Monte Albán, Mexiko

Die Ruinen von Monte Albán befinden sich auf einem Hochplateau mitten in der Bergkette der Sierra Madre del Sur auf etwa 2000 Meter Seehöhe, Mexiko - © Dirk Schumann / Fotolia
© Dirk Schumann / Fotolia

Auf dem abgetragenen Gipfel des Monte Albán war um 700 nach Christus die Hauptstadt der Zapoteken. Die Errichtung der Gebäude geht bis 500 vor Christus zurück.

Der Monte Albán (übersetzt „Weißer Berg”) liegt im mexikanischen Bundesstaat Oxaca, etwa 10km von seiner Hauptstadt Oaxaca de Juárez entfernt. Monte Albán war einst die Hauptstadt der Zapoteken und befindet sich auf einem Hochplateau (der Gipfel des Weißen Berges wurde abgetragen) mitten in der Bergkette der Sierra Madre del Sur auf etwa 2000 Meter Seehöhe. Seit 1987 zählen die Ruinen auf Monte Albán zum UNESCO Weltkulturerbe.

Stätte vieler Könige

Der Monte Albán ließ bereits einige Volksherrschaften über sich ergehen. von etwa. 500-100 vor Christus wurde die Stätte von den Olmeken besiedelt und erste Bauten erschaffen. Dann übernahmen dann die Mayas, bis schließlich etwa 250 nach Christus die Zapoteken hier ihr religiöses und urbanes Zentrum bildeten. Die Zapoteken-Hauptstadt war von allen Seiten aus dem Tal sichtbar, von hier aus regierten die Könige. Auf einer Fläche von etwa 20km² lebten damals an die 25.000 Einwohner. Zu dieser Zeit war das Tal von Oxaca der Knotenpunkt vieler Handelswege und das Plateau von Monte Albán diente vor allem der Verehrung der Götter und als Opferstätte. Das zeremonielle Zentrum stellte dafür der 200×300 Meter große Hauptplatz dar.

Die Ruinen von Monte Alban befinden sich auf einem Hochplateau mitten in der Bergkette der Sierra Madre del Sur auf etwa 2000 Meter Seehöhe, Mexiko - © Dmitry Rukhlenko / Fotolia
© Dmitry Rukhlenko / Fotolia

Wie so oft wurde Monte Albán dann etwa 750 nach Christus aus unerklärlichen Gründen verlassen, die Zapoteken errichteten im Tal von Oxaca neue Siedlungen. Monte Albán wurde daraufhin von den Mixteken als Friedhof und ab 1200 auch als Wohnstätte verwendet. Sie hinterließen dabei einige wertvolle Grabbeigaben, wie zum Beispiel einen regelrechten Schatz aus Jade, Gold, Keramik, Perlen und Edelsteinen in Grab Nr. 7.
1521 erfolgte die Eroberung durch die Spanier, 1931 starteten die ersten Ausgrabungen und Rekonstruktionen. Viele der beeindruckenden Fundstücke aus Silber, Gold, Keramik und Knochen sind heute im regionalen Museum von Oxaca oder im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko City zu besichtigen.

Faszinierende Zeugen der Vergangenheit

Die Ausgrabungen am Monte Alban sind um einiges mehr verfallen als zum Beispiel die Fundstätten von Palenque oder Uxmal. Dies machen sie jedoch durch ihre enorme Weitläufigkeit von 40km² und ihrem fantastischen Panorama ins Valle Central hinunter wieder wett. Zu sehen gibt es Gräber, Paläste, Skulpturen, Wohnhäuser, Tempel, einen monumentalen Ballspielplatz und ein Observatorium. Die Gebäude sind durch unterirdische Gänge miteinander verbunden.

Im Tempel der Tänzer wurden unzählige Flachreliefs entdeckt, die möglicherweise Tänzer oder Menschen in Trance darstellen. Manche winden sich auch unter Qualen und sind sogar namentlich als Häuptlinge von feindlichen Stämmen identifiziert.

Tipp: Auf den Monte Albán gelangt man am besten per Bus von Oxaca de Juárez aus.

Weiterführende Links:

Details über Geschichte und Entdeckung auf Wikipedia