ist das Zuhause zahlreicher verschiedener Tier- und Pflanzenarten. Anschließend geht es mit dem Wassertaxi zurück ans Festland oder weiter zum Inselhopping, denn jede Insel für sich ist absolut sehenswert.

Santa Catalina

Die Bocas del Toro sind nicht der einzige beliebte Spot mit fantastischen Wellen in Panama, auch Santa Catalina zieht Surfer aus aller Welt an. Die Bedingungen sind hier so optimal, dass vom Anfänger bis zum Profi jeder ein passendes Plätzchen findet. Zugleich verzaubert der kleine Ort mit seinem ganz besonderen Charme.

Trotz der Bekanntheit und Beliebtheit von Santa Catalina, hat sich dieser seine Ursprünglichkeit bewahrt. Pittoreske Cafés und Restaurants mit heimischen Spezialitäten sorgen für Gaumenfreuden, während sich die gemütlichen Unterkünfte perfekt ins Stadtbild einfügen – beispielsweise in Form von kleinen Strand-Bungalows. Hotelburgen und Massentourismus suchen Sie hier vergebens!

El Valle de Anton

Weiter im Landesinneren können Sie zwar nicht im Meer baden, dafür aber in den heißen Quellen und natürlichen Becken von El Valle de Anton. Auch die zahlreichen Wasserfälle versprechen eine Abkühlung vor atemberaubender Kulisse. Neben dem Barú, finden Sie hier einen weiteren beeindruckenden Vulkan von Panama, wobei dieser Stratovulkan schon lange Zeit erloschen ist.

Seine Ausbrüche haben aber eine fruchtbare Landschaft hinterlassen, welche mittlerweile unzähligen Pflanzepanaman- sowie Tierarten ein Zuhause bietet. Sie können durch die Wälder wandern, den Krater von innen besichtigen oder einen Abstecher in das gleichnamige verschlafende Dörfchen machen. Damit gilt El Valle de Anton als eine der abwechslungsreichsten und sehenswertesten Regionen in diesem schmalen Land an der Grenze zu Südamerika.