Islas de Bahía, Honduras

Sonnenuntergang auf der Insel Roatán, Honduras - © Chepe Nicoli / Shutterstock
© Chepe Nicoli / Shutterstock

Die Islas de Bahía liegen vor der Küste Honduras’ im Karibischen Meer am zweitgrößten Barrier-Riff der Welt und sind vor allem für Taucher und Individualreisende ein paradiesisches Urlaubsziel.

Die Inselkette der Islas de la Bahía oder Bay Islands liegt im Karibischen Meer und gehört zum Staatsgebiet von Honduras. Gemeinsam mit den Islas de Cisne („Schwaneninseln”) und den Cayos Chochinos („Schweineinseln”) bilden sie mit einer Fläche von insgesamt 260km2 und an die 40.000 Einwohner die kleinste Provinz des Landes.

Die Islas de la Bahía stellen die Gipfel eines Unterwasser-Gebirges dar, das sich bis ans Festland zieht und zum Teil durch vulkanische Aktivität und zum Teil aus Korallen entstanden ist. Nahezu der gesamte Handel von Honduras wird über die Islas de la Bahía abgewickelt, Exportwaren sind in erster Linien Kaffee und exotische Früchte, vor allem Bananen. Der Vertrag mit den Bananen-Exportriesen Chiquita und Standard Fruit hat Honduras den Spitznamen der Bananenrepublik eingebracht. Die Hauptstadt Coxen Hole erinnert an die Vergangenheit der Inselgruppe als Basis des Piraten Coxen. Aus dieser Zeit stammt auch noch das stark vereinfachte Englisch der Einheimischen aus dem Piratenslang.

Fantastisches Korallenriff

Heute spielt die paradiesische Inselgruppe eine wichtige Rolle im Tourismus. Die Islas de la Bahía haben direkten Zugang zum zweitgrößten Korallenriff der Welt, dem Belize-Barrier-Riff, was das noch dazu kostengünstige Land zu einem Paradies für Taucher macht. Vor allem, wenn man vorher schon die tropische Hitze des Festlandes von Honduras kennengelernt hat, stellen noch ein paar Tage Entspannung an den palmengesäumten Traumstränden vor der Küste den perfekten Urlaubsausklang dar. Das Inselinnere bietet üppige Vegetation und eine Fauna, die vor allem reich an Reptilien ist und kann entweder auf Wanderwegen oder vom Pferderücken aus erkundet werden.

Tauchspot Roatán

Der beste Tauchspot ist die langgezogene und mit 42km größte Insel Roatán, die vollständig vom Korallenriff umgeben ist. Zu sehen gibt es 95% aller Korallenarten der Karibik, steil abfallende Riffe, finstere Höhlen und das eine oder andere versunkene Piratenschiff. Umschwärmt werden die Taucher von Barrakudas und Papageifischen, Langusten hinterlassen ihre feinen Spuren im weißen Sand.

Roatán kann entweder in 2 Stunden per Schiff oder in 20 Minuten mit dem Propellerflugzeug erreicht werden. Wer vom Schwimmen und Tauchen genug hat, kann sich mit dem Wassertaxi, der „Lancha”, nach Westend kutschieren lassen. Das 400-Seelen-Dorf bietet preisgünstige Übernachtungsmöglichkeiten, gemütliche Lokale und karibisches Nachtleben vom Allerfeinsten. Die Einwohner sprechen aufgrund ihrer Kolonial-Vergangenheit Englisch, was vor allem auch Familien aus den USA zu schätzen wissen. Mittlerweile wird die Insel sogar von Kreuzfahrtschiffen angesteuert.

Luxus-Insel Guanaja

Guanaja ist wie Roatán von La Ceiba aus zu erreichen und fungiert sozusagen als Luxus-Insel der Islas de la Bahía, hier fühlen sich Besucher mit gehobenen Ansprüchen ausgezeichnet umsorgt. Ein Highlight von Guanaja ist sicherlich Bonacca, die einzige Stadt der Insel wurde auf einem Riff im Meer erbaut und ist von Wasserkanälen durchzogen.

Tipp: Seekrankheit-Anfällige sollten Medikamente mitnehmen oder entsprechende Vorkehrungen treffen, die See vor der Küste Honduras’ kann oft recht rau sein.

Backpacker-Insel Utila

Von der dritten Haupt-Insel Utila fühlen sich vor allem Rucksack-Touristen angezogen. Kostengünstiger als Roatán bietet sie leider nicht die unvergleichlichen Traumstrände der größeren Insel, das entspannte Inselleben und die fantastische tropische Pflanzenwelt kann man jedoch auch auf Utila erleben. Nach ihr wurde der bereits verschollen geglaubte Utila-Leguan benannt, der nun durch ein eigenes Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung unter Schutz gestellt wurde.

In der „Driftwood Art Gallery” stellt der aus Österreich stammende Tauchlehrer und Künstler Gunther Kodovsky Keramikfunde und Kunstwerke aus Treibholz aus.

Neben den drei Hauptinseln sind die Islas de la Bahia noch von einigen winzigen Koralleninseln, den so genannten Cays umgeben.