Baru Nationalpark, Panama

Baru Nationalpark, Panama - © Alfredo Maiquez / Shutterstock
© Alfredo Maiquez / Shutterstock

Der Baru Nationalpark liegt im Norden Panamas um den Vulkan Baru, den höchsten Berg des Landes. Auf den zahlreichen Wanderwegen durch die üppigen Bergregenwäldern schließen Besucher Bekanntschaft mit zahlreichen fantastischen Tieren und Pflanzen.

Der Nationalpark Baru befindet sich im Norden Panamas, etwa 35km östlich der Grenze zu Costa Rica. Seinen Namen erhielt der Nationalpark vom höchsten Berg Panamas, dem 3.475m hohen Vulkan Baru, der innerhalb der Nationalpark-Grenzen thront. Der Vulkan ist ein so genannter „schlafender Vulkan”, seine Zeit des Feuerspuckens und der Lavafelder sind seit mehreren hundert Jahren vorbei, der letzte große Ausbruch ereignete sich um etwa 700 nach Christus. Forscher gehen jedoch davon aus, dass es durchaus wieder einmal zu einer Eruption kommen könnte.

Der Nationalpark Baru wurde 1976 auf einer Fläche von gut 14.300 Hektar auf einer Seehöhe von knapp 3.500 Metern um den schlafenden Vulkan gegründet. Er enthält mehrere Klimazonen, die einer vielfältigen Flora und Faune einen geschützten Lebensraum bieten. In den feuchten Bergregenwäldern gedeihen mächtige Eichen, Zypressen und Zedern, die sich ungestört in enormen Höhen entfalten können. Zig verschiedene Orchideenarten spicken das üppige Grün mit ihren farbenprächtigen Blüten. Die dichte Vegetation bietet einer Vielzahl an bedrohten Tierarten Schutz. Stolze Raubkatzen wie Puma, Ozelot oder Jaguar sowie der südamerikanische Tapir oder das Wildschwein fühlt sich hier heimisch. Bisher wurden über 250 verschiedene Vogelarten katalogisiert, darunter der grünschimmernde Göttervogel der Inkas, der Quetzal und eine Vielzahl an buntgefiederten Kolibris.

Unterwegs im Baru Nationalpark

Der Nationalpark Baru lässt sich am besten zu Fuß auf den unzähligen Wanderwegen durch den Dschungel erkunden. Ausgangspunkt für Wanderungen und Informationszentren finden sich am besten in Cerro Punta oder Boquete. Letzteres bietet auch Hotels und Touranbieter, über die auch Führungen durch den Nationalpark gebucht werden können. Wer beide Orte besichtigen möchte, nimmt am besten den Dschungelpfad „Sendero de los Quetzales”, einer der schönsten Wanderwege im Gebiet des Baru. Er führt vom 2.000 Meter hoch gelegenen Cerro Punta über etwa 1.000 Höhenmeter nach Boquete, etwa auf halber Länge besteht bei Mirador La Loca neben traumhafter Aussicht die Möglichkeit ein Picknick zu machen oder seine Zelte aufzuschlagen. Auf den ca. 10 Kilometern Fußmarsch durchstreift man eine atemberaubende Landschaft und schließt Bekanntschaft mit Unmengen an tropischen Pflanzen und Tieren. Auf dem gesamten Weg genießt man die musische Begleitung tausender Vogelstimmen, deren buntes Gefieder immer wieder zwischen dem saftigen Grün der Bäume aufblitzt. Mit etwas Glück erhascht man einen Blick auf die charakteristisch lang geschwungenen Schwanzfedern des ehrwürdigen Quetzal oder auf den wunderschön gezeichneten schneeweißen Elsteradler mit den pechschwarzen Schwingen.

Tipp: Für die Wanderung sollte genügend Zeit eingeplant werden. Der Weg von Cerro Punta bis zum Ende des Sendero de los Quetzales dauert 5-7 Stunden, danach geht es noch 8km bis nach Boquete. Da es im Nationalpark bereits um 18:00 dunkel wird, sollte man nicht zu spät aufbrechen. Wer die Höhenmeter fürchtet, nimmt am besten die bei weitem nicht so schweißtreibende Bergab-Richtung. An beiden Enden des Wanderweges befinden sich Ranger-Stationen, von denen aus ein Taxi gerufen werden kann.