Castillo de la Inmacualada Concepción, Nicaragua

Das Castillo de la Inmacualada Concepción ist eine mächtige Festung der spanischen Eroberer am Rio San Juan im Südosten Nicaraguas, die die erste Kolonialstadt des Landes, Granada, vor britischen Angriffen schützen sollte.

Die Festung „El Castillo de la Inmacualada Concepción“ befindet sich in der Provinz Rio San Juan im Südosten von Nicaragua nur etwa 6km von der Grenze zu Costa Rica entfernt.

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Das imposante Bollwerk am Südufer des Rio San Juan wurde in den Jahren 1672-1675 durch die spanischen Eroberer mit einigen anderen Festungen entlang des Flusses errichtet. Sie sollte die am Nicaragua-See gelegene Stadt Granada, die erste Kolonialstadt Nicaraguas, vor Piratenüberfällen und Angriffen der britischen Krone schützen. Die Briten hatten es besonders auf Nicaragua abgesehen, da eine Eroberung der Landenge zu einer Zweiteilung des spanischen Reiches in den Amerikas und somit zu einer strategischen Schwächung der Spanier führen würde.

Nach und nach entstand um das Castillo de la Inmacualada Concepción eine Stadt, die aufgrund ihres Ursprungs „El Castillo“ genannt wurde und auch heute noch so heißt und etwa 1.000 Einwohner zählt.

El Castillo und seine Festung liegen mitten im tropischen Regenwald an einer gewaltigen Stromschnelle des Rio San Juan, die von den Einheimischen „Raudal del Diablo“ genannt wurde. Im Jahr 1762 wurde ein Angriff der Engländer gemeinsam mit den indigenen Miskito von 2.000 Männern gegen nur etwa 100 Verteidiger erfolgreich zurückgeschlagen. Die 6 Tage dauernden Kämpfe gingen später als „Die Schlacht um den Rio San Juan von Nicaragua“ in die Geschichte ein.

Fast uneinnehmbare Festung

Das Castillo de la Inmacualada Concepción wurde von den Engländern nur einmal erobert – und dies auch nicht wirklich erfolgreich. Im Jahr 1780 gelang es dem berühmten britischen Admiral Nelson, damals 22 Jahre alt nach heftigen Kämpfen, die Festung einzunehmen. Der Hügel im Hinterland, von dem aus die Attacke erfolgte, trägt noch heute den Namen „Lomas de Nelson“. Allerdings wurden er und seine Männer im Anschluss rasch durch Gelbfieber und andere tropische Krankheiten infiziert, die viele dahinrafften und den Rest nur neun Monate nach ihrem Sieg zum Abzug zwangen. El Castillo war wieder spanisch und seine Burg ist heute ein Wahrzeichen Nicaraguas.

El Castillo ist nur mit Boot über den Rio San Juan zu erreichen. Die idyllische Bootsfahrt von San Carlos dauert etwa 2 Stunden.

Das Castillo de la Inmacualada Concepción ist heute noch die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt. Mit der zentralen Rampe und den beiden Schießscharten daneben wirkt es wie ein böses Gesicht, dass die Botschaft, dass man hier nicht willkommen ist deutlich vermittelt. Wie ein Panther, der zum Sprung ansetzt, duckt es sich in die grünen Wiesen, beschützt von seinen vier mächtigen Rundtürmen an jeder Ecke des rechteckigen Grundrisses, genannt Santa Barbara, Santa Rosa, Santa Ana und Santa Teresa.

Neben den ehrwürdigen und derart standhaften Mauern der Festung gibt es auch noch ein Museum und eine Bibliothek zu besichtigen, die in der Burg untergebracht sind.

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