Vulkan Pacaya, Guatemala

Der rauchende Vulkan Pacaya mit Lava Felsen im Vordergrund, Guatemala  - © Matt Cooper / Shutterstock
© Matt Cooper / Shutterstock

Der Vulkan Pacaya befindet sich in einer Bergkette an der Pazifikküste Guatemalas nur wenig südlich von Guatemala-Stadt. Als einer der aktivsten Vulkane der Welt zieht er Touristenströme an, die die rotglühende Lava und die fliegenden Gesteinsbrocken einmal live erleben möchten.

Der Vulkan Pacaya liegt in Guatemala in der gleichnamigen Provinz, südlich der Landeshauptstadt Guatemala-Stadt in der Vulkankette an der Pazifikküste Guatemalas.

Der Pacaya ist einer der aktivsten Vulkane weltweit. In der spanischen Kolonialzeit vom 16. Bis zum 19. Jahrhundert konnten 23 Eruptionen beobachtet werden. Dann war der Vulkan fast 100 Jahre friedlich, bis es in den 1960er Jahren wieder losging. Die Aschewolken, Lavaflüsse und Feuerfontänen der Ausbrüche, sind von Guatemala-Stadt aus gut sichtbar. Im Jahr 2000 wurde das Gebiet um den Pacaya zum Nationalpark erklärt.

Der letzte heftige Ausbruch ereignete sich im Jahr 1965, als der 23.000 Jahre alte und 2.265 Meter hohe Cerro Chico Krater zum 2.560 Meter hohen McKenney Cone angewachsen ist. Seither kam der mächtige Pacaya nie ganz zur Ruhe. 1998 und 2010 musste der über 20km entfernte Flughafen aufgrund von Eruptionen gesperrt werden, 2010 wurde in einigen Regionen der Notstand ausgerufen. Täglich ereignen sich hunderte von kleineren so genannten strombolianischen (benannt nach dem italienischen Vulkan Stromboli) Explosionen. Dabei schleudert der Vulkan im Minuten- bis Stundentakt glühende Gesteinsbrocken, Schlacke und Asche einige hundert Meter in die Luft, die jedoch meist ohne größeren Schaden anzurichten wieder in den Vulkankrater zurückfallen.

Vulkanausbruch live

Der feuerspeiende Vulkan Pacaya bei Nacht, Guatemala - © Vulkanette / Shutterstock
© Vulkanette / Shutterstock

Dass dieses magische Spektakel die Touristen reihenweise anzieht braucht hier wohl nicht erwähnt zu werden. Wann hat man schon die Möglichkeit, einen feuerspeienden Berg live und aus nächster Nähe zu erleben?

Der imposante Vulkan ist noch dazu relativ einfach zu besteigen. Der einfachste und auch der sicherste Weg auf den Gipfel zu gelangen, ist mittels einer geführten Tour von Antigua Guatemala aus, einer 35.000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Hochland Guatemalas. Seit der Pacaya unter Naturschutz steht, ist eine Besteigung durch patrouillierende Ranger, befestigte Wege und Schutzhütten wesentlich einfacher und ungefährlicher geworden, Überfälle auf Touristen gibt es so gut wie keine mehr.

Auch ohne organisierte Tour kann der beeindruckende Feuerberg erkundet werden. Im Besucherzentrum San Francisco de Sales zahlt man Eintritt und kann einen Führer buchen, ohne den der Aufstieg nicht zu empfehlen ist!

Der Weg zum Gipfel des Pacaya dauert etwa 3 Stunden und kann aufgrund der großen Höhe anstrengend werden. Vor allem die letzten 150 Meter bis zum Krater klettert man durch losen Schutt, Asche und Schlacken, was enorm an den Kräften zehrt.

Doch hat man es geschafft, bietet sich ein Anblick, der einem wahrlich den Atem stocken lässt. Rotglühend bahnen sich träge Lavaströme ihren Weg ins Tal, aus dem rauchenden Schlot sind immer wieder leuchtende Funken und fliegende Gesteinsbrocken sichtbar, das Gurgeln und Malmen des Vulkans tief unter der Erde ist zu hören. Vor allem bei Nacht ein unvergessliches Erlebnis!

Während der Feuerberg für die Touristen ein Traumziel darstellt, das sie sogar erklimmen, wenn der Nationalpark aufgrund von Eruptionsgefahr gesperrt ist, beten die Einwohner, dass der Vulkan nicht noch mehr ihrer Gebäude zerstören möge. Viele der Privatpersonen, die Touren zu den Lavaströmen anbieten, verwenden ihre Einnahmen zum Wiederaufbau ihrer Häuser. Die sichere Variante ist aber in jedem Fall eine Tour mit den offiziellen Institutionen, alles andere kann lebensgefährlich sein!

Weiterführende Links:

Übersicht über die Ausbrüche des Pacaya Vulkans